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Soziales Netz |
Im Amerikanischen gibt es einen Begriff für soziale Aufsteiger (social climber), aber nicht für soziale Sicherheit. Für den Abstieg gibt es einen Euphemismus: Abwärtsmobilität (downwardly mobile). Bereits die Sprache kennzeichnet die Einstellung des Einzelnen zur sozialen Absicherung: Wer wegen Arbeitslosigkeit usw. zurückstecken muss, sieht dies als persönliche Härte, nicht als gesellschaftliches Problem.
Dementsprechend ist das soziale Netz im Vergleich zur hiesigen Sicherung sehr dünn: Social Security Entspricht der deutschen Rentenversicherung. Beiträge werden wie bei einer Steuer an den
Social Security Trust Fund eingezahlt. Social Security sollte ein Drittel, private Ersparnisse und betriebliche Rentenfonds den Rest der Altersversorgung ausmachen. Siehe auch unter dem Stichwort
Unemployment Compensation
Arbeitslosenunterstützung, die aus Arbeitgeberbeiträgen finanziert und maximal ein Jahr lang gezahlt wird, aber oft – bei Rezessionen usw. – auch verlängert wird. Welfare
Die Sozialunterstützung, insbesondere für alleinstehende Mütter, wurde 1996 unter der Clinton-Regierung als Bundesprogramm beendet. Die Programmhoheit liegt nun bei den
Bundesstaaten. Es gelten unterschiedliche Voraussetzungen, Höchstdauern und Unterstützungsbeträge. Es wurde eine Pflicht zu arbeiten eingeführt und niemand soll länger als 5 Jahre Unterstützung erhalten. Medicaid
Staatliche Krankenversicherung für Wohlfahrtsempfänger. Wenn ein Erwachsener Arbeit findet, bleibt er ein weiteres Jahr versichert. Kinder bleiben versichert, solange der Verdienst der Eltern unter der Armutsgrenze bleibt.
Siehe auch unter dem Stichwort Stand September 2003
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