Arches NP 6 |
Arches National Park 6 |
Wenn Sie wenig Zeit haben, besuchen Sie das Visitor Center, fahren durch bis zur Windows Section und besichtigen dort mindestens eine halbe Stunde lang, dann zum Delicate Arch Viewpoint und dorthin wandern, im übrigen den Park mit dem Auto abfahren.
Haben Sie einen halben Tag Zeit, besuchen Sie auch die Courthouse Towers und machen Sie eine Wanderung in den Devil’s Gardens.
Mit einem ganzen Tag haben Sie ausreichend Zeit den gesamten Park mit seinen wesentlichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden, insbesondere auch im Labyrinth des Fiery-Furnace-Gebiets zu wandern.
Im Park ist es meist sehr heiss , deshalb sind auch die Wanderwege in der Regel nicht sehr lang. Man braucht festes Schuhwerk, weil die Felsen sehr rutschig sein können. Stets mitführen sollte man auch ausreichend Trinkwasser . Wer sich mehrere Stunden aufhalten will, sollte auch an einen gefüllten Picknickkorb denken, weil es im Park selbst keine Versorgungsmöglichkeiten gibt.
Tourenvorschlag
Der Tourenvorschlag ist so zusammengestellt, dass man die Hauptattraktionen an einem Tage zum für Fotos möglichst günstigsten Zeitpunkt erreicht. In jedem Falle sollte man in der heißen Jahreszeit immer genug Wasser
Sehr früh morgens zum Visitor Center (259-8161), direkt in der Moab-Verwerfung gelegen, um Karten und Material zu besorgen. Vorbei an den Courthouse Towers, The Great Wall und Fiery Furnace nach Norden, zum Devils Garden Trailhead (Anfahrt 31 km) und Wasser auffüllen. Vom Trailhead bis zum Ziel, dem Double-0-Arch, sind es 3,1 km. Hin und zurück wird man dennoch 4 — 5 Stunden benötigen, denn es gibt viele Stops wegen der erregenden An-und Ausblicke auf Steinbögen und Landschaft. Es beginnt mit Tunnel Arch (Öffnung 8,2 m weit und 6,7 m hoch), dann folgt der PineArch (14 m und 14,6 m). Dann nähert man sich dem Landscape Arch, einem der Höhepunkte des Parks. Der beeindruckende Steinbogen ist an der dünnsten Stelle nur 1,8 m hoch und 3,4 m breit, die Spannweite beträgt 89,9 m und die Höhe über Grund 32 m. Nachdem Wall Arch (20,7 und 12,5 m) nach links eine Abzweigung zum NavahoArch (12,5 und 4 m) und Partition Arch (8,5 und 7,9 m). Nun eine sehr schöne Wanderung über rotgelbe Felsrücken. Der Weg wird durch Steinhaufen markiert. Die Ausblicke nach Nordosten sind mehr als beeindruckend. Schließlich erreicht man den Double- 0-Arch, oben der große (21,6 und 13,7 m), unten der kleine Bogen (6,4 und 2,7 m), durch den man hindurchklettern kann. Vom Felsen hinter den Bögen aus hat man einen weiten Ausblick durch den oberen Bogen. Auf dem Rückweg blickt man in Richtung auf die La Sal Mountains. In der Nähe des Wall Arch ergibt das ein großartiges Panorama in Richtung Südosten. Am Trailhead nun eine Rast mit Picknick.
Auf der Rückfahrt Stops am Fiery Furnace Viewpoint, Salt Valley Overlook und Panorama Point mit Blick nach Osten; die Sonne steht jetzt im Süden.
Dann links abbiegen zur Windows Section , von Devils Garden aus 20 km. Vom Parkplatz aus Rundweg zu North Window (28,3 und 15,5 m), South Window (32,0 und 20,1 m) und Turret Arch (11,9 und 19,5 m). Durch die Windows kann man hindurchsteigen, zum einen hinaus, zum anderen wieder hinein. Dann gegenüber ein kurzer Weg zum Double Arch (südlicher Bogen 49,7 und 32,0 m; westlicher Bogen 18,3 und 18,6 m). Dahinter erhebt sich der Berg Elephant Butte, 1.723 m hoch. An seiner Flanke der RibbonArch (15,2 und 16,8 m), dessen Steinbogen an seiner schmälsten Stelle nur 30 cm hoch und 45 cm breit ist — ein Bogen im Endstadium, kurz vor seinem Zusammenbruch.
