Bryce Canyon 6

Besichtigungsempfehlungen

Wenn die Zeitdauer für Besichtigungen begrenzt ist, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

    Besuch des Visitor Centers mit dem 12minütigen Video,
    Fahrt zu den Aussichtspunkten Sunrise, Sunset, Inspiration und Bryce,
    je nach Wetterlage Wanderung auf einem Trail oder entlang des Rims.

Wer einen Tag oder mehr zur Verfügung hat sollte außerdem
zum Rainbow Point fahren und von dort zurück alle 13 Besichtigungspunkte der Parkstraße aufsuchen,

an einer von Rangern durchgeführten Veranstaltung bzw. an einem geführten Ausritt teilnehmen.

Am frühen Morgen sollte man etwa eine halbe Stunde vor dem Sonnenaufgang (Zeiten im Visitor Center erfragen) zum Sunrise Point fahren. Dieser liegt 2.400 Meter hoch und selbst im Sommer kann sich Rauhreif bilden ! Am Horizont wechselt das Farbenspiel von schwarz-blau bis nach gelb-rot auf den Felsen. Liegen die Felsen vollständig im Sonnenlicht, kann man auf dem Queen’s Garden Trail und dem Navajo Loop zum Sunset Point wandern (Zeitbedarf etwa 2 bis 3 Stunden).

Tierwelt

Verschiedene Hörnchen sowie der Steller’s Jay, eine Häherart, sind häufige Gäste auf den Camping- und Picknickplätzen. Weiter gibt es Maultierhirsche, Füchse, Kojoten, Stinktiere, Murmeltiere und Präriehunde zu beobachten. Berglöwen und Schwarzbären wurden nach ihrer Ausrottung durch Pelztierjäger wieder angesiedelt, sind jedoch kaum anzutreffen. Um die Klippen kreisen Schwalben, Weißbrustsegler, Buntfalken und vereinzelt Steinadler.

Achtung : Vereinzelt sind Fälle von Beulenpest (bubonic plague) aufgetreten, die in einem frühen Stadium mit Antibiotika behandelt werden kann. Diese wird wahrscheinlich durch Bakterien ausgelöst, die von Flöhen übertragen werden, die insbesondere bei den Prairie Dogs gefunden wurden. Man sollte daher unmittelbaren Kontakt mit den Prairie Dogs meiden.

Pflanzenwelt

Auf dem Plateau finden sich Nadelwälder (Douglasen, Grautannen und Blaufichten, Wacholder), ebenso unterhalb des Canyons (Wacholder, Berberitzen, Steinkiefern). Auf exponierten Felsrücken und sandigen Vorsprüngen wachsen biegsame Nevada-Zirbelkiefern und Great-Basin-Borstenkiefern.

Übernachtungsmöglichkeiten

Innerhalb des Parks liegt die Bryce Canyon Lodge (siehe hierzu unter Parkstraße).

An der Zugangsstraße zum Park befindet sich

Ruby’s Inn Best Western Lodge

mit Motel, Campingplatz, Restaurant, Souvenirladen und Tankstelle.

Hier gibt es auch ein Rodeo . Auf den Rodeo Grounds zwischen Ruby’s Inn und dem UT 12 finden von Ende Mai bis Mitte September jeweils von Montag bis Samstag jeweils um 19.00 Uhr Rodeos statt mit Bull Riding, Calf Roping und Geschicklichkeitswettbewerben mit Pferden. Angeboten werden auch Chuck-Wagon Dinner Rides.

Innerhalb des Parks findet man zwei Campingplätze für Zelte und Wohnmobile:

North - und Sunset Campground.

Red Canyon

Etwa 9 Meilen westlich des Bryce Canyon liegt an der UT – 12 îm Dixie National Forest der farbenprächtige Red Canyon aus Kalk- und Kalksandstein der Claron-Formation. Die Gegend bietet etwa ein Dutzend Wanderwege abseits des Trubels.

Der Custo Canyon Trail folgt dem Fuß des Canyons über 5,3 Meilen (one-way). Zusammen mit dem 8,7 Meilen langen Cassidy Trail und dem 3 Meilen langen Losee Canyon Trail ergibt sich ein 17 Meilen langer Rundweg, ideal für einen Tages-Trip. Der Cassidy Trail gilt teilweise als anstrengend.

Link-Hinweise:

Informationen erhält man beim vom National Forest betriebenen

Red Canyon Visitor Center
an der UT-12, etwa 10,5 Meilen westlich des Eingangs zum Bryce Canyon National Park
Tel. 435-676-2676

bzw. beim

Dixie National Forest
82 North 100 E.
Cedar City, UT 84720
Tel. 435-865-3700
http://www.fs.fed.us/r4/dixie/index.shtml

Übrigens : der Red Canyon in Utah ist nicht zu verwechseln mit dem Red Rock Canyon in Nevada; siehe hierzu

Red Rock Canyon

Video:

Cedar Breaks National Monument

65 Meilen/105 km entfernt (westlich) ist das Cedar Breaks National Monument ein lohnender Tagesausflug an der UT 148 zwischen Cedar City und Long Valley Jct.

Ähnlich dem Bryce Canyon ist es ein aus dem Markagundplateau erodierter Talkessel von farblicher Schönheit mit schlichteren Felsformationen. Das Amphitheater aus weiß und rot gefärbten Felsklippen ist von Wäldern eingerahmt. Im Sommer lohnt ein Besuch, um den überlaufenen National Parks zu entgehen.

Cedar Breaks liegt in 3.000 Metern Höhe.

Der 5 Meilen lange Scenic Drive ist für Autos nur von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Im Winter nutzen ihn Ski- und Snowmobile-Fahrer.

Das 1 Meile nördlich des Südeingangs gelegene Visitor Center ist von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet und bietet Informationen über die Wanderwege im Park sowie Ausstellungen über Geologie, Flora und Fauna.

Zwei Wanderwege führen am Canyonrand entlang.

Der Alpine Pond Trail leitet durch dicht bewaldetes Gebiet in das Amphitheater hinunter.

Der Rattlesnake Creek Trail folgt dem Rattlesnake und Ashdown Creek – mit einem Gefälle von über 1.000 Metern ! – bis in die Einsamkeit der Ashdown Gorge Wilderness. Im Sommer kann die Gefahr von Sturzfluten und Überschwemmungen in den engen Canyons bestehen, im Visitor Center sollten daher vor der Wanderung Informationen zum Wetter und zum Zustand des Trails eingeholt werden.

Oberhalb des Cedar Breakes Amphitheaters liegt der bewaldete Teil „The Bright Edge“, ein hervorragender Platz, um im Winter Cross-Country-Skiing oder Snowshoeing auszuüben. Allerdings sind im Park alle Einrichtungen geschlossen, die Gegend ist dann recht einsam.

Link-Hinweise

Das nahe Brian Head Ski Resort bietet Ski-Abfahrten und Ski-Loipen.

Zu den besten Snowmobile-Möglichkeiten in den USA rechnen  Duck Creek Village und Cedar Mountain.

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