Fredericksburg, Texas |
Fredericksburg am Rande des Edwards Plateaus war im 19. Jahrhundert Ziel deutscher Einwanderer. 1842 gründeten sie bei Mainz einen Verein zur Förderung deutscher Ansiedlungen, der allerdings 1853 bereits bankrott ging. Dennoch trug er dazu bei, zahlreiche Siedler in den Südwesten der USA zu bringen. So sind einige historische Städte wie Fredericksburg deutschsprachig. Ein Schild mit dem Hinweis „English also spoken“ im Schaufenster eines Geschäfts gehört zum Alltagsbild. Das Hill Country war vorwiegend von Apachen und Comanchen bewohnt. Den Gründern der Stadt Fredericksburg gelang es, gute Beziehungen zu den ansässigen Comanchen zu knüpfen und beizubehalten, eine Ausnahme in der Besiedelungsgeschichte des Westens.
Die breite und lange Hauptstraße/Main Street war bereits im 19. Jahrhundert so geplant, damit Pferde- und Ochsengespanne bequem umdrehen konnten. Galerien und Souvenirshops, Biergärten und Tea-Rooms säumen sie heute. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen entlang der Hauptstraße.
Zu den Besonderheiten in Fredericksburg gehören die Sunday Houses, kleine Häuser, die deutsche Farmer aus der Umgebung für ihren Wochenendaufenthalt in der Stadt errichtet hatten.
Die achteckige Vereinskirche in der Stadtmitte aus dem Jahre 1847 ist bei den Amerikanern als „Coffeemill church“ bekannt.
Das Pioniermuseum, 309 W. Main St
., ursprünglich das Wohnhaus und Ladengeschäft der Familie Kammlah, bietet Einblick in den Alltag der ersten deutschen Bewohner dieser Gegend. Zum Museum gehören einigen Originalbauten.
Geöffnet Mo – Sa 10 – 17, So 12 – 17, Eintritt 4 $
http://www.pioneermuseum.com/
Das National Museum of Pacific War früher Admiral Nimitz Museum, 340 E. Main St., in dem in Form eines Schiffes gebauten ehemaligen Hotel der Familie Nimitz erinnert an den Flottenadmiral Nimitz, Enkel des ursprünglichen Hotelbesitzers und Kommandeur der Seestreitkräfte im
Pazifik während des 2. Weltkriegs.
Das Admiral Nimitz Center umfasst ferner einen japanischen Garten und eine historischen Gehweg mit Erinnerungsstücken und
Erläuterungen zum pazifischen Krieg.
Durchschnittliche Besichtigungszeiten
George Bush Gallery – 1,5 Stunden
Admiral Nimitz Museum – 30 Minuten
Garden of Peace and Memorial Wall – 20 Minuten
Pacific Combat Zone – 1 Stunde
Geöffnet tgl. 10 – 17 Uhr, Eintritt 5 $
http://www.nimitz-museum.org/
18 Meilen/29 Kilometer nördlich von Fredericksburg liet an der R.M. 965 der 665 Hektar große Enchanted Rock State Park. In seiner Mitte erhebt sich ein massiver, kahler, domförmiger rosa Granitfelsen von etwa 200 m Höhe. Der verzauberte oder verhexte Felsen war für die Indianer, die seit 8.000 Jahren hier lebten, der Wohnsitz böser Geister und wurde daher gemieden.
Der Fels gibt des Nachts seltsame Geräusche von sich, deren naturwissenschaftliche Erklärung allerdings unromantisch ist: die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht verursachen Vibrationen innerhalb des Gesteins. Der
Felsen wurde vor über einer Milliarde Jahren geformt und ist einer der ältesten freiliegenden Felsen in Nordamerika.
Enchanted Rock State Natural Area
16710 Ranch Rd 965
Fredericksburg TX 78624
325/247-3903
http://www.tpwd.state.tx.us/park/enchantd/enchantd.htm
Lyndon B. Johnson State Park and Historic Site
P O Box 238
Stonewall TX 78671
830/644-2252
http://www.tpwd.state.tx.us/park/lbj/lbj.htm
freier Eintritt
Der State Park liegt im Gillespie County zwischen Fredericksburg und Johnson City und
erinnert an den ehemaligen Präsidenten der USA. Neben einem Visitor Center bietet der National Park Service begleitete Bustouren an:
http://www.nps.gov/lyjo/pphtml/feespermits.html
Fredricksburg Convention & Visitor Bureau
106 North Adams
Fredricksburg, Texas 78624
Tel. (830)-997-6523 oder 1-888-997-3600
http://www.fredericksburg-texas.com
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