Mesa Verde National Park 5

Über die nur im Sommer zugängliche Wetherill Mesa schlängelt sich eine 12 Meilen lange Parkstraße, die an einem großen Parkplatz endet (zugelassen sind nur Fahrzeuge mit einer Gesamtlänge von nicht mehr als 25 Fuß ! Alternativ kann im Sommer ein kostenloser Shuttlebus zum Parkplatz genutzt werden). Die Ruinen in diesem Teil des Parks gelten als authentischer als die der Chapin Mesa, da sie erst vor wenigen Jahren „stabilisiert" wurden.

Das Gebiet ist benannt nach dem Cowboy Richard Wetherill, der mit seinem Kollegen Charles Mason 1888 auf der Suche nach verlorenen Rindern im dichten Schneetreiben als erster auf Cliff Palace gestoßen war.

Vom Parkplatz fahren kostenlose, offene Mini-Trains ab 10 Uhr alle 30 Minuten. Der Minizug fährt in der Zeit von Memorial Day bis Labour Day . In der übrigen Zeit lohnt sich daher ein Abstecher zur Wetherill Mesa kaum. Für den Besuch der wesentlichen Besichtungsmöglichkeiten sind insgesamt 4 bis 5 Stunden Zeit erforderlich.

Auf der Strecke liegen u.a.

der Kodak House Overlook (kurzer Fußweg),

der Long House Overlook (kurzer Fußweg),

der Startpunkt für die einstündige Führung (Tickets im Far View Visitor Center !, geöffnet nur von Memorial Day bis Labor Day) zum Long House , der mit rund 150 Räumen, 21 Kivas und einem großen Zeremonial- oder Tanzplatz zweitgrößten Wohnanlage des Parks (Führung etwa alle Stunde, Weg hin und zurück etwa 2,4 km mit einer Steigung von 120 Metern, unterwegs muss man einige Leitern hinaufklettern);

 

    Fotografiertipps:

    Fotomöglichkeit den ganzen Tag über (liegt im Süd-Südwesten)

der Badger House Stop; hier finden sich Pithouses und Pueblos

    Fotografiertipps:

    Alle Anlagen der Badger House Community sind den ganzen Tag über im Schatten. Beste Fernaufnahmen bieten die Overlooks vom Long Hous und Kodak House am Nachmittag.

und von hier ist eine Wanderung (leicht begehbar durch Wald) zum nächsten Haltepunkt des Minizuges möglich, dem

Two Raven House (zwischen 900 und 1100 bewohnter Pueblo mit Miniatur-Kiva).

Am Informationskiosk am Parkplatz kann man auch eine zweistündige Führung zur Nodensköld’s Ruin No. 16 buchen, benannt nach einem schwedischen Archäologen. Die Anlage ist noch nicht ausgegraben.

Auf eigene Faust (self-guided tour) kann vom Parkplatz (der steile Weg beginnt gegenüber dem Kiosk, ist eine halbe Meile lang – einfacher Weg -  und hat eine Steigung von 150 Metern) das Step House erreicht werden. Hier gibt es neben einer Klippensiedlung auch ältere Grubenhäuser und Petroglyphen, also Ruinen aus den Siedlungsperioden um 600 und um 1250. Neben den restaurierten Grubenwohnungen ist eine große Steintreppe interessant. Die Felsenwohnungen bestanden aus 30 Räumen und drei Kivas. Zur Besichtigung benötigt man etwa eine halbe Stunde. Von 10 bis 16.30 Uhr ist ein Ranger vor Ort. Da das Gebäude Richtung Osten liegt, ist es bereits morgens recht warm; die Anlage hat außerdem den Vorteil, nicht „überlaufen“ zu sein.

    Fotografiertipps:

    Während des ganzen Morgens in der Sonne, nachmittags im Schatten.

Fotografierhinweise

Die Parkverwaltung benennt als günstigste Zeiten zum Fotografieren:

Juni bis September

15.45 bis 18.00

Oktober und November

14.30 bis 17.30

Dezember bis März

14.00 bis 17.00

April und Mai

14.30 bis 17.30

Besichtigungshinweise

Wer wenig Zeit hat, sollte gleichwohl mindestens 3 Stunden für den Parkbesuch vorsehen, denn 2 Stunden sind allein für die Fahr in den Park hinein und wieder heraus erforderlich. Erste Anlaufstelle ist das Far View Visitor Center , etwa 15 Meilen vom Parkeingang entfernt. Hier gibt es erste Informationen. Danach kann man das Chapin Mesa Museum und das Spruce Tree House besuchen oder den Mesa Top Loop Drive fahren.

Auch wer einen ganzen Tag zur Verfügung hat, beginnt sinnvollerweise am Far View Visitor Center und kauft hier bereits die Karten zur Besichtigung des Cliff Palace. Sodann bieten sich das Chapin Mesa Museum, das Spruce Tree House , der Mesa Top Loop Drive und das Cedar Tree House für Besichtigungen an.

ÜBERNACHTUNG

Die meisten Besucher übernachten im nahen Cortez oder in Durango. Im Park selbst befinden sich ein Hotel und mehrere Campingplätze.

FAR VIEW  LODGE"",

Box 277, Mancos, CO 81328, Tel (303) 529-4421.
Das einzige Hotel im Park befindet sich auf dem Navajo Hill, in der Nähe des Visitor Center, mit Restaurant, Cafeteria und Gift Shop.

MOREFIELD CAMPGROUND, Tel 529-4421. Der einzige nicht kommerzielle Campingplatz, vier Meilen vom Parkeingang entfernt. Reservierungen nimmt die Lodge entgegen. Geboten werden 400 Campingplätze, jeder mit Sitzbank und Grill. Es gilt die first-come, fist-serve-Regel, allerdings ist der Platz selten gefüllt. Ein Standard-Platz kostet 16 $ die Nacht, ein Platz mit hook-ups 23 $ die Nacht (Stand 2000).

Lodge und Campingplatz sind nur von Mitte April bis Mitte Oktober geöffnet.

Tierwelt

Wichtigstes größeres Tier ist der Maultierhirsch . Auch gibt es noch Luchse. Überall im Park trifft man die Erdhörnchen.

Während der späten Nachmittagsstunden grasen die Tiere teilweise nahe am Straßenrand zwischen dem Parkeingang und dem Visitor Center.

Planzenwelt

Geringe Niederschläge, kühle Winde im Herbst und Winter und die Lage in einer Höhe von über 2.000 Metern bestimmen die Vegetation. Vorwiegend sind daher Büsche und Sträucher, wie Koniferenarten (Wacholder, Steinkiefer). In den heißeren Canyons herrschen Dornsträucher vor.

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