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Bar, also cash, wird in den USA nur bei Kleinbeträgen bezahlt (bis ca. 20 $). Ansonsten ist eine Kreditkarte das Mittel der Wahl. Ohne Kreditkarte gilt man im wahrsten Sinne des Wortes als nicht kreditwürdig. Sie wird z.B. sowohl beim Anmieten eines Autos verlangt (Kautionsgestellung, die sonst bar erfolgen muß), als auch beim Einchecken im Hotel als Sicherheit für abzurechnende Nebenleistungen wie Telefon usw. Auch bei Erkrankungen ist die Kreditkarte nützlich, weil sie zum Bezahlen von Arzt- und Krankenhausrechnungen ohne weiteres akzeptiert wird. Um die eigene Vertrauenswürdigkeit stets zu unterstreichen, ist ein Wedeln mit der Kreditkarte fast nie von Nachteil.
Am gängigsten sind EuroCard/MasterCard und Visa. American Express und Diners
In Deutschland ausgegebene Kreditkarten haben den kundenfreundlichen Charme, dass die Haftung bei Verlust auf einen Betrag von max. 50 Euro begrenzt ist, und zwar selbst dann, wenn der Verlust der Kreditkartenorganisation bzw. dem ausgebenden Kreditinstitut verspätet angezeigt wurde. Die Mitnahme von Kreditkarten ist daher grundsätzlich ratsam.
Allerdings sollte man sich über die im Inland berechneten Nebenkosten rechtzeitig informieren. Die Beschaffung von Bargeld mittels Kreditkarte ist in der Regel mit teuren Gebühren, die das heimische Bankkonto belasten, verbunden und weniger empfehlenswert. Dies sollte auf den Notfall beschränkt sein. Hier sind meist zwei bis vier Prozent, mindestens aber 5 Euro als Gebühren fällig.Die Bezahlung von Rechnungen mittels Kreditkarte ist eher zu empfehlen. Zum einen ist dies in den USA wie gesagt grundsätzlich problemlos, zum anderen erfolgt die Umrechnung des Dollarbetrages zur Euro-Belastung auf dem heimischen Konto zum günstigen Briefkurs; es fallen jedoch Umrechnungsgebühren an (meist zwischen 1 und 2 % des Betrages). ). Hinweis : Seit dem Ende des Frankfurter Devisenfixings wird die Währungsumrechnung von den ausgebenden Instituten recht unterschiedlich gehandhabt, die Anwendung des günstigen Briefkurses ist nicht mehr garantiert. Einige Institute nehmen einen Referenzkurs von Großbanken als Basis, andere Mittelwerte öffentlicher Banken oder Kurse aus New York oder London. Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor Abreise verschafft hier Klarheit (oder auch nicht !). Hinsichtlich des angewandten Umrechnungskurses muss eine Kursbildung gewählt werden, die für den Kunden nachkontrollierbar ist. So hat das Landgericht Frankfurt/M. im Juni 2001 entschieden, dass „eine Umrechnung nach einem marktüblichen Kurs, der von der Bank bestimmt ist“ nicht ausreicht. Am Markt gebildet und veröffentlicht ist z.B. das Referenzkurssystem EuroFX, gebildet aus den Durchschnittswerten von 17 Banken (u.a. für US-$), nachzulesen auch für vergangene Daten unter
Der früher gegebene Zeitvorteil aus der Differenz zwischen dem Zeitpunkt der Rechnungsbezahlung mittels Kreditkarte und dem der Belastung des heimischen Kontos verliert zunehmend an Bedeutung. Da die Händlernetze usw. mehr und mehr elektronisch vernetzt sind, erfolgt die Abrechnung mit der Kreditkartenorganisation und der Bankenorganisation sehr schnell.
