Und dennoch: Alle 23 Sekungen wird irgendwo auf der Erde ein deutscher Urlauber Opfer eines Diebstahls, Betrugs, Überfalls oder Verkehrsunfalls. Durchschnittlich nur vier Sekunden dauert ein Taschendiebstahl.
Die wichtigsten Telefonnummern für Deutschland im Schadensfall:
Auswärtiges Amt |
01888-170 |
EC-Karte |
01805-02 10 21 |
Visa |
0130-81 49 10 / 069-75 76 10 00 |
Eurocard/Mastercard |
069-79 33 19 10 |
Diners Club |
05921-861234 / 069-26 03 50 |
American Express |
069-97 9777 77 /069-26 03 58 |
Seit dem 1. Juli 2005 gibt es eine einheitliche Sperr-Nummer in der Bundesrepublik Deutschland:
+49 116 116
Bisher beteiligen sich allerdings erst die Sparkassen, Volksbanken, American Express und Euro Kartensysteme (mit Mastercard) an diesem Dienst. Ob und wann sich Privatbanken und Mobilfunkanbieter anschließen, ist ungewiss.
Die vollständige Liste der angeschlossenen Organisationen gibt es im Internet unter
Stand: 26. August 2006
Reiseschecks
Thomas Cook |
0130-85 99 30 |
American Express |
0130-85 31 00 |
Sofortige Bargeldüberweisung
Western Union |
0180-52 28 22 |
MoneyGram |
00800-82 82 82 09 |
Opfer-Notruf |
01803-34 34 34 |
Siehe auch unter Bargeld von zu Hause überweisen
Bei Fahrten durch Städte die Türen abschließen, so beugt man am besten Diebstählen vor. Übrigens geschieht die zentrale Verriegelung bei vielen Pkw-Typen automatisch sobald man den Wagen startet.
Wird der eigene (Miet-) Wagen gerammt, gilt die Empfehlung: auf keinen Fall anhalten, sondern zu einem nächsten „öffentlichen" Platz weiterfahren (z.B. einer Tankstelle) und erst dort das Fahrzeug verlassen und die Polizei rufen. Dies gilt natürlich auch, wenn jemand hinter Ihnen die Lichthupe betätigt oder die Warnblinkanlage betätigt; Ihren eigenen Wagen sollten Sie nur im sicheren Bereich überprüfen.
Bedenken Sie aber nüchtern, dass Sie bei Unfällen gesetzlich zur Hilfeleistung verpflichtet sind. Bewahren Sie daher möglichst kühlen Kopf und versuchen Sie, die jeweilige Situation nüchtern einzuschätzen. Auf Fahrerflucht stehen hohe Strafen. Bei Personenschäden rufen Sie die Polizei unter der nachfolgenden Notrufnummer. Alle Unfälle mit Personenschäden oder mit Sachschäden über 500 $ müssen der Polizei innerhalb von 10 Tagen schriftlich gemeldet werden.
Haben Sie ein geparktes Auto beschädigt, müssen Sie nicht warten, sondern können am geparkten Fahrzeug ihre Kontaktadresse hinterlassen und die Polizei nachträglich informieren.
Es empfiehlt sich generell, als Tourist bei Unfällen aller Art, die Polizei einzuschalten. Hilfreich ist auch ein Ansprechpartner vor Ort des Autovermieters oder der abgeschlossenen Versicherung, insbesondere einer Kfz-Rechtsschutzversicherung.
Wenn Sie Probleme haben sollten, lautet die Notrufnummer der Polizei (gilt auch für Feuerwehr und Krankenwagen) in den gesamten USA 911.
Kommt der Verkehr zum Stillstand, gilt es einen ausreichenden Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen zu halten, um notfalls daran vorbeifahren zu können.
Mietwagenfirmen sind übrigens verpflichtet, ihre Kunden auf Gefahrenbereiche besonders hinzuweisen und Kartenmaterial auszuhändigen, das eine sichere Anfahrt (zum Hotel usw.) ermöglicht. Die Zeiten, in der Mietwagen deutlich als solche erkennbar waren, sind übrigens vorbei. Gleichwohl ist Vorsicht bei der Übernahme des Mietwagens bereits bei Ankunft am Abend angesagt (vgl. die Empfehlungen für Erstbesucher) , denn was nützen die schönsten Empfehlungen, wenn man sie nicht beherzigen kann, weil man sich in der Dunkelheit schlicht verfahren hat.
Hat man sich verfahren: auf keinen Fall am Straßenrand halten, um die Karte zu lesen, vielmehr dazu einen gut beleuchteten "öffentlichen Platz" aufsuchen. Auch sollte man nicht auf der Straße anhalten, um irgend jemandem nach dem Weg zu fragen.
Gibt es Probleme mit dem Fahrzeug auf größeren Straßen, dann gilt in den USA die Empfehlung: verriegeln Sie die Türen, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und warten Sie bis die Polizei kommt.Natürlich sind auch Anhalter tabu (nicht nur in Gefängnisbereichen, auf die durch Schilder an den Straßen besonders aufmerksam gemacht wird).
Notrufsäulen heißen Callbox und enthalten im Gehäuse einen Telefonhörer. Nimmt man diesen ab, wird man automatisch mit der Notrufzentrale verbunden.
Gepäck und Wertsachen sollten nicht im Auto verbleiben. Ist dies z.B. wegen eines Zwischenstops unvermeidlich, sollten sie zumindest von außen nicht sichtbar sein, also im Kofferraum oder Handschuhfach verschwinden.
Die Polizei ist nicht der Freund und Helfer hiesiger Art. Es geht – wie aus amerikanischen Krimis hinlänglich bekannt – auch in der Praxis recht rauh zu, da auch die Gegenseite keine Skrupel kennt.
Werden Sie einmal von der Polizei gestoppt werden, verhalten Sie sich ruhig und bedächtig. Der verfolgende Polizeiwagen wird sein blau/rotes Licht einschalten und hinter Ihnen fahren. Halten Sie dann am Straßenrand an, bleiben Sie im Auto sitzen und lassen Sie die Hände sichtbar auf dem Lenkrad liegen. Nesteln Sie auf keinen Fall auf der Suche nach Ihren Papieren in Ihrer Jacke, Tasche oder im Handschuhfach. Der Polizist könnte dies als Suche nach einer Waffe interpretieren und handeln.
Weitere allgemeine Verhaltenshinweise
Nicht in den Bereich "Sicherheit", aber im Zusammenhang mit Gesetzesverstößen sind folgende "Regeln" zu sehen, die man beachten sollte, um selbst nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten:
Drogenbesitz, -verbreitung und -konsum sind streng verboten und können zu hohen Freiheitsstrafen führen.
Das Umziehen in der Öffentlichkeit (beispielsweise am Strand) wird als Erregung öffentlichen Ärgernisses gewertet und kann – nicht nur mit einer Geldstrafe – geahndet werden
Nacktbaden ist – auch für Kleinkinder – rechtswidrig, es wird nur an bestimmten Stränden geduldet.
In den USA ist es rechtswidrig, Kinder unter 12 Jahren unbeaufsichtigt zu lassen. Also lassen Sie Ihre Kinder auch nicht für kurze Zeit im Hotelzimmer allein. Zuwiderhandlungen können empfindliche Strafen zur Folge haben.
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