Der erste Gedanke könnte sein, die vielfach angebotenen Reisen durch die Gesamt-USA – z.B. von Ost nach West oder umgekehrt, von New York nach Florida usw. – zu wählen, um einen möglichst umfassenden Eindruck zu gewinnen. Wir raten davon ab, es sei denn, Sie haben 4, besser noch 8 oder mehr Wochen Zeit für diese Reise. Andernfalls geht viel zu viel der kostbaren Reisezeit für den Fahrweg verloren, Sehenswürdigkeiten können nur im Eiltempo abgehakt werden. Ein wirkliches Erleben von Land und Leuten auch mit den Nebensächlichkeiten des Alltags ist kaum möglich.
Ergiebiger ist es, sich ein Reisegebiet auszusuchen
Schon wegen der langen Flugzeiten sollte der Mindestaufenthalt nicht unter 10 Tagen liegen. Bei Reisen von mehr als 3 Wochen Dauer sollten “Erholungstage" eingeplant werden, da mit zunehmender Reisedauer erfahrungsgemäß die Aufnahmebereitschaft für neue Eindrücke nachlässt.
Wir geben folgende
generelle Aussagen zu den Reisegebieten:
Landschaftlich und nach der Mentalität der Bewohner ist dieser Landesteil stark mitteleuropäisch geprägt. Er ist daher insbesondere für Einsteiger geeignet, die sich zunächst den amerikanischen Lebensgewohnheiten nähern möchten.
Touristische Highlights:
New York, Washington D.C., Boston, Philadelphia, Niagara Fälle, Acadia Nationalpark, Badeorte an der Atlantikküste, Amishe
Klima:
Die Sommer sind lang und heiß, besonders im Juli und August kann es drückend schwül
werden. Angenehmer und daher beste Reisezeiten sind das Frühjahr und der Herbst (September, Indian Summer). Die Winter sind kalt und – besonders im Norden – hart und mit teilweise ergiebigen Schneefällen (Schneestürme = Blizzards).
Das Kemland des Südens bilden die elf Südstaaten, die 1860 die Konföderation bildeten und sich von den Nordstaaten abspalteten. Fünf Jahre lang kämpften sie im Sezessionskrieg vergeblich gegen die Yankees des Nordens um ihre Unabhängigkeit. Der Süden ist auch heute noch stark landwirtschaftlich geprägt und das Armenhaus der USA (insbesondere Alabama), obwohl in Teilen ein rasanter wirtschaftlicher Aufschwung unverkennbar ist (Neuer Süden, Atlanta mit CNN und Coca Cola).
Touristische Highlights:
Die Landschaft hat wenig Spektakuläres zu bieten, so dass die Region eher für Geschichtsinteressierte und Fans des Spielfilms “Vom Winde verweht" bzw. des
Fernsehfilms “Fackeln im Sturm" in Betracht kommt.
New Orleans, Charleston (S.C.)
Eine touristische Besonderheit ist Florida, das auch geschichtlich nur teilweise dem Alten Süden zuzurechnen ist; siehe die Ausführungen zum Bundesstaat Florida.
Klima:
Es ist feucht, die Sommer sind lang und warm, die Winter mild. Frost dringt selten bis zur
Golfküste vor. Es regnet häufiger, lediglich Teile von Texas sind regenärmer und trockener. Wegen des feuchtwarmen Klimas ist das Frühjahr (März/April) die beste Reisezeit für den Alten Süden.
Folgen der Hurricane Katrina und Rita
Der Hurrikan Katrina hat New Orleans und die Mississippe-Golf-Küste am 30. August 2005 hart getroffen. New Orleans muss die Folgen dieses Hurrikans und des Hurrikans Rita erst überwinden.
New Orleans
möchte zum Mardi Gras Ende Februar 2006 für Touristen wieder zugänglich sein. Gegenwärtig ist vom Besuch der Stadt abzuraten.
Zu der Situation in New Orleans gibt es nähere Informationen beim New Orleans Convention and Visitors Bureau
Tel. 1-504-566-5011
und für die Häfen beim Port of New Orleans
Tel. 1-866-476-7866
Die Restaurants in New Orleans beginnen wieder zu öffnen (Stand 14.10.05). Einzelheiten unter
http://www.usatoday.com/travel/destinations/2005-10-13-new-orlean s-restaurants_x.htm
So wird auch das legendäre Cafe du Monde seinen Betrieb wieder aufnehmen, siehe
http://www.usatoday.com/travel/destinations/2005-10-13-cafe-du-mo nde_x.htm
Auch der gesamte Golf-Küstenstreifen zwischen Galveston in Texas und Mobile in Alabama ist von den Hurricanes noch beeinträchtigt. Hier wird ein Besuch vor Sommer 2006 nicht empfohlen.
