Handys in den USA

Teil 3

Allgemein, Auslandsnutzung/Roaming, Auslandsvorwahl, Calling Cards/Phone Cards, Handys, Handys in Flugzeugen, Kauf eines Handys, Mobilfunkanbieter in den USA, Notruf, Prepaid-Karten, Roaming-Kosten, SMS, Standards, Web-Telefonie

 

Prepaid-Karten

Mit Prepaid-Karten wird ein vorausbezahltes Guthaben abtelefoniert. Der Kunde zahlt keine monatliche Grundgebühr, sondern kauft eine Karte, die ein bestimmtes Gesprächsguthaben hat, ist dieses verbraucht, lässt sich die Karte gegen Gebühr wieder aufladen (per Kreditkartennummer). Der Käufer erhält mithin eine eigene Mo-bilfunkkarte inklusive einer eigenen ausländischen Telefonnummer, unter der man auch erreichbar ist. Solche Karten werden auch zusammen mit Handys angeboten. Dies hat den grundsätzlichen Vorteil, dass bei ankommenden Anrufen – anders als beim Roaming – keine zusätzlichen Kosten entstehen, da man sich ja im “Inland" befindet. Ein zeitnaher Kostenvergleich ist wegen der ständigen Bewegung am Markt auf jeden Fall zu empfehlen (z.B. auf der Website von Teltarif). Beachtet werden sollte immer, ob die Prepaid-Karte nur regional begrenzt einsetzbar ist. Die regionale Eingrenzung kann sich dabei allein schon aus dem eingegrenzten Geschäftsbereich des Anbieters ergeben! Über einen sog. SIM-Lock-Code ist man an den lokalen Netzbetreiber gebunden, d.h. mit einer anderen GSM-Karte ist das Handy ggf. nicht nutzbar, es sei denn, man hat den dazugehörigen Freigabecode erhalten.

Die Karten funktionieren nicht mit Prepaid-Handys, deren SIM-Lock-Sperre noch nicht abgelaufen ist. Anbieter sind z.B. www.globilo.de und www.united-mobile.com.

Hingewiesen sei  auch auf das SIM CARD Angebot von www.cellion.de und von Michael Brusnik, insbesondere die Tuyo-Karte www.sim-bee.de. Seit einiger Zeit werden auch in den USA sog. Prepaid-Telefone angeboten, also Handys ohne feste Vertragsbindung, ohne Aktivierungsgebühr und mit einem bestimmten Gesprächsguthaben auf einer Chipkarte. Die Chipkarte ist wieder aufladbar. Ob sich ein solches Angebot als Alternative rechnet, muss jeder auf der Grundlage aktueller Angebote vor Ort für sich entscheiden. Aber Achtung: die Netzabdeckung gilt meist immer nur für einen Teil der USA und ist grundsätzlich nie flächendeckend. Das Angebot ist für den Urlauber also nur interessant, wenn er sich ausschließlich oder länger in diesem Gebiet aufhält. Volle Netzabdeckung ist regelmäßige in den Ballungsräumen gegeben, kritisch ist es in den ländlichen Regionen. Eine möglichst breite Erreichbarkeit bieten die sog. Landesweiten Netzbetreiber (national carriers).

Neuerdings gibt es ein flächendeckendes Angebot der Fa. Hop-on; weitere Einzelheiten siehe nachstehend unter Kauf/Miete eines Handys. Die vorstehenden Hinweise beziehen sich auf in den USA erworbene Karten. Stand: November 2009

 

Kauf/Miete eines Handys

Der Kauf eines Handys ist natürlich ohne weiteres in den USA möglich und auch verlockend, weil die Angebote oft sehr günstig sind. Zu beachten sind jedoch die Bindungen an den Mobilfunkanbieter (blocked bzw. unblocked phones) (vgl. vorstehend unter Prepaid-Karten). Neu auf dem amerikanischen Markt sind sog. Wegwerf-Handys nach der Philosophie: kaufen – telefonieren – wegwerfen. Anbieter ist die Fa. Hop-On. Zum Preis von um die 20 $ können bei Walgreen`s, Radio Shack usw. Mobiltelefone der Firma Virgin Mobile USA erworben werden, einem sog. Reseller (Wiederverkäufer), der das Netz von Sprint nutzt (= CDMA). Zusammen mit einer US-Prepaid-Karte haben USA-Reisende gute Erfahrungen gemacht. Ein ähnliches Angebot hat Boost Mobile. Mieten kann man sich ein mobiles Telefon auch bei den US-Mietwagenfirmen. Vgl. hierzu unter Zusatzleistungen für Leihwagen. Zu Angebot und Preisen geben auch die europäischen Vertretungen der internationalen Autovermieter Auskunft. Stand: November 2009

