28. September 2016

Erstes Afroamerikanisches Museum in Washington eröffnet

In Washington wurde das erste Afroamerikanische Museum der USA eröffnet. Das „National Museum of African American History and Culture“ liegt in der Nähe des Weißen Hauses.

In Washington wurde das erste Afroamerikanische Museum der USA eröffnet. Das „National Museum of African American History and Culture“ liegt in der Nähe des Weißen Hauses und kostete rund 480 Millionen Euro.

Ganz in der Nähe des Weißen Hauses hat das „National Museum of African American History and Culture“ nun seine Pforten geöffnet. Das erste Afroamerikanische Museum der USA wurde für umgerechnet rund 480 Millionen Euro errichtet. Verantwortlich dafür ist der ghanaisch-britische Architekt David Ajaye. Das Haus stelle nicht nur die Kultur und die Historie von der schwarzen Bevölkerung dar, so US-Präsident Obama im Rahmen der Eröffnung. Außerdem sei das Museum die Geschichte aller Amerikaner, ihrer Sünden und ihrer Triumphe.

36.000 Ausstellungsstücke im Inneren einer filigranen Bronzefassade

Nach langen 16 Jahren Bauzeit eröffnete das erste Afroamerikanische Museum der USA endlich seine Türen. Als die ersten Pläne für das neue Bauwerk in Washington D.C. gemacht wurden, lebten in den USA noch Personen, welche als Sklaven geboren wurden. Denn bereits vor mehr als 100 Jahren gab es Überlegungen, ein Afroamerikanisches Museum zu errichten. Jetzt endlich ist es geschehen. Der erste schwarze US-Präsident nutzte die Gelegenheit, um zu größerem gegenseitigen Verständnis aufzurufen. Die Inhalte des Museums – und damit die Geschichte der Schwarzen – gehöre nicht nur den afroamerikanischen Bürgern, sondern vielmehr „allen Amerikanern“, so Obama. Die Geschichte erzähle, „wer wir sind“. Der US-Präsident hofft, dass das Museum dazu beiträgt, „dass wir miteinander reden, und wichtiger noch, einander zuhören, und am wichtigsten, dass wir einander sehen.“ Zwar ändere das Museum nicht die aktuell angespannte Lage in den USA, es zeige aber die Weiterentwicklung des Landes, so Obama.

George W. Bush genehmigte das Museum

An der Washingtoner Mall gelegen, enthält das mehrstöckige Museum der Smithonian Institution etwa 36.000 Ausstellungsstücke. Doch nicht nur im Inneren begeistert das „National Museum of African American History and Culture“. Auch die filigrane Bronzefassade sorgt für erstaunte Gesichter. Von der Sklaverei über die Bürgerrechtsbewegung bis hin zum ersten schwarzen US-amerikanischen Präsidenten behandelt das Museum alle markanten Themen der Afroamerikanischen Geschichte. Eröffnet wurde das neue Museum im Rahmen eines dreitägigen Festivals, welches Zehntausende Besucher feierten. Das erste Museum in den USA, welches die Unterdrückung und Ausbeutung der schwarzen Bevölkerung dokumentiert, kostete satte 480 Millionen Euro und wurde im Jahre 2003 vom damaligen Präsidenten George W. Bush genehmigt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website des Museums.

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