Telefonieren

 

Vorwahlnummern (area codes)

Lokale Rufnummern in den USA sind 7stellig. Die Vorwahlnummer (area code) ist eine 3stellige Nummer. area codes von Städten sind  aus dem Telefonbuch ersichtlich. Im Internet erfährt man den maßgebenden area code z.B. auf folgenden Websites

von AreaCode-Info.com in der Rubrik „Code Maps“:

http://areacode-info.com/

von The AreaDecoder – Area Code Lookup Service

http://www.areadecoder.com/

von Steve Kropla

http://kropla.com/city_u-z.htm

In den USA kann man bei Ferngesprächen von öffentlichen Fernsprechern  nicht einfach den Hörer abnehmen, Geld einwerfen, Vorwahlnummer und Rufnummer wählen, sondern muß über die Vermittlung (“0" = operator am Apparat angegeben) gehen (Ausnahme: 800er Nummern). Bei Privattelefonen und von vielen Hotels kann man allerdings durchwählen. Von Telefonzellen sind  5-, 10- & 25-Cent-Stücke zu benutzen; davon braucht man bei Ferngesprächen dann reichlich. 

Ortsgespräche (local calls)

Die Gebühr ist meistens am Apparat angegeben;  in der Regel 25 Cents. Hörer abnehmen,  Münzen einwerfen, 7stellige örtliche Rufnummer wählen.

Ferngespräche  (long distance calls)

Hörer abnehmen, Münzen für local call einwerfen (am Apparat angegeben) und 3stellige Vorwahlnummer plus 7stellige Rufnummer = local number wählen; nur dann area code benutzen, wenn sie von dem an dem Apparat angegebenen area code abweicht; meistens  ist eine “1" vorzuwählen (aus Anleitung am Telefonapparat ersichtlich). Der Operator teilt mit, wieviel Geld einzuwerfen ist. Mindestens etwa $3 in quarters, dimes und nickels bereithalten.

Allgemeine Regel:

1 – 3stelliger Areacode – sieben Ziffern des Anschlusses

800-Nummern

Diese Nummern mit einer “800" als area code sind gebührenfreie (toll-free) Rufnummern; Gespräche werden von den angerufenen Unternehmen bezahlt. Die 800-Nummer ermöglicht es, die meisten Hotels/Motels, Fluglinien sowie Amtrak in den USA zu erreichen, um Reservierungen vorzunehmen, ohne Geld auszugeben.

Gebührenfreie Nummern erfährt man unter 1-800-555-1212.

Näheres zur Suche von 800er-Nummern in der Rubrik Gebührenfreie Telefonnummern.

Bei Benutzung öffentlicher Münzfernsprecher wird von fast allen Anbietern bei Wahl einer – prinzipiell kostenfreien – 800er-Nummer eine Benutzungsgebühr von 35 US-Cent pro Anruf verlangt, die z.B. vom Calling-Card-Anbieter mit berechnet wird. Auch Hotels gehen zunehmend dazu über, für die Anwahl von 800er-Nummern Einwahlgebühren zu erheben (ggf. bei der Rezeption erfragen) und auf die Zimmerrechnung zu setzen.

Öffentliche Fernsprecher

Münzfernsprecher sind nur noch selten zu finden und für internationale Gespräche wegen der passend einzuwerfenden Münzen – nach Angabe des Operators jeweils nachzuwerfen – auch kaum sinnvoll. Öffentliche Telefonapparate funktionieren meist nur noch mit Telefonkarten, die die verschiedenen Telefongesellschaften anbieten. Einzelheiten hierzu unter dem Stichwort CallingCards.

Alphabetische Telefonnummern

Eine in den USA besonders ausgeprägte Art, sich Telefonnummern zu merken, ist es, die Zahlenreihe in Buchstaben umzusetzen. Eine äußerst praktische Art, die sich in Europa erst durchzusetzen beginnt.

So bedeuten z.B.

