Das Shark Valley im nördlichen Teil des Parks erreicht man über die US 41 (Tamiami Trail). Beim Parkplatz (wird ab 18 Uhr geschlossen) zum Parkeingang liegt auch das Shark Valley Visitors Center (täglich geöffnet von 8.30 bis 17.15 Uhr). Hier gibt es zwei Wanderwege:
Bobcat Boardwalk (800 m) durch Sägegras und Hardwood-Wälder
Otter Cave Hammock (400 m), im Sommer oft überflutet
Von hier führt aber vor allem eine 24 km lange Parkstraße
Südöstlich von Everglades City liegt die Gulf Coast Ranger Station, der westliche Eingang – auf dem Wasserweg ! – zum Nationalpark. Von hier erreicht man die sog. Ten Thousend Islands, einem Irrgarten von Mangroveninseln und Wasserwegen. Man kann Boote mieten oder an Bootstouren ab dem Visitors Center teilnehmen.
Everglades National Park Boat Tours
P.O.Box 119
Everglades City, FL 33929
Tel. 800-445-7724, 813-695-2591
Um einen wirklichen Eindruck von der Tier- und Pflanzenvielfalt des Parks zu erhalten, sollte man für den Hauptbereich mindestens einen vollen Tag zur Verfügung haben. Intensiver ist natürlich ein mehrtägiger Aufenthalt mit Übernachtung im bzw. nahe dem Parkgelände und mit Nutzung der Wasser- und Wanderwege.
Stehen nur wenige Stunden zur Verfügung, sind ein Besuch des Main Visitors Center und der Royal Park Area mit Anhinga und Gumbo Limbo Trail empfehlenswert. Im übrigen kann das Programm entsprechend der hier gegebenen Beschreibung der Parkstraße bis Flamingo entsprechend ausgedehnt werden.
Empfohlene „Ausrüstung" für einen Nationalpark-Besuch:- Sonnenschutz (Hut, Creme) Mückenschutz (mosquito repellant, geschlossene und helle Kleidung)
- Fernglas
festes Schuhbwerk
Propellerboot-FahrtenAirboat-Fahrten sind im Nationalpark verboten, weil sie ökologisch bedenklich sind. Wer auf diese gleichwohl nicht verzichten möchte, findet entsprechende Anbieter – häufig indianischer Herkunft – in den Gebieten rund um den Nationalpark., z.B. im Miccosukee Indian Village. Zur Tierbeobachtung sind diese Fahrten nicht geeignet, sie haben Reiz lediglich für „Tempo"-Freunde. Mit ohrenbetäubendem Lärm (zum Schutz davor werden die Ohren mit Toilettenpapier „gefüllt") jagen die Boote über die Grasflächen, so dass selbst Vögel Reisausnehmen. Die wenigen Stopps, bei denen der Motor gedrosselt oder abgestellt wird, lassen die Annäherung von Tieren nicht zu; lediglich Alligatoren können bei langsamer Fahrt durch Seitenarme erkannt werden. Übrigens: am Schluss der Fahrt erwartet der Fahrer den – landesüblichen -Tipp (ca. 1 $ pro Person).


