Calling-/Prepaid-/Phone – Cards |
Eine Alternative zu teuren Telefonaten aus Telefonzellen oder Hotelzimmern sind die sog. Calling Cards.
Hierbei handelt es sich im Prinzip um einen vor der Reise mit einem Calling-Card-Anbieter abgeschlossenen Vertrag , der dazu berechtigt, über den Anbieter weltweit zu festgelegten Gebühren zu telefonieren.
Dazu erhält man eine persönliche Geheimnummer (PIN) sowie die Einwahlnummer(n)
Technisch läuft ein Telefongespräch wie folgt ab:
- Man wählt die (kostenfreie ?) Einwahlnummer in den USA (also 1-800-…..). In Hotels ist zum Erreichen einer Amtsleitung meist noch eine 8, manchmal auch eine 9 vorzuwählen!
- Meist hört man einen kurzen Ansagetext (please enter your authorization code) nach dem man seine PIN auf der Telefontastatur eintippt.
- Dann wählt man die gewünschte Telefonnummer in den USA, der Heimat oder sonstwo und wird verbunden.
Je nach Calling-Card-Anbieter kann die Reihenfolge auch unterschiedlich sein, also z.B. nach der Einwahlnummer zunächst die gewünschte Telefonnummer und dann die PIN einzugeben sein.
Will man mehrere Gespräche hintereinander führen, hält man die Sternchentaste zur Beendigung des Gesprächs ca. 2 Sekunden gedrückt und wählt dann die nächste Nummer. So erspart man sich die nochmalige Einwahlprozedur.
Ist das Telefon, das man benutzt, nicht tonwahlfähig, meldet sich ein Operator. Diesem teilt man seine PIN und die gewünschte Telefonnummer mit und wird sodann weiterverbunden.
Vorteile:
- Ohne Bargeld kann von jedem Telefon aus gewählt werden.
- Wer PIN und Einwahlnummer kennt, braucht die Calling-Card selbst nicht mit sich zu führen.
- Die Gebühren sind häufig günstiger als bei üblichen Festnetzanrufen.
- Die Telefongebühren werden nachträglich über die Kreditkarte abgerechnet, man erhält einen Abrechnungsbeleg.
- Viele Calling-Card-Anbieter bieten die Möglichkeit, sich im Zweifel von einem deutschsprachigen Operator betreuen zu lassen.
- Das Calling-Card-Verfahren ist meist nicht auf die USA beschränkt, sondern man kann die Karte auch zum Telefonieren aus anderen Ländern der Erde benutzen (die Einwahlnummern erfährt man beim Anbieter).
Nachteile:
. Mit ihr ist daher
entsprechend sorgsam umzugehen. Die Telefonnummer zum Sperren des Zugangs bei Verlust oder Diebstahl der Karte sollte man im Reisegepäck haben. Vorsicht ist
insbesondere bei öffentlichen Telefonen geboten, bei denen die zuletzt gewählte Telefonnummer wieder aufgerufen werden kann (wurde die PIN zuletzt eingegeben, kann ein
nachfolgender Benutzer des Telefons diese “auslesen". In diesem Fall daher stets zum Abschluss der Telefonate eine “Phantasienummer" eingeben!).
Anbieter von Calling-Cards gibt es zahlreich, ebenso breit gefächert sind die Kosten. Man sollte sich daher vor der Reise jeweils aktuell neu informieren. Zu nennen sind beispielsweise die großen Telefongesellschaften:
Tel. 0130-0010, 1-800-CALLATT |
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Tel. 1-800-PIN DROP |
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Tel. 1-800-950-5555 |
Einmalige Gebühren fallen meist nicht an.