1-800-HILTON

1-800-445866

1-800-HERTZ

1-800-43789

 

Vorwahlen von USA

                  Deutschland   49

                  Österreich       43

                  Schweiz           41

Telefonate von USA ins Ausland

011 – Landesvorwahl (z.B. 49 für Deutschland)Ortswahl (ohne “0”, also für Kiel statt “0431” nur “431”)Teilnehmernummer

Vorwahl von Europa in die USA                       001

Einzelheiten und ein Verzeichnis der internationalen Vorwahlnummern (unterschieden in Landesvorwahl – country code -, IDD Prefix – International Direct Dialing -, NDD Prefix – National Direct Dialing -) finden sich auf der Internetseite von Steve Kropla (englischsprachig) International Dialing Codes

http://kropla.com/dialcode.htm

Auskunft

Rufnummern erfragt man unter (Auskunft)             411,
(zwischen 35 und 85 US-Cent je nach Anbieter)

gebührenfreie Nummern unter        1-800-555-1212

general directory                                   = Telefonbuch

yellow pages                                      = Branchenbuch

Siehe hierzu auch Suchmaschinen im Internet.

Münzlos von den USA nach Deutschland telefonieren

Gebührenfrei kann man über eine Vermittlung, die auf Kosten des Angerufenen in Deutschland ein sog. R-Gespräch vermittelt, von jedem Telefonapparart sog. Deutschland-Direkt-Telefonnummern währen:

AT & T/Deutsche Telekom

    - für Hawaii

1-800-292-0049

1-800-865-0049

MCI Int.

1-800-766-0049

US Sprint

1-800-927-0049

Die Kosten für den Angerufenen sind allerdings vergleichsweise sehr hoch.
Das Angebot der Deutsche Telekom für Deutschland-Direkt-Gespräche – ins Festnetz, keine Verbindungen zu Mobiltelefonen möglich – weltweit ist nachzulesen unter

http://www.detecardservice.de/

Die Abwicklung des Gesprächs wird wie folgt beschrieben:

    R-Gespräch aus dem Ausland ins Festnetz der Deutschen Telekom.

      1. Sie wählen die kostenfreie Zugangsnummer  des Landes, in dem Sie sich befinden.

      2. Nach der Begrüßungsansage werden Sie aufgefordert, die Telefonnummer des gewünschten Gesprächspartners in Deutschland zu wählen.

      3. Das System fordert Sie auf, Ihren Namen zu nennen.

      4. Die Verbindung zum gewünschten Gesprächspartner wird aufgebaut.

      5. Beim gewünschten Gesprächspartner klingelt das Telefon.
      Nach Abheben des Hörers wird ihm mitgeteilt, dass es sich um ein R-Gespräch handelt, und der aufgesprochene Name wird ihm angesagt. Somit weiß der Angerufene noch vor Annahme des R-Gesprächs, wer ihn erreichen möchte.

      6. Der Angerufene bekommt die Kosten des R-Gesprächs angesagt und wird vom System aufgefordert, die Annahme des R-Gesprächs durch Drücken der Taste "1" zu bestätigen.

      7. Ist der Angerufene damit einverstanden, die Gesprächskosten zu übernehmen, wird die Verbindung hergestellt.

    Wenn die Gegenstelle besetzt ist, niemand abhebt oder die Annahme des Gesprächs verweigert wird, entstehen natürlich weder Ihnen noch dem Angerufenen Kosten.

Sonderformen des Telefongesprächs

(entsprechende Anmeldung beim Operator ist erforderlich)

person to person call

erst wenn die gewünschte Person erreicht ist, zahlt man

third number calls

ein Dritter zahlt das Telefonat, die Nummer des Dritten ist dem Operator mitzuteilen

collect call (R-Gespräch)

der Angerufene zahlt das Gespräch

Notruf

Weitere Einzelheiten hierzu unter Notfall.

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Dann informieren Sie sich aktuell mittels des Telefontarifrechners:

Festnetzanbieter

Seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts war die Firma AT & T marktbeherrschendes Unternehmen für Ferngespräche. Zum Brechen dieser Monopolsituation eröffnete das U.S. Department of Justice im Jahre 1974 ein antitrust suite gegen AT & T mit dem Vergleichs-Ergebnis eines MFJ (Modified of Final Judgement) in 1982, das AT & T in 7 Regionalgesellschaften spaltete (Ameritech, Bell Atlantic, Bell South, Nymex, Pacific Telesis, Southwestern Bell, US West). Diese Unternehmen agieren eigenständig und betreuen im jeweiligen regionalen Bereich die Telefonanschlüsse ihrer Kunden. U.a. ist ihnen grundsätzlich verboten, Telefongeräte selbst herzustellen oder eigene Informationen (owning content) über das Telefonnetz zu verkaufen. Durch Konzentrationen hat sich die Zahl der sog. RBOCs reduziert (vgl. weiter unten).

