Mormonen

Kein Bundesstaat der USA ist so fest in den Händen einer Religionsgemeinschaft wie Utah. Im eher unwirtlichen „Great Basin“ siedelten sich Mitte des 19. Jahrhunderts die Mormonen an, nachdem sie von ihren zahlreichen Feinden durch die halben Vereinigten Staaten getrieben worden waren. Die Sekte war straff theokratisch organisiert und gewann durch ihre Geschlossenheit auch rasch wirtschaftliches Gewicht.

Die Mormonen-Sekte war 1830 von einem gewissen Joseph Smith gegründet worden, nachdem ihm Engel Mormon (Maroni) erschienen war und ihm zwie goldene Schrifttafeln ausgehändigt hatte. Die Sekte fiel gegenüber anderen Religionsgemeinschaften vor allem durch die offen praktizierte Vielweiberei auf. Jeder Mann durfte so viel Frauen haben, wie er ernähren konnte. In einem Land mit chronischem Frauenmangel führte dies zu Zusammenstößen. Die Religionstheorie der Mormonen gründet sich auf die „Wesensähnlichkeit von Mensch und Gott“ und prophezeit nach der Auferstehung Christi ein tausendjähriges Reich in Amerika und nach der zweiten Auferstehung das Jüngste Gericht im Granittempel zu Salt Lake City.

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