Alkohol

Man darf schon mit 16 Jahren autofahren, aber erst mit 18, 19 oder 21 Alkohol trinken. Am Strand und auch sonst in der Öffentlichkeit ist der Konsum von Alkohol verboten
. Bußgeld droht. Zur Vermeidung von Mißverständnissen empfiehlt es sich daher, gekaufte Dosen und Flaschen in den Papiertüten (brown bagging) zu lassen, in denen man die erstandene Ware eingepackt erhält. Diese “neutrale Verpackung” kann vorgeschrieben sein.

Im Auto gehört Alkohol immer in den Kofferraum , da sonst der Verdacht besteht, während der Fahrt getrunken zu haben (“DUI – driving under the influence”). Autofahren mit Alkohol im Blut wird streng bestraft.

Die Alkoholregelungen werden sehr ernst genommen, dies bekommt man bereits beim Einkauf zu spüren. Die Regelungen für den Alkoholverkauf sind von Staat zu Staat und innerhalb der einzelnen Staaten zum Teil auch von County zu County unterschiedlich geregelt. Es gibt sogar sog. Dry Counties, in denen es weder Bier noch sonstigen Alkohol zu kaufen gibt (insbesondere in Kentucky, die Jack Daniels Fabrik liegt in einem solchen).

Generell gilt: sog. harte Alkoholika, also fast alles was nicht Bier oder Wein ist, gibt es nur in den staatlich lizensierten Liquor Stores zu kaufen. Wo man diese findet, kann den Yellow Pages entnommen werden; Öffnungszeiten erfragt man am besten telefonisch bei den Stores.

Bier und Wein gibt es meist in den Supermärkten, jedoch ist dies nicht garantiert. Keine Probleme hatten wir in Florida, Kalifornien, Arizona und Nevada. In Colorado hingegen waren Bier und Wein nur im Liquor Store zu haben. Soweit möglich werden wird entsprechende Hinweise unter der Rubrik Reiseziele aufnehmen.

Günstige Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Mormonen-Staat Utah, weil hier die Steuern auf die “Teufels”getränke und die Gewinnmargen moderat gehalten werden.

Die Altersbegrenzung wird überall streng beachtet. Wer jung aussieht, sollte die Frage an der Kasse nach dem I.D. (sprich: eidiii= Ausweis) also als Kompliment auffassen.

Auch die Verkaufszeiten können regional unterschiedlich sein. Es kann schon vorkommen, daß der Supermarkt geöffnet hat, aber dennoch kein Bier verkauft, weil Sonntag(vormittag) ist (und es gilt bis nach 12 Uhr zu warten).

In Indianerreservaten herrscht wegen der naturgegebenen Probleme der Rothäute mit dem Stoff generelles Alkoholverbot. Hier wird nicht nur kein Alkohol verkauft, auch der bloße Besitz von Alkoholika ist nicht gestattet (wer einmal den “non-alcoholic wine ” probiert hat, der als “Ersatz” verkauft wird, wird diesen allerdings nie wieder anrühren!).

Die Regelungen für den Verkauf von Alkohol werden auch für Gaststätten und Restaurants streng gehandhabt. Alkohol darf nur in lizensierten Betrieben ausgeschenkt werden. Fast alle Fast-Food-Restaurants, Cafes, Raststätten an Highways sowie die Niedrigpreisrestaurants von Chinesen usw. haben keine Alkohollizenz und damit meist keinen Bier- oder Weinausschank (die Lizenz ist nicht zuletzt eine Frage des Preises).

Wo Verbote sind, versucht menschliche Kreativität dem zu begegnen. Dies ist besonders in den Südstaaten, dem sog. “bible belt”, vielfach festzustellen. Dort kann es vorkommen, daß der Barkeeper einen Whiskey nur serviert, wenn man auch etwas zu essen bestellt; in der Praxis dadurch gelöst, daß entsprechende “Kleinigkeiten” zu geringem Preis auf der Theke sichtbar zum Mitbestellen aufgereiht sind. Passieren kann auch, daß man den Whiskey nicht im Glas, sondern als verschlossene “Miniflasche” mit leerem Glas serviert bekommt; dann darf Alkohol nur “by the bottle ” verkauft werden, einschenken muß man sich aus der erworbenen Flasche dann selbst. Wie gesagt: solche Besonderheiten sind nicht Bosheit des Personals, sondern trickreiche Umgehung gesetzlicher Vorgaben; man sollte dies entsprechend freundlich würdigen.

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