Drei große Netzanbieter für Ferngespräche bestimmen heute den amerikanischen Telefonmarkt (long-distance-carrier bzw. interexchange carrier):

AT & T Corp.

http://www.att.com

MCI (ehemals WorldCom)

http://www.mci.com/

Sprint

http://www.sprint.com

Daneben gibt es eine Vielzahl sog. „Reseller“ (Weiterverkäufer) für Ferngespräche, die Dienste der Großen einkaufen und an Endkunden verkaufen (allein in Kalifornien gibt es etwa 150 Reseller).

Durch den Wettbewerb sind die Preise für Ferngespräche drastisch gesunken.

Davon unberührt bestehen – ausschließlich (?) – lokal tätige Telefongesellschaften, die stark monopolistisch geprägt sind:

RBOC

Regional Bell Operating Companies („Baby Bells“)

LEC

Local Exchange Carrier

Sie sind auch das Bindeglied des Kunden zum Ferngesprächsanbieter. Ein Ferngespräch geht also von einem lokalen Anbieter des Anrufenden zum Ferngesprächsanbieter und wiederum über einen lokalen Anbieter zum Angerufenen. Mit anderen Worten: die jeweils „letzte Meile“ (last mile) eines Ferngesprächs wird von lokalen Netzanbietern dominiert und preislich bestimmt.
Mit dem Telecommunications Act von 1996 wird versucht, diesen Flaschenhals (bottle neck) der Preisgestaltung ebenfalls für den Wettbewerb zu öffnen.

Zu den LECs gehören allein vier RBOCs, die zusammen genommen über 90 % aller Telefonanschlüsse bundesweit bedienen (Stand 2003 – nach Konzentrationen bzw. Zusammenschlüssen, sog. Baby Bells):

Bell South Corp.

http://www.bellsouth.com

SBC Communications, Inc.

http://www.sbc.com

Qwest Communications International, Inc.

http://www.qwest.com

Verizon Communications. Inc.

http://www.verizon.com

In 2005 kommt der Markt der Festnetzanbieter erheblich in Bewegung. Zum Jahresanfang stellt sich die Marktsituation wie folgt dar:

An der Spitze des US-Fernverbindungsmarktes steht AT&T, gefolgt von MCI, Verizon und Sprint.

Der Markt für Nahverbindungen wird von Verizon kontrolliert, SBC, BellSouth und Qwest belegen die folgenden Plätze.

SBC hat nunmehr angekündigt, AT & T zu übernehmen . Damit übernimmt die Tochter die Mutter, denn SBC ist eine der vier verbliebenen Lokaltelefonanbieter (Baby bell). SBC ist zugleich Mehrheitseigner von Cingular, dem mit 49 Millionen Kunden größten US-Mobilfunkbetreiber (Miteigentümer von Cingular ist BellSouth). Die Übernahme von AT & T soll in der ersten Hälfte 2006 abgeschlossen sein. Die einst kleinste Baby bell hat sich nach Übernahme der Konkurrenten Pacific Bell aus Kalifornien und Ameritech aus Illinois jetzt ganz nach oben katapultiert. SBC wird als einziger Anbieter Orts- und Ferngespräche, Mobilfunk sowie Hochgeschwindigkeitsinternet aus einer Hand anbieten.

Verizon übernimmt voraussichtlich den auf Ferngespräche und Firmenkunden spezialisierten Konkurrenten MCI (früher: Worldcom) nach einem Übernahmepoker im Februar 2005 mit der regionalen Telefongesellschaft Qwest.

Zuvor hatte bereits Sprint den Wettbewerber Nextel gekauft.

Innerhalb weniger Monate vollzogen sich damit drei Großfusionen auf dem Telekommarkt der USA. Auslöser der Konsolidierung sind das starke Wachstum im Mobilfunkt und Breitbandgeschäft. Der herkömmliche Festnetzbereich verliert dagegen immer mehr an Bedeutung.

Stand: 16. Februar 2005

Weitere Internet-Links zu diesem Thema :

http://www.usta.org

U.S. Telecom Association Homepage

http://www.tiaonline.org

Telecommunications Industry Ass. (TIA)

http://www.ntia.doc.gov

National Telecommunications and Information Association

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