29. Juli 2015

Olympia 2024: Boston zieht zurück – folgt Los Angeles?

Noch im Januar schien eine Entscheidung gefallen: Die USA bewerben sich mit Boston um die Olympischen Sommerspiele 2024. Jetzt allerdings scheint Los Angeles der Top-Kandidat zu sein.

Noch im Januar schien eine Entscheidung gefallen: Die USA bewerben sich mit Boston um die Olympischen Sommerspiele 2024. Jetzt allerdings scheint Los Angeles der Top-Kandidat zu sein.

Wir freuen uns darauf, eine Bewerbung für die Sommerspiele 2024 einzureichen und glauben, dass wir mit Boston einen unglaublich starken Partner haben“, sagte Larry Probst, der Präsident des United States Olympic Committee (USOC), bei der Bekanntgabe der Bewerbung im Januar. Aber jetzt sieht alles ganz anders aus.

Boston hat seine Kandidatur um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 offiziell zurückgezogen. „Wir waren nicht dazu in der Lage, die Mehrheit der Bevölkerung für die Bewerbung zu begeistern“, nennt Scott Blackmun, Geschäftsführer des USOC, einen Grund. Kurz zuvor kündigte Bostons Bürgermeister Martin Walsh an, er werde die geforderte Garantieerklärung zur Übernahme der Kosten nicht unterschreiben. „Ich werde nichts unterschreiben, wodurch das Geld der Steuerzahler für die Kosten der Olympischen Spiele benutzt werden kann,“ so Walsh. Damit war das Ende der Bewerbung Bostons beschlossen.

NBC überwies 7,65 Milliarden Dollar an das IOC

Noch vor wenigen Tagen galt Boston als Favorit. Doch die gesamte Bewerbung wurde von großen Widerständen der Bevölkerung begleitet. Die letzten Umfragen zeigten, dass mehr als die Hälfte der Einwohner Bostons gegen eine Olympia-Bewerbung waren. Als Ersatz könnte nun Los Angeles einspringen. In der US-amerikanischen Vorauswahl war Los Angeles noch an Boston gescheitert. „Ich glaube nach wie vor daran, dass Los Angeles eine ideale Olympia-Stadt ist“, so Los Angeles‘ Bürgermeister Eric Garcetti, der sich nun mit dem Internationalen Olympischen Komitees (IOC) kurzschließen möchte. Bis zum 15. September dieses Jahres haben die Städte Zeit, sich beim IOC zu bewerben. Im Sommer 2017 wird dann über den Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2024 entschieden. Neben Paris haben bislang Hamburg, Rom, Toronto und Budapest ihr Interesse bekundet.

Da der amerikanische Fernsehsender NBC dem IOC für die Medienrechte an Olympia satte 7,65 Milliarden Dollar überwiesen hat, gilt eine Austragung in den USA als wahrscheinlich. Des Weiteren hatten die USA seit 1996 (Atlanta) keine Olympischen Sommerspiele mehr ausgerichtet. „Das USOC hat klar kommuniziert, dass es die Olympischen Spiele 2024 weiterhin in einer US-amerikanischen Stadt sehen will“, teilte das IOC mit. Daher kündigte Los Angeles‘ Bürgermeister Eric Garcetti an, in einem Gespräch mit dem USOC die „stärkste und finanziell verantwortungsbewussteste Bewerbung unserer Stadt und unseres Landes“ zu präsentieren.

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