Wer gut und vor allem günstig essen möchte, dem seien die “early birds” und “ daily specials” empfohlen.
Daily Specials entsprechen demgegenüber den tagesaktuellen Angeboten wie man sie in jedem Restaurant findet (Tagesgerichte, die Empfehlung des Küchenchefs). Sie werden von der Bedienung (waiter/waitress) vor Aufnahme einer Bestellung regelmäßig gebetsmühlenartig von Tisch zu Tisch bekannt gemacht. Wer sich mit der Bestellung Zeit lässt , hat so die Chance, das Angebot mehrmals an den Nebentischen zu hören und auch bei schlechteren Sprachkenntnissen zu verstehen.
Die Qualität der Restaurants reicht von Fast Food bis Haute Cuisine, die Preise variieren entsprechend. Die multikulturelle Zusammensetzung der amerikanischen Gesellschaft spiegelt sich natürlich auch in der Küche wieder. Allgemeine Empfehlungen sind fast unmöglich. Besonders preiswert sind neben den Fast Food Ketten die ethnischen Restaurant (Chinesen, Polynesier, Mexikaner, Italiener, Juden, Polen usw.); japanisch kann man in der Regel wesentlich günstiger als bei uns speisen. Besonders teuer ist alles was sich französisch (french ) nennt, egal ob das Restaurant, ein Koch o.ä. Die Fast Food Ketten haben zwar keine langen Speisekarten, dafür andererseits den Vorteil, häufig bis spät in den Abend geöffnet zu sein.Beim Eintritt in ein Restaurant wartet man im allgemeinen, bis man „platziert“ wird (wait to be seated) und sucht sich nicht selbst einen Platz. Ein Mitarbeiter des Hauses nimmt sich der
Gäste an, fragt nach den Wünschen und weist einen freien Tisch zu. Gleichwohl sollte man einen anderen Platz als den zugewiesenen erbitten, wenn dieser einem nicht gefällt, es
herrschen auch in amerikanischen Restaurants keine Herr – Sklave – Abhängigkeiten. Meistens ist auch zwischen Raucher- und Nichtraucherzone zu wählen (smoking/non-smoking). Denkbar sind auch Plätze am Fenster (at the window
) oder in einer Nische (in the booth).
Unüblich ist es, sich auf freie Plätze an einen Tisch zu anderen Leuten zu setzen. Jeder Tisch bildet eine Art Privatspähre, die man unbehelligt lässt.
Die Bedienung stellt sich vor (Hi, my name is …(Vorname). I’m your waiter/waitress/server for today) und überreicht die Speisekarten (menu), erläutert den oder die daily specials und fragt nach dem Getränkewunsch ( something from the bar ?; siehe oben Cocktails).
Bezahlt wird meist an der Kasse am Eingang. Die Bedienung legt die Rechnung (check, getrennte Rechnung = separate check) auf den Tisch und man geht damit zur Kasse. Die Rechnung wird neben dem Speisepreis lt. Speisekarte einen Zuschlag für die ortsübliche Umsatzsteuer (tax) enthalten. Das Trinkgeld von in der Regel 15 % des Preises ohne tax wird bar auf den Tisch gelegt; Trinkgeld muss man nur dann nicht geben, wenn die Rechnung ausdrücklich ein Bedienungsgeld (service charge) enthält.
Weiteres zur Bezahlung siehe unter Hinweise für Erstbesucher sowie unter Trinkgeld.
Generell ist das Essensangebot besser als sein Ruf in Europa. Die Aussage, dass Amerikaner zu fett und cholesterinhaltig essen, ist nur bedingt treffend.Sehr empfehlenswert sind im allgemeinen
frisch zubereitete Salate und Obst,
Sandwiches,
Fisch (immer filettiert, außer in den Südstaaten mit französischem Einfluss),
Krebse (crabs) und Hummer (lobster) (günstiger als bei uns).
Die Steaks sind anders geschnitten als bei uns und daher nur bedingt vergleichbar. Weitere Einzelheiten hierzu unter dem Stichwort „Steaks“.
EssgewohnheitenWer mit Messer und Gabel speist ist in der Regel kein US-Bürger. Dieser benutzt beim Essen nur die Gabel, das Messer dient lediglich zum vorherigen Kleinschneiden der Speisen. Die linke Hand ruht untätig auf dem Tisch. Angeblich kommt diese Gewohnheit aus den Anfängen des „Wilden Westens“, wo es ratsam gewesen sein soll, immer eine Hand am Colt zu haben (wer’s glaubt !).
Gemüse wird auf der Rückseite der Gabel jongliert.
Zu einem vornehmen Essen wird allgemein eine dunklere Umgebung und gedämpfte Musik geboten.
In richtigen Kneipen läuft dafür andererseits ununterbrochen eine ganze Serie von Fernsehern mit unterschiedlichen Programmen, besonders Sportberichten, und entsprechendem Geräuschpegel.
Auf dem Tisch findet man meist Eiswasser, das unbegrenzt nachgeschenkt und nicht berechnet wird. Sparsame können auf weitere Getränke verzichten.
Günstig sind auch sog. „refills“, also Angebote, bei denen man das erste Getränk bezahlt und dann wird ohne weitere Berechnung nachgeschenkt.
Nicht unüblich ist es, sich die Reste des Essens für zu Hause einpacken zu lassen. Man fragt in diesem Fall nach einem „doggie-bag“.Zwar zelebriert man in den Staaten das dinner immer häufiger als eine gesellschaftliche Angelegenheit, gleichwohl hält man sich im dining room längst nicht so lange auf wie bei uns. Es gilt die Devise: es wird gegessen und danach an der Bar, in der Lobby oder sonst wo geplaudert. Wer nach dem Essen lange Gespräche führt und nur noch Getränke ordert, fällt unangenehm auf, er behindert das Geschäft. Entsprechend schnell ist die Bedienung mit dem Servieren der einzelnen Gänge (guter Service = schneller Service), für europäische Verhältnisse zuweilen schon hektisch. Wer es ruhiger – während des Essens !- haben möchte, sollte dies gleich bei Bestellung der Bedienung sagen bzw. das sog. second-seating (in der Regel nach 20.30 Uhr) wählen, weil dann keine weiteren Gäste mehr eingeplant sind.
Sind in dem Restaurant, das man aufsuchen möchte, alle Tische belegt, kann man sich in die Warteliste eintragen lassen. Es empfiehlt sich dann der Aufenthalt an der Bar, um einen Drink zu nehmen. Wird man namentlich aufgerufen, gilt es nicht den Drink hastig hinunterzuschütten, sondern man nimmt diesen gelassen mit zu seinem Tisch (und zahlt ihn zusammen mit der weiteren Rechnung).
Die Mitnahme von Getränken wird überhaupt easy behandelt. Möchte man z.B. in einer Stadt einen Kneipenbummel machen, läßt man in der ersten Bar den restlichen Teil des Drinks in einen Plastikbecher füllen und geht damit in die nächste Bar, um weiterzutrinken. Derartiges wird ohne weiteres toleriert.
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be seated |
Tisch selbst wählen |
wait to be seated |
warten, bis Tisch angewiesen wird |
check/_bill please |
Rechnung, bitte! |
please pay cashier |
an der Kasse zahlen |
may I have a receipt please |
Quittung, bitte! |
no smoking section |
Nichtraucher-Area |
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