3. August 2017

USA verweigern acht deutschen Schülern die Einreise

Am Flughafen in Denver war Schluss: Die US-amerikanische Heimatschutzbehörde hinderte acht Schüler aus Deutschland an der Einreise. Die 18-jährigen Schüler hatten keine korrekten Visa.

Am Flughafen in Denver war Schluss: Die US-amerikanische Heimatschutzbehörde hinderte acht Schüler aus Deutschland an der Einreise. Die 18-jährigen Schüler hatten keine korrekten Visa.

Für acht Schüler aus Stuttgart ist der USA-Traum schon am Flughafen in Denver ausgeträumt. Der US-amerikanische Heimatschutz verweigerte den drei Mädchen und fünf Jungen die Einreise in die USA. Die 18-jährigen Schüler hatten wohl keine korrekten Visa für ihren Aufenthalt. Das berichtet die Zeitung „The Mountain Mail“ aus Salida, wo die Schüler vier Wochen verbringen wollten. Dem Bericht zufolge wurden die Schüler den ganzen Tag am Flughafen verhört und festgehalten, bevor sie am späten Nachmittag wieder nach Deutschland fliegen mussten.

Ähnlicher Fall vor zwei Jahren

Ein Visum allein ist keine Garantie zur Einreise in die USA. Es erlaubt lediglich die Anreise bis zu einem Einreisepunkt, zum Beispiel einen Flughafen.

Ein Visum allein ist keine Garantie zur Einreise in die USA. Es erlaubt lediglich die Anreise bis zu einem Einreisepunkt, zum Beispiel einen Flughafen.

Laut Susan Masterson, einer Lehrerin aus Salida, liegt das vor allem daran, dass die US-Grenzschützer die Visa-Regeln strenger als zuletzt auslegten. Masterson organisierte das Austausch-Programm „Rocky Mountain Language Adventure“ seit 2012 und kann sich an keinen vergleichbaren Fall erinnern. Bis jetzt habe ein Touristenvisa immer gereicht, berichtet Masterson, die früher 15 Jahre lang an der Schule der nun abgewiesenen Jugendlichen in Stuttgart unterrichtete. Zwar arbeiteten die Jungen und Mädchen während ihres Aufenthalts in Geschäften, dies geschah laut Masterson aber immer ohne Bezahlung. Am vergangenen Wochenende befand der US-Heimatschutz, dass ehrenamtliche Arbeiten eben auch Arbeit wären. Daher wäre für die Einreise ein anderes Visum nötig gewesen. Auch Mitarbeiter von Senator Michael Bennet und des Gouverneurs von Colorado, John Hickenlooper, versuchten die Grenzbeamten der „U.S. Customs and Border Patrol” umzustimmen. Ohne Erfolg.

Behördensprecher Jamie Ruiz: „Unsere Beamten haben festgestellt, dass die Schüler nicht die richtigen Visa für die Einreise in die USA hatten. Sie sollten in Firmen in Salida arbeiten, wofür ein Arbeitsvisa nötig ist.“ Der Fall erinnert an einen ähnlichen Vorfall vor zwei Jahren, als eine 20-jährige Deutsche abgewiesen wurde, obwohl sie lediglich ihre Verwandten in Cleveland besuchen wollten. Damals hatten die US-Behörden offenbar Zugriff auf den Facebook-Account der jungen Frau und schlossen aus Chats, dass sie illegal in den USA arbeiten wollte.

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