Vorkehrungen für Krisenfälle (Terroranschläge, Krieg usw.)

Nach den in ihrer Brutalität kaum vorstellbaren Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon ist die Angst vor weiteren Gewaltanwendungen in den USA erheblich gestiegen. Mit Beginn des Irak-Krieges hat sich die Gefahr von Terroranschlägen erhöht.

Überlegungen bei Reisen in die USA

Die Gefahr, als Tourist von Terroranschlägen unmittelbar betroffen zu werden, bleibt gering.

Jedoch können sich Folgewirkungen für Viele ergeben, wenn Restriktionen der amerikanischen Regierung zur Terrorabwehr greifen (Flugverbote usw.).

Insbesondere folgende Maßnahmen sollten Sie aus Vorsichtsgründen daher bedenken:

    Reisebudget mit Reserven

    Bemessen Sie Ihr Reisebudget so, dass sie im Notfall auch noch einige Tage mehr in den USA verbleiben können (zusätzliche Hotel- und Verpflegungskosten, Fahrtkosten). Der Kreditrahmen der Kreditkarte sollte daher noch Spielraum haben.
    Fragen Sie ggf. Ihre Hausbank, wie Überweisungen in die USA kurzfristig und kostengünstig von Ihnen auch aus den USA veranlasst werden können.
    Tipp: Telefonbanking mit Auslandsüberweisungen zu Western Union, z.B. bei der Postbank möglich. Western Union ist in fast allen Orten der USA vertreten; die jeweils zuständige Agentur kann über das Internet abgefragt werden:

    http://www.westernunion.com

    Siehe auch unter Geld von zu Hause überweisen

    Reserve für notwendige Medikamente

    Sind Sie auf Medikamente angewiesen, nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat an Tabletten usw. von zu Hause mit. Grundsätzlich sollten Sie mindestens 14 Tage über den geplanten Urlaubsaufenthalt hinaus „versorgt“ sein.

    Treffpunkte und Kontaktpersonen absprechen

    Sind Sie mit mehreren Personen unterwegs, kann es passieren, dass Sie auf Grund aktueller Entwicklungen getrennt werden und sich nicht umgehend wieder finden. Es ist daher wichtig, im Vorhinein bestimmte gemeinsame Treffpunkte zu vereinbaren (etwa beim Besuch eines Vergnügungsparks im Notfall eine gemeinsame Anlaufstelle fest zu legen oder das Hotel, in dem man sich einchecken will). Sinnvoll kann es auch sein, einen gemeinsamen Ansprechpartner – in der Heimat – zu vereinbaren. Dieser kann im Notfall angerufen oder per Telefax informiert werden und so ein Bindeglied zwischen „verloren gegangenen“ Reisenden bilden.

    Hotels/Motels usw. rechtzeitig buchen

    Um im Bedarfsfall Hotels, Motels usw. buchen zu können, sollten Sie ein entsprechendes Verzeichnis (mit Telefonnummern der Einrichtungen) bei sich haben. Von den großen Hotelketten erhalten Sie USA-weite Verzeichnisse bereits in Europa. Ansonsten lassen Sie sich ein entsprechendes Verzeichnis in einem der Kette zugehörigen Hotel/Motel in den USA kostenlos aushändigen; sie erhalten diese Verzeichnisse auch wenn sie nicht Hotelgast sind auf Nachfrage an der Rezeption.

    Hören Sie im Leihwagen regelmäßig die Nachrichten bzw. schauen Sie im Hotelzimmer die Fernsehnachrichten (CNN usw.), um über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden zu sein. Werden Flugverbote angekündigt, die Ihr Reisegebiet betreffen, buchen sie möglichst kurzfristig telefonisch und „garantiert“ (unter Angabe der Kreditkartennummer) Ihr nächstes Hotel/Motel, da ansonsten am nächsten Tag die Zimmer vorwiegend von „Nichtfliegern“ nachgefragt werden.
    Die bekanntesten Hotel-/Motelketten haben wir mit Internetadresse zusammengestellt unter

    http://www.usatipps.de/Tips_1HotelsHotels_im_Internethotels_im _internet.html

    Fluggesellschaften mit „Interline“-Abkommen wählen

    Die finanziellen Schwierigkeiten mehrerer Fluggesellschaften haben sich nach den Terroranschlägen verschärft (neben Swissair können auch weitere Gesellschaften Insolvenz bedroht sein). Beim Kauf eines Flugtickets sollte man sich daher erkundigen, mit welchen anderen Fluggesellschaften ein Interline-Abkommen besteht. Die Carrier haben sich darin gegenseitig zur Beförderung ihrer Kunden ohne Aufpreis verpflichtet !