Touristisch zugänglich sind allerdings in Louisiana das Cajun Country um Lafayette und das Plantation Country um Baton Rouge sowie die Region zwischen Natchez und Vicksburg in Mississippi.
Eine digitale Dokumentation des Dramas Hurricane Katrina gibt der „Stern“ auf seinen Internetseiten:
http://www.stern.de/computer-technik/internet/544981.html?nv=nl_h p_rt
Über die aktuelle Situation in den vom Hurricane Katrina betroffenen Bundesstaaten informieren insbesondere die folgenden Telefonnummern und Internetseiten:
Alabama
¥ Alabama Emergency Management Agency ( Tel. 1-205-280-2200)
¥ CNN Hinweise zu Alabama resources
Louisiana
¥ Louisiana Office of Homeland Security and Emergency Preparedness (Tel. 1-225-925-7400)
¥ CNN Hinweise zu Louisiana resources
Mississippi
¥ Mississippi Emergency Management Agency (Tel. 1 – 601-352-9100); 24-Stunden-Hilfstelefon, (1-800-222-MEMA or 1-800-222-6362)
¥ Mississippi Homeland Security
¥ CNN Hinweise zu Mississippi resources
Florida
¥ Florida Division of Emergency Management (Tel. 1-800-342-3557)
¥ CNN Hinweise zu Florida resources
Stand: 29.10.05
Der mittlere Westen ist in weiten Teilen ein ländlich geprägtes, typisches Stück Amerika. Er wird daher auch als Herzland der USA bezeichnet und umfasst ein Fünftel der gesamten Festlandfläche.
Touristische Highlights:
Das Land ist vorwiegend flach und daher wenig spektakulär. Lediglich im westlichen Teil des Gebiets findet man die Erosionsformen der Canyons, Buttes (Nebraska) und Badlands (South Dakota).
Touristisch stärker frequentiert ist Chicago mit dem Gebiet um die Großen Seen.
Klima:
Die Sommer sind sehr heiß, die Winter sehr kalt. Arktische Kaltluft aus dem Norden und
Warmluft des Golfs von Mexiko prallen aufeinander und erzeugen teilweise schwere Gewitter, Wirbel- und Schneestürme. Die Regenhäufigkeit nimmt von Osten nach Westen ab. Chicago
führt zu recht den Beinamen: Windy City. Besonders schön ist die Region um die Great Lakes im September und Oktober. Dann bringt der Indian Summer die letzten warmen
Herbsttage mit strahlender Sonne, aber auch schon kalten Nächten und prächtig gefärbten Wäldern.
Der High West umfasst etwa ein Drittel der Landesfläche. Es ist das Cowboy- und Indianerland der Western. Es ist für uns der schönste und interessanteste Teil der USA. Es gibt kaum ein anderes Gebiet der Erde, das bei relativ geringen Entfernungen eine derartige Fülle an Landschaftsformen aufweist. Das Rückgrat bilden die von Nordwesten nach Südosten verlaufenden Rocky Mountains.
Touristische Highlights:
zahlreiche Nationalparks (Yellowstone, Grand Canyon, Rocky Mountain, Utah-Parks), Indianerreservate (Monument Valley bei den Navajo), Ghost-Towns aus der Frühzeit des Westens, Las Vegas
Klima:
Trockenheit kennzeichnet den Westen (vom Pazifik kommende Niederschläge fallen westlich des Küstengebirges, vom Osten kommender Regen fällt bereits östlich des 101.
Längengrades), beste Reisezeit sind daher Frühjahr und Herbst
Die pazifische Westküste umfasst die Staaten Washington, Oregon und Kalifornien. Kalifornien wird dabei meist dem Südwesten zugerechnet. Zwischen San Francisco und Los Angeles verläuft die aktive Erdbebenzone des San-Andreas-Grabens.
Touristische Highlights:
Hauptreiseland ist Kalifornien mit San Francisco und dem südkalifornischen Küstenland, das auch als Wohngebiet wegen seines hohen Freizeitwerts beliebt ist.
Yosemite Nationalpark, Highway No. 1
Klima:
Die gesamte Westküste hat ein relativ mildes Klima, weil die Kälte im Norden und die Hitze im Süden durch Westwinde vom Pazifik gemildert werden. Entlang der Küsten regnet es viel
und in zahlreichen Teilen Kaliforniens kommt es zur Nebelbildung (San Francisco). Der Süden Kaliforniens hat ein dem Mittelmeer ähnliches Klima, ist also heiß im Sommer und mild im Winter. Entgegen den Werbebotschaften
(it never rains in southern california) kann es aber auch hier regnen.
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