Interessant ist die United World CallingCard, ein Kundenkonto bei der Fa. United World Telecom. Der Kunde telefoniert nach Eröffnung eines Kontos auf Rechnung, abgerechnet wird über eine Kreditkarte. Bezahlt wird, was vertelefoniert wurde (berechnet im 30/6 Sekundentakt). Am Ende des Monats erhält der Kunde einen Einzelgesprächsnachweis, dann wird der Betrag von der Kreditkarte abgebucht. Es gibt keinen Mindestumsatz. Der Telefonpreis pro Minute beträgt von den USA nach Deutschland im Festnetz 8,5 US-Cent , im Mobil-Netz 28,5 US-Cent (Stand August 2002). Für eine schnelle Durchwahl können Kurzwahlspeicher festgelegt werden, außerdem gibt es die Möglichkeit, ein monatliches Limit einzurichten. Das Konto kann online eingerichtet werden, außerdem werden weitere Einzelheiten auf der Internetseite auf deutsch erläutert:
Bei Benutzung öffentlicher Münzfernsprecher wird von fast allen Anbietern bei Wahl einer – prinzipiell kostenfreien – 800er-Nummer eine Benutzungsgebühr von 35 US-Cent pro Anruf verlangt, die in der Regel vom Calling-Card-Anbieter mit berechnet wird. Auch Hotels gehen zunehmend dazu über, für die Anwahl von 800er-Nummern Einwahlgebühren zu erheben (ggf. bei der Rezeption erfragen) und auf die Zimmerrechnung zu setzen. Calling Cards werden daher am günstigsten, weil kostenfrei, von privaten Telefonen aus genutzt.
Von den Tarifpreisen her günstiger sind meist die Varianten der Calling-Cards, die sog. Prepaid- oder Telefon-(Phone)-Cards. Ein guter Tarif nach Deutschland sollte bei 20 Cents pro Minute liegen.
Prepaid-/Phone-Cards (Vorkasse-Karten)
Diese funktionieren genau wie die Calling-Cards, haben jedoch ein festes, im Voraus bezahltes Guthaben, das abtelefoniert werden kann (z.B. 20 oder 50 Dollar). Die Karten können über eine Hotline-Nummer – gegen Belastung der Kreditkarte – jederzeit wieder “aufgeladen" werden.
Solche Telefonkarten kann man vor Reiseantritt erwerben.
Eine in regelmäßigen Abständen aktualisierte Telefonkarten-Übersicht mit Preisangaben veröffentlicht die Zeitschrift „Computer Bild“, im Internet abrufbar auf der Seite
http://www.computerbild.de/updates/telekom_14_2001/urlaub_telefon.htm
Aus eigener Erfahrung können wir die Telefonkarte des amerikanischen Anbieters eKit empfehlen, mit der wir keinerlei Probleme hatten. Diese hat folgende Vorteile:
- Erwerb, Aufladen und Verwaltung aller Daten ist über das Internet möglich, siehe http://www.ekit.com ;
- integriert ist eine Voice Mail Box, also ein Anrufbeantworter, auf den Freunde und Bekannte über – kostenlose – Einwahlnummern bei Eingabe der 10stelligen Kontonummer per Tastentelefon Mitteilungen sprechen können, berechnet wird nur das Abhören der Mail Box per Telefon. Wird die Mail Box über das Internet abgehört, entstehen – außer dem Internetzugang – keine zusätzlichen Kosten;
- alle Transaktionen sowie der aktuelle Kontostand sind über das Internet unter Angabe der 10stelligen Kontonummer und der PIN durch den Karteninhaber nachvollziehbar und überprüfbar;
- die Benutzerführung im Internet und die Telefonansage erfolgen auf Wunsch grundsätzlich auf deutsch.
Ein weiterer amerikanischer Anbieter ist GlobalCall, zu dem uns Erfahrungen aber nicht vorliegen:
Derartige Telefonkarten kann man auch in Supermärkten, auf Tankstellen usw. in den USA selbst kaufen.
Wer sich zum Kauf einer Telefonkarte in den USA entschließt, sollte auf folgende Gesichtspunkte achten und die Vorteile des Wettbewerbs nutzen:
- Berechtigt die Karte zu internationalen Gesprächen ?
- Gibt es eine Einwahlgebühr für internationale Gespräche, die unabhängig von der Gesprächsdauer erhoben wird, und wie hoch ist sie ("connection surcharge", teilweise mehr als 1 $ )?
- Wie hoch sind die Telefongebühren für Gespräche in das Heimatland (variieren nach Deutschland je nach Anbieter zwischen 5 und 20 Cents und mehr pro Minute) ?
- Gibt es nutzungsunabhängige Zeitgebühren (z.B. einen Festbetrag pro Monat)?
- Wann erlöschen nicht verbrauchte Guthaben (meist nach 12 Monaten) ?
- Ist die Einwahlnummer kostenlos (1 -800-…) ? Ansonsten sind die Einwahlmöglichkeiten regional auf Ortsnetze begrenzt und nicht kostenfrei; hierzu wird auch auf die Ausführungen zu Prepaid-Cards unter dem Stichwort Handy hingewiesen.
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