6. April 2017

Einreise in die USA: Trump plant „extreme Überprüfungen“

Das „Wall Street Journal“ hat neue brisante Details zu den Plänen von US-Präsident Donald Trump veröffentlicht, der die Einreise in die USA deutlich erschweren möchte.

Das „Wall Street Journal“ hat neue brisante Details zu den Plänen von US-Präsident Donald Trump veröffentlicht, der die Einreise in die USA deutlich erschweren möchte. Auch Deutsche sind davon betroffen.

Das „Wall Street Journal“ hat in einem interessanten Artikel deutlich gemacht, wie radikal die Pläne von US-Präsident Donald Trump sind, die Einreise in die USA zu erschweren. Dass Donald Trump ernst macht, was dieses Thema betrifft, war allen Beteiligten klar. Aber die vom „Wall Street Journal“ veröffentlichten Pläne des 70-jährigen US-Präsidenten gehen weiter über das hinaus, was vorstellbar war. Auch für Deutsche könnte die Einreise in die USA deutlich komplizierter werden. Die vom „Wall Street Journal“ veröffentlichten Entwürfe für eine Verschärfung der Einreisebestimmungen würden auch Urlauber und Geschäftsleute aus Europa treffen.

Werden bald auch Kontoauszüge überprüft?

Geht es nach US-Präsident Donald Trump, dann muss bald jeder, der in ein Flugzeug in Richtung USA steigt, seine Kontoauszüge vorzeigen.

Geht es nach US-Präsident Donald Trump, dann muss bald jeder, der in ein Flugzeug in Richtung USA steigt, seine Kontoauszüge vorzeigen.

Geht es nach den Plänen von Trump, so müsste jeder Einreisende alle Adressbuch-Einträge auf seinem Smartphone sowie Passwörter seiner „Social Media”-Accounts wie Twitter, Instagram, Facebook und Co. preisgeben. Auch sensible Informationen wie Kontoauszüge möchte der US-Präsident überprüfen lassen. Selbst Urlauber könnten in Zukunft von US-Grenzschutzbeamten zu der Intention ihrer Reise ausgefragt werden. Von den Ideen des Präsidenten sind auch Bürger aus jenen 38 Staaten betroffen, die bisher unter dem „Visa Waiver Programm” kein Visum für die USA-Einreise benötigen. Trump kündigte dieses extreme Vorgehen im Wahlkampf unter dem Motto „extreme Vetting” (extreme Überprüfungen) an. Vor allem, weil sein Einreiseverbot für Bürger von vornehmlich muslimisch geprägten Ländern sang- und klanglos gescheitert ist, steht Trump nun unter Zugzwang.

Viele Touristen bleiben den USA fern

Auch die Vergabe von Visa, von denen die USA im vergangenen Jahr rund zehn Millionen bewilligte, möchte Trump schwieriger gestalten. Laut „Wall Street Journal“ steht ein „ideologischer Test“ auf dem Plan, der die Bewerber dazu befragen will, ob sie Ehrenmorde unterstützen oder die „Unantastbarkeit des menschlichen Lebens“ befürworten. Schon jetzt schlagen nicht nur Menschen- und Bürgerrechtsgruppen, sondern auch Tourismus-Experten Alarm. Denn schon seit der Wahl von Donald Trump ist die Zahl ausländischer USA-Urlauber rückläufig. Der Tourismus hat für die Vereinigten Staaten von Amerika eine große Bedeutung. Jährlich werden die USA von mehr als 75 Millionen Menschen aus dem Ausland besucht, die satte 250 Milliarden US-Dollar ausgeben. Laut „Tourism Economics“ gingen Buchungen aus Europa zu Beginn des Februars bereits um 14 Prozent zurück, aus dem Nahen Osten sogar um 38 Prozent. Darüber hinaus erwartet New York City im laufenden Jahr rund zwei Prozent weniger Urlauber aus dem Ausland. Insgesamt drohen dem Land Einbußen von 7,4 Milliarden US-Dollar.

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

USA-Reisen von Experten

Mietwagen für Ihre USA-Reise