    Vgl. hierzu auch unter dem Stichwort Weltweite Flugnetze.

    Flüge rückbestätigen

    Notieren Sie die kostenlose Reservierungstelefonnummer Ihrer Fluggesellschaft in den USA. Rückbestätigen Sie unbedingt Ihren Rückflug nach Ankunft in den USA telefonisch. Weitere Einzelheiten finden Sie unter

    http://www.usatipps.de/Tips_1FluegeNach_Ankunftrueckbesnach _ankunft.html

    sowie eine umfassende Liste an Reservierungstelefonnummern unter

    http://www.usatipps.de/Tips_1/Fluege/Fluggesellschaften/hauptteil_ fluggesellschaften.html

    Rückflug überprüfen

    Erfragen Sie etwa zwei Tage vor Rückflug bei der Reservierungstelefonnummer Ihrer Fluggesellschaft, ob der Rückflug stattfindet bzw. welche Änderungen sich ergeben. Ist die Reservierungstelefonnummer für internationale Flüge ständig besetzt („busy“), fragen Sie die automatische Fahrplanauskunft per Telefon oder über das Internet (Internet-Cafes !) ab, um Sicherheit zu erhalten.

    Die Internetseiten amerikanischer Fluggesellschaften sind aufgelistet unter

    http://www.fly.faa.gov/FAQ/Airline_Links/airline_links.html

    Eine umfassendere Übersicht der Internetseiten (verlinkt) von Fluggesellschaften finden Sie unter

    http://www.usatipps.de/Tips_1/Fluege/Fluggesellschaften/hauptteil_ fluggesellschaften.html

    Aktuelle Situation auf dem amerikanischen Flughäfen

    Die amerikanische Luftaufsicht (Federal Aviation Administration) informiert im Internet ständig aktualisiert über die Situation auf den amerikanischen Flughäfen.

    http://www.fly.faa.gov/flyFAA/flyfaa_plain_main.html

    Guthaben-Telefonkarten verwenden

    Um notwendige Telefonate, auch zur Information von Freunden und Verwandten, tätigen zu können, sollten Sie eine Telefonkarte mit sich führen, die bei Bedarf telefonisch oder über das Internet (gegen Kreditkartenbelastung) aufgeladen werden kann. Mit einer solchen Karte können sie von jedem öffentlichen Telefon in den USA aus telefonieren, ohne zusätzliches Geld zu benötigen. Siehe hierzu

Prepaid-/Phone-Cards.

    Überlebenspaket mitführen (?)

    Amerikanischen Reisenden wird vielfach für Reisen innerhalb der USA, wie zu Hause auch, empfohlen ein „Überlebenspaket“ (emergency supply kit) mit ausreichenden Vorräten an Nahrung, Wasser, Reinigungs- und Medizin-Vorräten mit sich zu führen. Dies erscheint uns nicht zwingend. Aber Sie sollten dies entsprechend Ihrem persönlichen Risikobewusstsein abwägen.

Weitere Informationen

Vertiefende Informationen finden Sie im Internet unter folgenden Adressen:

Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für USA-Besuche

http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ ausgabe_html?land_id=188&type_id=4

Homepage der US-Regierung mit Hinweisen zur Reaktion der USA auf die Terrorattacken (speziell unter dem Stichwort „Travel“)

http://www.firstgov.gov/topics/usgresponse.html

Generelle Informationen der amerikanischen Flugaufsicht FAA

http://www.faa.gov/

Aktuelle Informationen zur Lage bei CNN

http://www.cnn.com/

Hinweise zum Verhalten im Land

Die US-Amerikaner zeichnet ein sehr starkes Nationalbewusstsein aus (vgl. auch unter dem Stichwort National-Bewusstsein), die Erfahrung, im eigenen Land Terror ausgesetzt und verwundbar sein zu können, ist neu. Gerade in Krisenzeiten ist die vorbehaltlose Unterstützung der Regierung groß, auch durch die Medien. Kritische, abwägende Bewertungen stoßen auf Skepsis, teilweise auch auf Ablehnung. Je näher sie zu aktuellen Ereignissen liegen, desto größer ist die Gefahr kommunikativer Missverständnisse. Ein entsprechendes Einfühlungsvermögen und das Zurückhalten von als provokant empfindbaren Meinungsäußerungen des touristischen Gastes sind daher anzuraten. Gerade humorvoll oder satirisch gemeinte Äußerungen können das Gegenteil des Beabsichtigten bewirken. Auch wenn Ihre europäische Skepsis manches überzogen, blind gesetzestreu oder gar falsch erscheinen lässt, nehmen Sie es zur Kenntnis, denken Sie sich Ihren Teil und belassen Sie es dabei – Ihrer Rolle als Gast folgend.


 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.