Nun zurück auf die Hauptstraße , wieder nach Norden und rechts abbiegen zur Wolfs Ranch und zum Delicate Arch Viewpoint (13 km bis zum Viewpoint). Von dort auf einem südlichen Nachbarbergrücken ein erster Blick auf den berühmtesten Arch der Welt, millionenfach fotografiert und gedruckt und dennoch beim ersten Anblick atemberaubend, auch wegen seiner Umgebung.
Zurück zur Wolfs Ranch , von John Wesley Wolfe und seiner Familie von 1888-1910 bewohnt. Am späten Nachmittag mit Wasservorrat ein 2,4 km langer Aufstieg zum Delicate Arch, durch den großen Höhenunterschied sehr anstrengend. Am Wegrand Rosenquarz, im Norden eine Felswand, aus der Wasser tritt. Kurz vor dem Arch führt der Weg hart an einer Felskante entlang, rechts vom Wanderer. Plötzlich ist ein Loch im Fels und gibt einen ersten Blick frei. Am Rande einer sehr großen Schüssel steht der Bogen vor den La SalMountains, die Öffnung nur 10,1 m weit und 13,7 m hoch, aber in Form, Farbe und Lage einmalig. Nun geht man weiter an den Rand des natürlichen Amphitheaters und tritt ggf. (andere Fotografen nicht verärgern!) unter den Bogen. Am schönsten ist der Bogen bei Sonnenuntergang, doch sollte man den Rückweg unbedingt vor Einbruch der Dunkelheit antreten.
Auf der Rückfahrt am Balanced Rock halten und ihn, selbst wenn es schon Nacht sein sollte, genießen.
Die schönsten Aufnahmen gelingen in der Abendsonne, wenn die Felsbögen tiefrot schimmern, sowie im Licht des frühen Morgens.
Der National Park Service gibt folgende Empfehlungen:
am frühen Morgen:
Moab Fault, The Three Gossips, Sheep Rock, The Great Wall, Turret Arch, The Spectacles, Double Arch, Cache Valley, Wolfe Ranch, Double O Arch, Landscape Arch:
am späten Nachmittag:
Park Avenue, Courthouse Towers, Petrified Dunes, Balanced Rock, The Garden of Eden, North and South Windows, Delicate Arch, Fiery Furnace, Skyline Arch, Fins in Devils Garden, Tower Arch.
Delicate Arch |
Behindertengereicht sind die Zugänge zum Visitor Center, den Devils Garden Campground und die Aussichtspunkte Park Avenue und Delicate Arch Viewpoint sowie zu den Toiletten im Park.
Haustiere dürfen nur angeleint in den Park, der Zugang zu öffentlichen Gebäuden, allen Trails und ins Backcountry ist ihnen verwehrt.
Bäume und größere Pflanzen gibt es wegen der Hitze im Park kaum, am häufigsten sind Kiefern und Wacholderbäume. Vereinzelte Kakteen und Yuccas trifft man und – wo Wasser ist – auch einzelne Pappeln.
Mit etwas Glück lassen sich Wüstenhasen, Maultierhirsche, Kojoten, Rotfüchse, Wüstenhasen, Echsen und Stachelschweine beobachten. Die meisten Tiere sind in den Sommermonaten allerdings vorwiegend nachtaktiv.
Vorsicht ist vor Schlangen und Skorpionen geboten, die unter Steinen ruhen können.
Innerhalb des Nationalparks steht nur ein kleiner Campingplatz mit 52 Plätzen im Bereich Devil’s Garden zur Verfügung. Die Belegung erfolgt nach der first-come, first-served Basis. Motels befinden sich in Moab.
Sehenswürdigkeiten der Umgebung
Westlich des Nationalparks liegt der Dead Horse State Park mit einem grandiosen Ausblick auf die nördlichen Abschnitte des Canyonlands National Park und auf den Zusammenfluss von Colorado River und Green River. Von dort aus lohnt ein kurzer Abstecher in das Island-in-the-Sky-Gebiet jenes Nationalparks.
Noröstlich von Moab liegt das sog. Castle Valley mit seinen malerischen, burgähnlichen Felsgebilden, das Kulisse so manches Westernfilmes war. Zunächst folgt man der US 191 nach Norden, dann der UT 128 etwa 27 km entlang des Colorado River und biegt schließlich in Richtung Süden ab.
Von Castle Valley aus kann man auf dem etwa 100 km langen La Sal Mountain Loop Drive die angrenzenden La Sal Mountains durchqueren. Der Loop Drive trifft südlich von Moab wieder auf die US 191.
Moab ist Ausgangspunkt von organisierten Wildwasserfahrten (Rafting) auf dem Colorado River.
|


