22. September 2014

New Yorks Touristenattraktion High Line ist eröffnet

Die High Line ist die neue Touristenattraktion New Yorks. Eine stillgelegte Hochbahntrasse wurde zum Park umfunktioniert und steht den Besuchern nun zur Verfügung.

Die High Line ist die neue Touristenattraktion New Yorks. Eine stillgelegte Hochbahntrasse wurde zum Park umfunktioniert und steht den Besuchern nun zur Verfügung.

Das Empire State Building war gestern. Ab sofort ist die stillgelegte Hochbahntrasse „High Line“ die Touristenattraktion New Yorks. Mit einem vier Straßenblöcke langen Teilstück eröffneten die Betreiber am Sonntag den dritten und letzten Abschnitt der Touristenattraktion im Westen Manhattans. 2,5 Kilometer ist die Attraktion jetzt lang.

Hochbahntrasse wurde im Jahre 1934 gebaut

1934 war die Hochbahntrasse gebaut worden. Sie diente dazu, dass Güterzüge ihre Ware direkt in die oberen Stockwerke der Fabriken und Lager liefern konnten. Nachdem die Lastwagen die Dienste der Züge überholten, wurde die Strecke von Jahr zu Jahr weniger genutzt. Im Jahre 1980 fuhr der letzte Zug, woraufhin die Trasse immer mehr verkam. Der Abriss war beschlossene Sache, bis Joshua David und Robert Hammond eine Idee hatten: Die „High Line“ sollte zum Park werden.

Dafür klagten die Nachbarn David und Hammond gegen den Abriss und mobilisierten Prominente wie Hollywood-Schauspieler Edward Norton und die Designerin Diane von Fürstenberg. Mit den gesammelten Millionen hatten sie schließlich den gewünschten Erfolg: „Wir haben eine neue Art und Weise geschaffen, wie man in New York und überall sonst über öffentlichen Raum nachdenkt„, sagt David bei der Eröffnungsfeier. Tatsächlich möchte die Stadt grüner werden. „Früher haben wir U-Bahnen gebaut und Farmen zu Stadtvierteln gemacht. Jetzt bauen wir Parks. Und dreimal dürfen Sie raten, wie ich heute aus Brooklyn hierhergekommen bin? Mit dem Fahrrad„, so Senator Charles Schumer bei der Eröffnung.

Von Abfallbergen zu Szenevierteln

Die 1934 erstmals befahrene Hochbahntrasse 'High Line' wurde nun final in einen Park umgewandelt.

Die 1934 erstmals befahrene Hochbahntrasse ‚High Line‘ wurde nun final in einen Park umgewandelt.

Ein erster Abschnitt der „High Line“ im Westen Manhattans war 2009 eröffnet worden. Seitdem zählt der Park bereits mehr als 20 Millionen Besucher. Ein zweiter Teil wurde im Jahre 2011 eröffnet, nun folgte die absolute Fertigstellung. Der Park bietet neben Blumenbeeten, Grasflächen und Essensständen auch Panoramablicke auf die Millionenmetropole. Die Schienen der Trasse sind an den meisten Orten geblieben, dazwischen grünt und blüht es.

Bevor die Idee von Joshua David und Robert Hammond umgesetzt wurde, war die Gegend der „High Line“ von Straßenstrichen, Kriminalität, Abfallbergen und Drogen geprägt. Längst hat sich dies geändert. Der Meatpacking District, wo sie beginnt, West Chelsea, wo sie durchführt, und Hell’s Kitchen, wo sie nun aufhört, sind zu teuren Szenevierteln geworden. Und es geht immer weiter: Über der Trasse wurde das „Standard“ gebaut, eines der angesagtesten Hotels in New York. Direkt daneben baut Architekt Renzo Piano die neue Heimat für das Whitney-Museum, welches im kommenden Jahr von der Upper East Side hierher umziehen soll. Der Park bietet Führungen durch die Blumenbeete, kostenlose Sportkurse, gemeinsames Sternegucken, Konzerte und Angebote für Kinder. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: Viele konnten sich die nun höheren Mieten nicht mehr leisten und mussten wegziehen.

Doch wie wichtig die „High Line“ für die Touristenmetropole ist, schreibt Michael Kimmelman, Autor der „New York Times“, in seinem Artikel zur Eröffnung des dritten Abschnitts: „Wenn der neueste und letzte Teil der High Line nicht dazu führt, dass Sie sich noch einmal total in New York verlieben, dann weiß ich wirklich nicht mehr, was ich sagen soll.

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