Nicht unkritisch ist, dass Hotels und insbesondere Mietwagenfirmen blanko unterschriebene Kreditkartenbelege verlangen. Dies ist in den USA wohl geschäftsüblich, bei uns warnen jedoch alle Verbraucherschützer davor, Derartiges zu unterschreiben. Die Stiftung Warentest berichtete in ihrer Novemberausgabe 1999 von einem Urteil des Oberlandesgerichts München (Az. 5 U 6738/98), das einen Urlauber zur Zahlung verdonnerte, weil er einem Motorradvermieter einen Blanko-Kartenbeleg unterschrieb: Die Unterschrift sei eine Zahlungsanweisung an die Bank und nicht mehr zu widerrufen. Im Zweifel aber wird man sich als Urlauber wohl trotz aller Bedenken für die Blanko-Unterschrift entscheiden und auf die Seriosität der Unternehmen vertrauen. Angemerkt sei, dass wir mit unserer ersten "Reklamation" gleich Probleme hatten. Nachts kamen Bedenken, ob die für die Telefonrechnung geleistete Blankounterschrift des Vorabends im Hotel wohl richtig gewesen sei. Der Nachtportier verstand die Bedenken nicht ganz, suchte den Unterschriftsbeleg, fand ihn aber nicht. Er bot als "Ersatz" das sonst übliche Deposit von "20 US-$" an ! Da wir dies nicht akzeptierten, tauchte nach weiterem Suchen der Kreditkartenbeleg dann glücklicherweise auf.Hinweis:
Kreditkarten sind wie der Name sagt Berechtigungen für „Kredite“. Die Höhe des Kreditrahmens je Karte ist begrenzt und wird bei Vertragsabschluss dem Kunden
mitgeteilt. Alle Käufe usw. per Kreditkarte werden auf den Kreditrahmen angerechnet bis sie durch Zahlung ausgeglichen werden. Wird der Kreditrahmen durch mehrere
Käufe oder Groß-Käufe überschritten, wird die Kreditkarte für weitere Benutzungen automatisch gesperrt und damit während der weiteren Reise nutzlos. Klären Sie daher vor Reisebeginn die Höhe des verfügbaren bzw. benötigten
Kreditrahmens mit Ihrer Kreditkartengesellschaft. Beachten Sie dabei, dass ggf. auch Garantiebeträge den Kreditrahmen belasten können. So buchen amerikanische Autovermieter die vereinbarten Garantieleistungen häufig bereits bei
Vertragsabschluss in voller Höhe ab (und stornieren dies nach Fahrzeugrückgabe). Händler usw. sind gehalten, ab bestimmter Kaufpreishöhen vor dem Akzeptieren einer
Kreditkarte deren Bonität nachzufragen. Ist der Kreditrahmen überschritten, wird der Händler usw. die Kreditkarte nicht mehr annehmen.
Übrigens: Ein Überschreiten des Kreditkartenrahmens kann auch dazu führen, dass
Sie bei Kreditauskünften nicht mehr als kreditwürdig eingestuft werden.
Auf der Internetseite von finanzscout24.de werden unter dem Stichwort „Kreditkartenvergleich“ die Konditionen verschiedener Kreditkartenanbieter miteinander verglichen und unter Berücksichtigung individueller Nutzung Preise berechnet. Ein sinnvolles Hilfsmittel für den, der eine oder mehrere neue Kreditkarten erwerben will.
Ein weiteres Kreditkarten-Vergleichsportal ist
http://www.finanzen.de/kreditkarten.html
Kostenlose KreditkartenWer eine Kreditkarte nur für die Reise sucht, kann auf das – allerdings begrenzte – Angebot an Kreditkarten ohne Jahresgebühr ausweichen. Eine solche bieten z.B. als gleichzeitige Kundenkarte
Karstadt-Quelle (Mastercard) http://www.karstadt.de
Interessant sind auch die Kreditkarten von einzelnen Direktbanken, weil sie teilweise das kostenlose Abheben von Geld an Bankautomaten ermöglichen. Bei der kostenlosen Visa-Karte der DKB-Bank oder der Comdirect Bank sowie mit der kostenlosen Mastercard der SKG-Bank fallen weltweit keine Gebühren an, auch kein Auslandseinsatzentgelt. Demgegenüber wird bei anderen Direktbanken bei Abhebungen außerhalb des Euro-Raumes zwar keine Gebühr erhoben, aber ein sog. Auslandseinsatzentgelt. Dieses liegt zwar unter den bankenüblichen zwei bis drei Prozent, beträgt bei der Citibank und der SEB aber immer noch 1,65 Prozent des abgehobenen Betrages; Volkswagen Direkt berechnet 1,5 Prozent, die ING Diba 1,25 Prozent und der ADAC 1 Prozent.
