15. Dezember 2016

Uber testet selbstfahrende Autos in San Francisco

Die Golden Gate Bridge in San Francisco wird zukünftig wahrscheinlich öfter von Uber-Fahrzeugen überquert.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber vereinbart eine Partnerschaft mit Volvo und setzt selbstfahrende Autos in San Francisco ein. Dafür wurden einige Volvo XC90 mit Hard- und Software zum autonomen Fahren ausgerüstet.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber setzt künftig selbstfahrende Autos in San Francisco ein. Dafür wurden Volvo XC90 mit Hard- und Software zum autonomen Fahren ausgerüstet. Anders als in Pittsburgh, wo schon seit einigen Monaten selbstfahrende Uber-Autos unterwegs sind, gilt San Francisco als hartes Pflaster. Denn wie Uber berichtet, sind der dichte Verkehr, die vielen Fahrräder und die schmaleren Spuren der Metropole in Kalifornien besonders schwierig für selbstfahrende Autos. Für den Test in San Francisco hat Uber allerdings keine Genehmigung von den Behörden erhalten. Anthony Levandowski, dem Chef des Roboterwagen-Programms bei Uber, ist dies egal: „Wir haben das Thema gründlich geprüft und wir glauben, dass wir keine brauchen“, schrieb er.

Uber-Fahrzeug überfährt rote Ampel

Wie die kalifornische Verkehrsbehörde mitteilte, wurde eine Erlaubnis zum Testen autonom fahrender Autos bereits an rund 20 Unternehmen erteilt. Auch Uber wird nun aufgefordert, wie alle anderen eine Genehmigung einzuholen. Doch Uber argumentiert, dass am Steuer immer noch Menschen sitzen würden, die in kritischen Situationen jederzeit eingreifen könnten. Immer wieder tauchen Videos auf, die große Fahrfehler der selbstfahrenden Autos dokumentieren. In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung heißt es: „Wer nicht aufpasst, brettert in die nächste Baustelle: Teslas neuer Autopilot zeigt gravierende Mängel. Er hat seinen Namen nicht verdient.“ Dass auch Uber ähnliche Probleme hat, zeigt folgendes Video, in dem ein Uber-Fahrzeug eine rote Ampel überfährt:

Hersteller kritisieren Zulassungsvefahren

Es gibt ein Zulassungsverfahren, damit wir die öffentliche Sicherheit bei Tests dieser Technologie gewährleisten können“, heißt es von der kalifornischen Verkehrsbehörde. Doch genau dieses System wird von den großen Herstellern kritisiert. Viele Unternehmen fordern die Verkehrsbehörde auf, den Fortschritt nicht zu blockieren. Uber war schon beim Ausbau seines Fahrdienstes Uber Pop mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und entwickelt nun eigene Technologien für selbstfahrende Autos, um unabhängig von Autoherstellern und Softwareunternehmen zu sein.

Google hingegen stoppt das Projekt eines eigenen Autos und konzentriert sich auf die Entwicklung der Software für autonomes Fahren. Während Google die Segel streicht, baut Uber seine Flotte aus. In Pittsburgh sollen bis zum Ende dieses Jahres rund 100 Uber-Fahrzeuge unterwegs sein. Eine ähnliche Zahl soll in den kommenden Monaten in San Francisco erreicht werden.

Noch sind der kalifornischen Verkehrsbehörde diese Planungen egal. Am Mittwoch äußerte sie sich wie folgt gegenüber Uber: „Das Unternehmen verstößt gegen das Gesetz, solange es seine selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen ohne eine Erlaubnis zum Testen autonomer Fahrzeuge betreibt.“ Uber müsse sofort bestätigen, dass die Fahrten eingestellt werden.

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