Gesundheit 3
Wichtigste Vorsichtsmaßnahme bei Aufenthalten in der Wüste (auch in Nationalparks) ist immer ein ausreichender Wasservorat. Vier Liter pro Person und Tag
Autofahrer müssen auf die Motortemperatur verstärkt achten. Im Zweifel lieber die Klimaanlage abschalten, als mit Motorschaden am Straßenrand liegen bleiben. Entlang der Straßen in Nationalparks findet man Wassertanks, um bei Bedarf Kühlwasser nachfüllen zu können.
Insbesondere in den Wintermonaten verschwindet die Sonne manchmal sehr früh (im Death Valley National Park z.B. bereits um vier Uhr nachmittags). Dies gilt es bei der Planung zu berücksichtigen, um nicht plötzlich im Dunkeln zu stehen.
Besonders gefährlich sind Überflutungen (flash floods), mit denen das ganze Jahr über gerechnet werden muß. In der Wüste ertrinken mehr Menschen als verdursten (!), denn nach einem plötzlich auftretenden heftigen Regenschauer kann das Wasser nicht versickern und sucht als reißender Fluß seinen Weg. Überflutete Straßen sollte man nicht überqueren.
Die sanften Anzeichen von Höhenkrankheit (akute Bergkrankheit) verspüren eine Vielzahl der Besucher von höheren Bergregionen ab etwa 2.500 Metern, z.B. den Rocky Mountains. Man vermutet, dass 1/3 bis ¼ aller Bergwanderer oberhalb von 3.000 Metern hiervon betroffen werden. Die ersten Anzeichen nach Erreichen größerer Höhen können als "grippe-ähnlich" bezeichnet werden: Kopfschmerz, Übelkeit und Schlafprobleme.
Mediziner unterscheiden drei Stufen der Höhenkrankheit:
1. Harmlose Höhenkrankhei
Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Schwellungen wegen Wassereinlagerungen, z.B. im Gesicht. Nach einer sechs- bis zwölfstündigen Latenzzeit, häufig am Morgen nach der ersten Nacht, sind die Beschwerden am stärksten. Sie verschwinden nach ein bis zwei Tagen meist von allein.
Zur Abhilfe sollte man nicht weiter aufsteigen, sondern einen Ruhetag einlegen. Hilft dies nicht, muss auf 300 bis 400 Meter tiefer abgestiegen werden.
2. Höhen-Hirnödem
Schwere konstante Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichts- und Gangstörungen, Bewusstseinstrübung, irres Verhalten.
Ein sofortiger Abstieg so tief wie möglich ist erforderlich da Lebensgefahr besteht. Erste Hilfe: Sauerstoff aus der Flasche, liegen in einem Überdrucksack.
3. Höhen-Lungenödem
Schweres Krankheitsgefühl, starker Leistungsabfall, Husten zunächst unter Belastung, später auch im Ruhezustand, rasselnde Atmung, Druck auf der Brust.
Auch hier ist ein sofortiger Abstieg erforderlich da Lebensgefahr besteht. Sauerstoff und Medikament müssen gegeben werden.
Lungen- und Hirnödem können auch gemeinsam auftreten.Was kann man tun, um das Risiko der Höhenkrankheit zu reduzieren?
Trinken Sie viel …Ihr Körper versucht in einer größeren Höhe mehr Blut zu produzieren, um mehr Sauerstoff transportieren zu können. Wenn Ihr Urin dunkler als ein leichtes Gelb ist, sind Sie bereits dehydriert (Sauerstoffmangel).
Vermeiden Sie Alkohol und Rauchen …beides macht es dem Körper schwieriger, Sauerstoff aufzunehmenn den er ersehnt.
Vermeiden Sie größere Anstrengungen in den ersten Tagen … lassen Sie ihren Körper sich langsam an die dünnere Luft gewöhnen.
Wenn möglich, steigern Sie ihren Höhenaufenthalt in Stufen von 300 bis 500 Höhenmetern pro Tag… dies vermeidet eine schockartige Umstellung für den Körper.
Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgenden Tips sind verschiedenen Veröffentlichungen entlehnt und nach bestem Wissen zusammengestellt. Wir sind allerdings keine Mediziner und können daher keine Verantwortung für die Richtigkeit übernehmen.
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