 

Mobilfunkanbieter in den USA

Handy-Netzbetreiber haben ihre Namen häufiger gewechselt als das Wetter sich verändert: AT&T ist nun Teil von Cingular, Nextel Teil von Sprint. Neben landesweiten Anbietern (national carrier) gibt es regional tätige Anbieter (z.B. U.S. Cellular, Alltel) und zahlreiche Wiederverkäufer (reseller) mit eigenen Markennamen (z.B. Virgin Mobile). Wichtige national carrier sind insbesondere

 

Wichtige Telefonnummern in den USA:

  • 611: Hotline der meisten amerikanischen Mobilfunkanbieter (ggf.*611 = Stern 611)
  • 911: Polizei/Notruf (funktioniert ggf. auch ohne angeldetesHandy)
  • 112: Notrufnummer in allen GSM-1900-Netzen

Stand: November 2009

 

Calling Cards/Phone Cards (Telefonkarten)

Calling Cards (vgl. hierzu das gesonderte Stichwort: Calling Cards) können grundsätzlich auch über ein Handy für die Einwahl genutzt werden. Interessant ist dies immer dann, wenn die Zugangsnummern auch vom Handy aus kostenlos zu erreichen sind.

 

Auslandsvorwahl

Vom ausländischen Netz aus gelten Gespräche zum Handy oder zur Mailbox als Auslandsgespräche. Es ist daher die Eingabe der Landesvorwahl erforderlich (für Deutschland meist 0049, aus den USA 01149). Die Landeskennzahl 49 für Deutschland, 43 für Österreich und 41 für die Schweiz ist einheitlich auf der gesamten Erde, die Ziffernfolge davor kann je nach Staat variieren. Schwierigkeiten kann man hier vermeiden, indem man als Landesvorwahl +49 vorsieht. Generell wird empfohlen, von vornherein alle Telefonnummern mit dem Pluszeichen zu speichern (also eine Telefonnummer im Festnetz von München +49891234567).

 

Notruf

In fast allen Ländern der Erde und auch in den USA ist der Notruf unter 112 kostenfrei und auch ohne SIM-Karte oder Geheimzahl möglich. Bei analogen Netzen gilt die allgemeine Notrufnummer 911. Die Hotlines der meisten amerikanischen Mobilfunkanbieter haben die Rufnummer +611.

 

SMS

Der Empfang von Kurznachrichten (SMS) ist auch im Ausland kostenlos. Dies ist also eine Möglichkeit, die Urlaubskasse zu schonen. Das Senden von Nachrichten ist dagegen – je nach Gebührenstruktur des ausländischen Betreibers – mehr oder weniger teuer.

 

Handys in Flugzeugen

In Flugzeugen ist während des Fluges das Telefonieren an Bord grundsätzlich verboten. Obwohl die ursprünglichen Sicherheitsbedenken weitestgehend ausgeräumt sind, halten die meisten Airlines mit Rücksicht auf das Ruhebedürfnis der Passagiere an diesem Verbot fest. Stand: November 2009

 

Web-Telefonie (Internet-Telefonate)

Der zweitgrößte Telefonanbieter auf dem US-Markt – AT & T – hat sein Mobilfunknetz uneingeschränkt für Internet-Telefon-Software von Drittanbietern wie Skype, Vonage oder Trufone geöffnet. Damit ist jetzt auch das Web-Telefonieren mit dem iPhone von Apple zulässig.

Zuvor hatte Marktführer Verizon bekannt gegeben, mit Google zusammen zu arbeiten und in der Android-Betriebssystem für Smartphones zu investieren. Internet-Telefonate, kurz „Voip“ (Voice over IP), nutzen das Mobiltelefon, um eine Datenverbindung ins Internet herzustellen. Darüber wird ein preisgünstiges Telefongespräch vermittelt, so dass etwa Roaming-Gebühren für Auslandstelefonate nicht mehr anfallen. Stand: Oktober 2009

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