US-Tourist

US – Touristen

Der us-amerikanische Tourist möchte in so wenig Zeit wie möglich unendlich viel erleben, ohne sich jemals zu fühlen, als ob er von zu Hause weg wäre. Kreuzfahrten sind bei Amerikanern daher so beliebt, denn hier kann man bei wenig Urlaub viel erleben mit nur einem geringen Gefühl der Fremdheit. So etwa charakterisiert Gayle Tufts, die Entertainerin, die Denglish erfand, amerikanische Touristen (Handelsblatt-Artikel vom 13.02.04).

Dieser Beschreibung kann man grundsätzlich zustimmen. Aber ist dies typisch us-amerikanisch ? Oder kann man Gleiches nicht auch von Deutschen, Österreichern, Schweizern usw. sagen ?

 

Jede Charakterisierung ist schwer. Daher hier nur einige „Besonderheiten“, die uns positiv wie negativ im us-amerikanischen / mitteleuropäischen Vergleich des Urlaubsverhaltes auffielen:

  • Amerikaner erledigen möglichst wenig zu Fuß (Ausnahme: Wanderer). Zum Hotel, zum Restaurant usw. fährt man möglichst bis zur Eingangstür mit dem Pkw. Freiluft-Besichtigungen in einer Kutsche sitzend sind sehr beliebt.
  • Spaziergänge sind unbekannt. Auch deshalb findet man außerhalb von Innenstadtbereichen kaum Bürgersteige. Wer zu Fuß geht, kann sich wohl kein Auto leisten.
  • Freizeitkleidung dominiert den Urlaub, egal ob auf dem Campingplatz oder im First Class Hotel. Erlaubt ist alles, solange die „kritischen“ Körperstellen bedeckt sind.
  • Um 18 Uhr trifft man selten Amerikaner zum Dinner im Restaurant, statt dessen füllt es sich ab 20 Uhr (Ausnahme: Early-Bird-Angebote).
  • Im Restaurant wird nach Abschluss der Essensaufnahme nicht gefeiert oder geschwatzt. Man wechselt in die Bar, wenn man noch etwas trinken möchte.
  • Faulenzen am Strand ist weniger angesagt; Sport, Spiel und Grillen sind typische Beschäftigungen.
  • Geschwommen wird nicht im Meer, sondern im Pool der (Hotel-) Anlage.
  • Alkohol in der Öffentlichkeit ist tabu und wird allenfalls an der Poolbar im Freien der (Hotel-) Anlage genossen.
  • Shopping ist die beliebteste Freizeitbeschäftigung, besonders in Malls und Outlet Centern mit ergänzenden Freizeitangeboten werden ganze Tage verbracht.
  • Parkplätze müssen breit und geräumig und leicht anzufahren sein. Außer in den Cities sind sie auch meist kostenlos.

Stand: März 2004

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