Mesa Verde National Park

Auskunft

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Mesa Verde National Park
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Neumarkt 33
50667 Köln
Tel. (0221) 23 36 40 7, Fax 23 36 45 0
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Allgemein

Als einziger Nationalpark in den USA dient der 208 qkm große Mesa Verde National Park der Bewahrung menschlicher Kultur. Die Ruinen der einstigen Bewohner sind daher auch die Attraktion des Parks, weniger die Natur und die Trails.

Er befindet sich auf den Hochplateaus im Südwesten Colorados, etwas abseits der US-160, auf halbem Weg zwischen Cortez (Fahrzeit zum Headquarter etwa 1 Stunde) und Mancos, westlich von Durango

(Fahrzeit zum Headquarter etwa 1,5 Stunden). Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Park nicht zu erreichen.

Der Park umfasst den nördlichen Teil eines leicht nach Süden gekippten Tafelberges. Wegen seiner dichten Pflanzendecke erhielt er von den Spaniern den Namen Mesa Verde (= grüner Tisch, grüne Tafel). Am Aufbau des Berges sind vier Sedimentschichten beteiligt, die in der mittleren Kreidezeit abgelagert wurden. Die oberste und jüngste Schicht bildet der Cliff-House-Sandstein, in dem die meisten der sensationellen Klippensiedlungen der Anasazi-Indianer liegen.

Im Sommer 2000 entkam der Park gerade noch einer Katastrophe. Buschfeuer rückten nahe an die berühmten Felsenhäuser heran, konnten aber dank aufkommenden Regens gelöscht werden.

Die National Geographic Society zählt den Park zu den 50 Zielen auf dieser Erde, die man in seinem Leben gesehen haben sollte.

So weit abgelegen von jeder Zivilisation galten die weitläufigen Ruinen erst 1888 als vollständig erforscht.

Zwischen der Zeitenwende und 1300 n. Chr. breitete sich die Kultur der Anasazi über weite Teile der heute als ,,Four Corners" bekannten Region aus. Anfangs wohnten die Anasazi in einfachen Erdgruben, doch bis ihre Kultur auf mysteriöse Weise unterging, hatten sie das baumeisterliche Geschick entwickelt, das für den Bau der außergewöhnlichen Felswohnstätten der Mesa Verda erforderlich war. Die meisten der am besten erhaltenen Relikte der Anasazi verteilen sich über die Staaten New Mexico, Arizona und Utah.

Die Fernsehreihe „Schätze der Welt – Erbe der Menscheit“ hat  Mesa Verde, Der Geist der Anasazi, zum Gegenstand

http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=250

Der 15minütige Film ist mit dem Real-Player auch online abrufbar !

100 Jahre Mesa Verde National Park

Der erste archäologische Nationalpark der USA – Mesa Verde – feiert sein 100 jähriges Bestehen. 1906 lautet das Gründungsdatum. Über die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums informiert

http://www.mesaverde2006.org/

Weitere Informationen bietet USA Today

http://www.usatoday.com/travel/destinations/2006-03-23-mesa-verde_x.h tm

Karte des National Park Service

Anasazi-Indianer

An ihrem Südrand zerfurchen steile Canyons das dicht bewaldete Hochplateau der Mesa Verde. Vermutlich waren die Anasazi die einzigen Menschen, die je in dieser Region lebten. Spuren menschlicher Zivilisation vor 500 n. Chr. und nach 1300 n. Chr. wurden nie gefunden. Das Volk, das hier im 6. Jh, die ersten unterirdische Erdgrubenhäuser (pit houses) errichtete (Fundamente entlang der West Ruin Loop Road zu besichtigen), lebte vom Maisanbau, hielt Truthähne und beherrschte das Töpferhandwerk. Nach den Grubenhäusern zogen die Indianer um 750 n.Chr. in überirdische Lehm- und Steinbauten (Pueblos und Kivas). Etwa 200 Jahre später entstanden die ersten größeren Pueblodörfer. Mehrere hundert Jahre später – etwa um 1200 – verließen die Anasazi die Mesa und begannen mit dem Bau mehrstöckiger Wohnungen und ganzer Siedlungen in den Nischen der Felswände hoch über dem Grund der Canyons. Diese sog. Alkoven sind mehrstöckige Wohnkomplexe und werden im Englischen als „cliff dwellings“ bezeichnet. Etwa 600 solcher Klippensiedlungen liegen innerhalb des Parks. Zu den bekanntesten zählen

  • Cliff Palace
  • Long House
  • Spruce Tree House
  • Balcony House

Im 12. Jahrhundert lebten hier zwischen 5.000 und 6.000 Menschen in einem der belebtesten Handelszentren ihrer Zeit mit Händlern aus allen Regionen des Südwestens. Außerdem betrieben die Bewohner Ackerbau mit einem hoch entwickelten Bewässerungssystem.

Die Gründe für die Änderung der Lebensweise der Indianer sind unbekannt. So können die Round Towers des Cliff Palace nicht als Aussichtstürme gedient haben. Auch scheint es unwahrscheinlich, dass das Spruce Tree House zu Verteidigungszwecken erbaut wurde, denn es ist nicht zu verteidigen. Ebenso unklar bleibt auch, warum die Anasazi schließlich verschwanden. Möglicherweise konnte sie der ausgelaugte Boden der Mesa Verde nicht mehr ernähren. An anderen Orten gibt es Anzeichen dafür, dass sie von plündernden Stämmen verdrängt wurden.

Vertiefende Informationen zu den Anasazi und ein Verzeichnis ihrer derzeit in den USA bestehenden archäologischen Stätten bieten die Internetseiten von DesertUSA


  

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