Hummerbestaende

Hummerbestände an der amerikanischen Ostküste werden immer größer

Vor der Küste des Bundesstaates Maine hat sich zwischen den Jahren 1982 und 1997 die Zahl der ausgelegten Hummerfallen (lobster-traps) von 1,5 Millionen auf 2,7 Millionen erhöht und damit fast verdoppelt. Das von Wissenschaftlern befürchtete Aussterben des Hummers, dem Schicksal des Kabeljaus folgend, ist dennoch nicht eingetreten. Im Gegenteil: in der gleichen Zeit verdreifachte sich die Hummerpopulation. Die Hummer haben sich offenbar sehr gut arrangiert. Sie holen sich die Köder, die Hummerfischer in den lobster-traps untergebracht haben, heraus, verfangen sich aber nicht in den Netzen, weil sie noch jung und schlank sind. Auf diese Art tragen die ausgelegten Köder als Zusatznahrung sogar zum Wachsen der Population bei.

Lobster sind in Maine die am meisten aus dem Ozean geholten Meerestiere. Als in den neunziger Jahren die klassischen Seefische wie Kabeljau und Heilbutt überfischt waren, wandten sich die Fischer der Hummersuche zu. Zwar müssen die Fallen mit Ködern im Meer versenkt und einzeln nach einigen Tagen mit einer Winde wieder heraufgezogen werden, aber der Hummerfang kann nahe der – sicheren ~ Küste ausgeübtwerden.

Aufgrund der wachsenden Hummerpopulation werden die amtlich verordneten Lobster-Fangmengen von den Fischern immer seltener eingehalten. Hierzu tragen auch die sog. Lobster-Hatcheries bei, in denen Hummer gezüchtet werden. Während in der Natur durchschnittlich nur jedes fünfzigste Ei überlebt und zu einem erwachsenen Hummer heranwächst, haben die Züchter eine Ausbeute von 50 %. Erst wenn den jungen Hummern nicht mehr Kannibalismus von Artgenossen droht, werden sie aus den Züchtereien ins freie Meer entlassen. Dort wachsen die Hummer in fünf bis sieben Jahren zu Größen heran, die den Fang lohnen.

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