Übrigens: Bei der DKB und der SKG ist das kostenlose Konto an keine Bedingungen geknüpft. Bei der Comdirect müssen dagegen monatlich mindestens 1.250 Euro eingehen (= de facto Gehaltskonto). Da keines der Kreditinstitute auf eine Bonitätsprüfung des Kunden verzichtet, sollte ein Konto schon eine größere Zeit vor Urlaubsbeginn eröffnet werden.
Eine Übersicht der Bedingungen für einzelne Kreditkarten bietet Henning Petrat auf seiner informativen Internetseite
http://www.kostenlose-kreditkarten.info/
Stand: November 2009
Kurze Hinweise, um Probleme mit nicht berechtigten Belastungen zu vermeiden:
nach jeder Bezahlung die Belege aufbewahren (nur über den Beleg kann die zutreffende Belastung vom Kunden nachgewiesen werden !),
Durchschläge und Kohlepapier der Belege nicht am Ort in den Müll werfen, sondern mitnehmen (Betrüger könnten leicht an die Kartendaten kommen),
beim Ausfüllen des Kartenbelegs links und rechts neben dem Betrag keine Leerstellen offen lassen,
die Summe auf dem Beleg muss in der „Total“-Zeile stehen und die Währung richtig eingetragen sein,
Blankounterschriften grundsätzlich vermeiden, ggf. (bei Abreise aus dem Hotel, Rückgabe des Mietwagens usw.) eine verbindliche Abrechnung und die Vernichtung des Blankobelegs verlangen,
Kontoauszüge genau prüfen und spätestens 4 bis 6 Wochen nach Eingang der Abrechnung schriftlich reklamieren.
Wird die Kreditkarte gestohlen, ist zweierlei sofort zu veranlassen:
telefonische Sperrung der Karte über die Notfall-/Service-Nummern des Kreditkartenanbieters (siehe weiter unten), ggf. auch zusätzlich über die Hausbank;
Erstattung einer Diebstahl-Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei (häufig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gefordert).
Ein ergänzender Hinweis für Einkäufe im Internet per Kreditkarte:
Für jede Abbuchung liegt die Beweislast beim Kreditkartenunternehmen. Haben Sie einen Beleg unterzeichnet, ist der Beweis grundsätzlich erbracht. Haben Sie jedoch keinen Beleg unterzeichnet – wie dies bei Einkäufen im Internet stets der Fall ist, muss der Betrag auf Wunsch des Kunden zurückgebucht werden. Grundlage hierfür sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Allerdings kann eine solche Reklamation sehr Zeit raubend sein. Haben Sie Schnupperangebote, z.B. von Erotikanbietern, genutzt und ihre Kreditkartennummer eingegeben – und sei es nur zur angeblichen Alterskontrolle – ist es meist sehr schwierig nachzuweisen, dass kein Vertrag zu Stande gekommen ist. Wichtig ist hier, dass Sie innerhalb bestimmter Fristen das Schnupperabo wieder kündigen.
Generell sollten Sie Kartendaten nie unverschlüsselt ins Internet geben. Verschlüsselte Verbindungen erkennen Sie an dem Kürzel „https“ in der Internet-Adresse.
Falls es Probleme mit Ihrer Kreditkarte geben sollte, bieten die großen Kreditkartenunternehmen einen kostenlosen 24-Stunden-Service per Telefon an (z.T. gelten die Nummern nur in den USA):
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Für verlorene oder gestohlene Kreditkarten gelten folgende Nummern in den USA:
American Express |
1-800-992-3404 |
Master Card |
1-800-826-2181 |
Visa |
1-800-336-8472 |
In Deutschland gelten die nachstehenden Notfall-/Service-Nummern:
Eurocard/Mastercard |
0049 (0)800 – 81 91 04 0 |
Visa Card - International (R-Gespräch kostenlos) |
0049 (0)800 – 81 49 10 0 |
Visa (Citibank) |
0049 (0)5921 – 86 17 17 |
American Express
Blue Card |
0049 (0)69 – 97 97 77 77 |
Diners Club |
0049 (0)180 – 23 45 45 4 |
GZS – Notfallservice |
0049 (0)69 – 79 33 19 10 |
Pluscard |
0049 (0)681 – 93 76 45 99 |
EC-/Maestro- oder Bankkunden – Karte |
01805 – 02 10 21 (Zentraler Kreditausschuss der Banken und Sparkassen – ZKA) |
ADAC-Kreditkarte |
0049 (0)30 – 55 55 22 |
Hinweis:
Seit dem 1. Juli 2005 gibt es eine einheitliche Sperr-Nummer in der Bundesrepublik Deutschland:
+49 116 116
Innerhalb Deutschland ist das Gespräch kostenlos, aus dem Ausland muss man die Gesprächskosten zahlen.
