Handys in den USA
Teil 2
Allgemein, Auslandsnutzung/Roaming, Auslandsvorwahl, Calling Cards/Phone Cards, Handys, Handys in Flugzeugen, Kauf eines Handys, Mobilfunkanbieter in den USA, Notruf, Prepaid-Karten, Roaming-Kosten, SMS, Standards, Web-Telefonie
Roaming-Kosten
- Die Verbindungsgebühr des ausländischen Netzbetreibers;
- Einen Bearbeitungsaufschlag des ausländischen Netzbetreibers;
- Einen Roamingaufschlag.
Telefoniert man innerhalb der USA fallen die Inlandsgebühren des US-Netzbetreibers und ein Roamingaufschlag an. Wird man von außerhalb der USA angerufen, kostet auch dieses Geld. Der Anrufer zahlt den normalen Verbindungspreis zum Mobilnetz innerhalb Deutschlands, er kann schließlich nicht wissen, dass der Angerufene sich außerhalb Deutschlands befindet. Dafür zahlt der Angerufene für die Weitervermittlung ins Ausland! Die jeweils aktuellen Tarife erfährt man auf den Internetseiten bzw. bei den Hotlines der inländischen Anbieter. Tipp: Am kostengünstigsten ist der Versand von SMS. Weitere Informationsquelle im Internet ist Tariftip.de.
Zusammenfassend gelten folgende Regeln beim „Wer bezahlt was?“:
| Anrufer | Empfänger | |
| Anruf aus Deutschland zum Handy im Ausland | Tarif für ein Gespräch in das deutsche Mobilfunknetz | Tarif für eingehende Gespräche im Ausland |
| Anruf per Handy vom Ausland nach Deutschland | Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers plus Roaming-Aufschlag | Keine Kosten |
| Anruf per Handy vom Ausland zu einem Teilnehmer aus und in demselben Land | Inlandstarif des ausländischen Netzbetreibers plus Roaming-Aufschlag | Keine Kosten |
| Anruf aus Deutschland zum Handy im Ausland, das eine bedingte Rufumleitung eingestellt hat | Tarif für ein Gespräch ins deutsche Mobilfunknetz | Tarif für eingehende Gespräche im Ausland plus Auslandstarif des Netzbetreibers plus Roaming-Aufschlag |
Anruf vom Handy eines deutschen Mobiltelefonierers im Ausland zu einem weiteren deutschen Handy-Teilnehmer, der sich im Ausland aufhält |
Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers plus Roaming-Aufschlag | Tarif für eingehende Gespräche im Ausland |
Günstigste Lösung ist daher, alle Anrufe auf die deutsche Mailbox umzuleiten, die meist kostenlos ist. Aber auch hier kann man kostenträchtige Fehler machen. Wird die Umleitung nur für die Fälle „Nicht antworten", „Besetzt" oder „Nicht erreichbar" aktiviert, fallen Gebühren für die Weiterleitung des Gesprächs in die USA und von dort zurück ins Inland zur Mailbox an. Günstige Möglichkeiten der Mailbox-Einstellung:
| Vorteil | Nachteil | |
| Mailbox komplett abschalten für die Dauer des Urlaubs (am einfachsten mit folgender Tastenkombination: ##002 “Telefon auflegen“) | Solange das Handy eingeschaltet ist, sind Sie erreichbar (aber Roaminggebühr). Ansonsten können wichtige Mitteilungen per SMS gesendet werden, die dann zugestellt werden, wenn das Handy wieder eingebucht wird | Bei nicht eingebuchtem Handy gehen alle Anrufe ins Leere. |
| Umleitung aller Anrufe auf die Mobilbox vor Reiseantritt bereits von Deutschland aus | Es geht kein Anruf verloren. Die Mailbox kann jederzeit abgefragt werden. | Sie sind auch bei eingeschaltetem Handy nicht erreichbar. |
Für die Abfrage des Anrufbeantworters aus dem Ausland braucht man immer eine persönliche Geheimzahl. Bei E-Plus und O2 legen Sie diese Geheimzahl (PIN-Code) beim Einrichten der Mailbox fest. Bei T-Mobile besteht die Geheimzahl aus den letzten vier Ziffern vor dem Bindestrich der Kartennummer, die auf der SIM-Karte aufgedruckt ist. Bei Vodafone sind es die ersten vier Ziffern der Kundennummer. Dann geht man wie folgt vor:
| Int. Vorwahl | Eigene Netzwahl *) | Infix | Rufnummer | |
| T-Mobile | +49 | 170, 171, 175, 160 | 13 | T-Mobile-Nummer |
| Vodafone | +49 | 172, 173, 174, 162 | 55 | Vodafone-Nummer |
| E-Plus | +49 | 177, 178, 163 | 99 | E-Plus-Nummer |
| O2 | +49 | 179, 176 | 33 | O2-Nummer |
Sicherheitsvorkehrungen
Für den Fall eines Diebstahls sollte man zur Sicherheit die eigene Rufnummer, Kartennummer, Kundennummer, Geheimnummer/Geheimzahl und Hotline-Nummer des Betreibers notiert haben, um den Anschluss kurzfristig sperren lassen zu können. Wichtig ist auf jeden Fall, die SIM-Karte (Subscriber Identification Module) bei einem Diebstahl oder sonstigen Verlust des Handys sperren zu lassen. Ein Dieb oder Finder könnte ansonsten auf Kosten des Handybesitzers fröhlich telefonieren. Mittels der SIM-Karte wird nämlich bei jedem Telefonat registriert, an wen die Rechnung geht.
Innerhalb Deutschlands gelten die nachstehenden Telefonnummern zum Sperren der SIM-Karte.
Notfall-Telefonnummern für Deutschland:
| Netz | Telefonnummer | Nötige Angaben |
| T-Mobile | 0049 (0) 1803 30 22 02, in Deutschland: 22 02 (im T-Mobile-Netz) | Handy-Nummer + Kennwort oder Handy-Nummer, Geburtsdatum + SIM-Karten-Nummer, Kundennummer oder Kundenkonto-Nummer |
| E-Plus | 0049 (0) 177 1000, in Deutschland: >0177-1000 | Handy-Nummer + persönliches Kennwort |
| O2 | 0049 (0) 179 55 222, in Deutschland: 0179-55 222 (kostenlos im O2-Netz) oder 01805-62 43 57 (0,12 Euro pro Minute) | Handy-Nummer + 4-stellige persönliche Kunden-Kennzahl oder Handy-Nummer, Geburtsdatum + Bankverbindung |
| Vodafone | 0049 (0) 172 12 12, in Deutschland: 0172-12 12 (Vertragskunden kostenlos) oder 0172-22 9 11 (Callya-Kunden kostenlos) oder 0800-172 12 12 (kostenlos im Festnetz) | Handy-Nummer + persönliches Kartenkennwort |
Gegen eine Weiterbenutzung des Handys nach Diebstahl schützt am Besten ein Sicherheitscode, der vom Gerät noch vor der SIM-Karten-PIN abgefragt wird. Wie dieser Code eingestellt wird, ergibt sich aus der Bedienungsanleitung des jeweiligen Handys. Weitere Informationen zum Verlust des Handys im Ausland finden Sie auf den Internetseiten von . Stand: November 2009
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