Bisher beteiligen sich allerdings erst die Sparkassen, Volksbanken, American Express und
Euro Kartensysteme (mit Mastercard) an diesem Dienst. Ob und wann sich Privatbanken und Mobilfunkanbieter anschließen, ist ungewiss.
Die vollständige Liste der angeschlossenen Organisationen gibt es im Internet unter
Stand: 26. August 2006
Näheres erfährt man auch auf den Internetseiten der Kreditkartenorganisationen:
Hintergrund-Info zu Kreditkarten-Abrechnungssystemen
Eine Kreditkarte lässt sich wie ein Teilzahlungskredit oder Tagesgeldkonto benutzen. Man sollte nachrechnen, welches Abrechnungsverfahren die meisten Vorteile bringt:
Debit-Karten:
Bei Debit-Karten werden alle Zahlungen dem Kundenkonto sofort zinswirksam belastet. Wer ein Guthaben auf dem Kartenkonto unterhält, verliert Guthabenzinsen. Wer bei Plus-Minus-Null startete, muss meist 11 bis 15 % Sollzinsen zahlen. Für die Abrechnung auf Guthabenbasis sprechen Zinssätze, die ja nach Guthabenhöhe mit 1 bis ca. 3,5 % nicht wesentlich unter dem Ertrag eines Sparbuchs liegen. Andererseits gibt es attraktive Zinssätze jenseits der drei Prozent häufig erst bei sechsstelligen Guthabenbeträgen. Wer sein Geld nicht innerhalb der nächsten Tage braucht, sollte solche Beträge Gewinn bringender anlegen. Vorteil für Reisende: Barabhebungen per Kreditkarte werden vom Guthaben billiger, der maximal pro Tag verfügbare Betrag steigt. Eine Debit-Karte haben die meisten Deutschen übrigens schon in der Tasche: die EC-Karte.
Werden Sie in den USA gefragt, ob Ihre Kreditkarte eine Debit-Karte sei, so verneinen Sie dies besser. Debit-Karten werden dort nicht als "vollwertig" angesehen und z.B. von Autovermietern nicht akzeptiert.
Charge-Karten:
Dabei handelt es sich um Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung. Die Umsätze werden bis zu einem vereinbarten Stichtag gesammelt und dann per Lastschrift vom Kontokorrentkonto des Kunden eingezogen. Der Kunde verbucht bei der Belastung eines kurz nach dem letzten Abrechnungsstichtags getätigten Umsatzes einen Zinsvorteil von fast einem Monat. Das kann sich lohnen, wenn das Kontokorrentkonto am Tag eines größeren Einkaufs noch keine Deckung aufweist. Auf dem Kreditkartenkonto werden innerhalb des Abrechnungsmonats keine Sollzinsen fällig.
Credit-Karten:Bei entsprechender Bonität erhält der Kunde eine Monatsrechnung und kann entscheiden, ob er die belasteten Beträge sofort oder in Raten zahlt. Für die nicht sofort getilgten Schulden werden dann allerdings Sollzinsen fällig. Üblich sind effektive Jahreszinssätze von 12 bis knapp 15 Prozent.
Bei vielen Kreditkartenanbietern in Europa haben die Kunden die Wahl, welche Art der Kreditkartennutzung sie wählen.
Stand: November 2009
Übrigens: Die Herausgeber von Kreditkarten sind in den USA gesetzlich verpflichtet, offene Rückzahlungen nach 180 Tagen abzuschreiben. In 2001 lag die Ausfallrate bei 5,5 %.
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