Bundesstaaten der USA – 50 einzelne Gliedstaaten

„Dieses Jahr geht’s in die USA.“ Wo bitte, führt die Reise denn genau hin? Schließlich hat die USA gleich 50 Länder zu bieten.

„Dieses Jahr geht’s in die USA.“ Wer so von seinen Urlaubsplänen berichtet, der wartet garantiert auf interessierte Nachfragen. Wo bitte, führt die Reise denn genau hin? Schließlich hat der nordamerikanische Kontinent, Kanada einmal ausgenommen, gleich 50 Länder zu bieten.

Die Vielfalt könnte dabei nicht bunter und ausgefallener sein, als sie es tatsächlich ist. Von Südseeromantik auf Hawaii bis hin zu unwirtlichen Schneelandschaften in Alaska lassen die USA nichts aus. Auch zwischen diesen Extremen geht es interessant zu. Menschenleere Wüsten in Arizona prägen ebenso das Bild der USA wie die Megametropole New York City; Skifahren in Colorado (Checkliste für den Skiurlaub) macht ebenso viel Urlaubsspaß wie das Strandleben in Florida (Checkliste für den Strandurlaub). Auch, wenn es sich etwas klischeehaft anhört: Die Faszination Amerika lässt keinen Reisewunsch unerfüllt und ist für viele echte Überraschungen gut.

Die einzelnen Staaten sind auf USATipps.de den dementsprechenden Gebieten zugeordnet: Mittelatlantik, Mittlerer Westen, Mountain States, Neuengland, Südstaaten, Südwesten und Westküste.

Die Ostküste – hier hat alles begonnen

Die USA verfügen über 50 teilsouveräne Bundesstaaten, die in der Karte mit dem dazugehörigen Namen eingezeichnet sind. Foto: By User:ZooFari [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Die USA verfügen über 50 teilsouveräne Bundesstaaten, die in der Karte mit dem dazugehörigen Namen eingezeichnet sind. Foto: By User:ZooFari [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents durch die Europäer hat an der Ostküste der heutigen USA begonnen. Maine, New Hampshire, Massachusetts, der Staat New York und Rhode Island, Delaware und Maryland sind deshalb die ältesten Gebiete, auf die europäische Siedler ihren Fuß gesetzt haben. Das merkt man den Staaten an der Ostküste bis auf den heutigen Tag an. Nirgendwo sonst in den USA hat sich das Lebensgefühl Europas so bewahrt wie hier. Die Architektur, das Bildungswesen, der gesamte „Lifestyle“ ist nach wie vor von der „Alten Welt“ beeinflusst, wenn gleich mit abnehmender Tendenz. In Pennsylvania gibt es mit den Amish People noch große Gruppe, die an den Werten der Vergangenheit bis hin zur Technikverweigerung festhält. Eine interessante Metropole des Nordostens ist Boston, das sich und seine Sehenswürdigkeiten sehr schön bei einem Spaziergang über den „Freedom Trail“ präsentiert. Zu den landschaftlichen Höhepunkten der Ostküste zählen neben den prachtvoll gefärbten Wäldern im Altweibersommer („Indian Summer“) vor allem die Niagarafälle im Bundesstaat New York an der Grenze zu Kanada. Die herausragenden Städte dieser Großregion sind natürlich New York City sowie Washington D.C., die Hauptstadt der USA mit dem Sitz des Präsidenten.

Ebenfalls im Norden, wenn auch nicht mehr direkt im Osten, warten mit Minnesota, Wisconsin und Michigan Anrainerstaaten an die Großen Seen auf Besucher. Hier ist Chicago die bestimmende Metropole.

Der Süden – Musik, Herzlichkeit und hervorragendes Essen

Wo an der Ostküste kühle Geschäftigkeit Trumpf ist, da bietet der Süden Lebensfreude und Herzlichkeit pur. Die Südstaaten eint, dass sie alle in der Vergangenheit die Sklaverei erlaubt haben. Heute scheint die Freude über deren Abschaffung immer noch unterschwellig den Alltag zu bestimmen. Musik, sehr gute Küche und ein herzlicher Umgang untereinander, aber auch mit Gästen charakterisieren die Atmosphäre in Bundesstaaten wie Georgia, Mississippi, Alabama, Louisiana sowie Nord- und Süd-Carolina. Savannah etwa im Bundesstaat Georgia gilt als die gastfreundlichste Stadt der gesamten USA. Was darf man im Süden nicht verpassen? New Orleans etwa ist ein „Must“, am besten zum Karneval. Also dem „Mardi Gras“. Dann steht die gesamte Stadt kopf und man kann ein Spektakel aus Musik, Kostümen, Tanz und Begeisterung erleben, das unauslöschliche Eindrücke hinterlassen wird. Fans von Elvis Presley kommen selbstverständlich nicht um einen Abstecher nach Memphis im Bundesstaat Tennessee herum. Dort liegt „Graceland“; das Haus in dem der King of Rock’n Roll lange gelebt hat und schließlich auch gestorben ist. Ebenfalls ein Mekka für Musikfreunde ist Nashville, die Heimat der legendären Country Music.

Der Süden ist freilich vor allem ohne einen Bundesstaat undenkbar. Die Rede ist natürlich von Florida, das mit seiner ungezwungenen Lebensart und seinen Traumstränden Sehnsuchtsziel vieler Nord- und Mitteleuropäer ist. Doch nicht nur das. Auch Kinder aus aller Welt haben diesen US-Bundesstaat zu ihrem absoluten Liebling erkoren. Das liegt nicht zuletzt an Orlando, wo sich rund 50 Themen- und Erlebnisparks um die Gunst und das Geld der Besucher bemühen. Zu den Stars dieser Einrichtungen zählen eindeutig die Parks der Walt Disney Corporation.

Das Land der Cowboys

Der Grand Canyon gehört seit 1979 zum UNESCO Weltnaturerbe und hat pro Jahr mindestens fünf Millionen Besucher.

Der Grand Canyon gehört seit 1979 zum UNESCO Weltnaturerbe und hat pro Jahr mindestens fünf Millionen Besucher.

Wer verkörpert die USA bei vielen Europäern mehr als die legendären Cowboys, die mit den ebenfalls legendären Indianern um ihr Land gekämpft und sie schließlich in die Knie gezwungen haben? Sie waren die Wegbereiter für die Pioniere und Siedler, die schließlich auf ihren langen Trecks denn gesamten Kontinent an sich gerissen haben. Kein Bundesstaat steht mehr für diese Vergangenheit als Texas, aber auch in Utah, New Mexiko, Oklahoma, Wyoming und Arizona lebt die Wildwestromantik weiter. Apropos Arizona. Mit dem Grand Canyon beherbergt dieser Bundesstaat eine der größten Touristenattraktionen der USA schlechthin. Ein weiteres Highlight, den Yellowstone-Nationalpark „teilen“ sich dagegen die Bundesstaaten Wyoming, Idaho und Montana.

Der Traum vom wilden Westen

Las Vegas ist bekannt für seine unzähligen Kasinos und wird nicht ohne Grund „Die Stadt, die niemals schläft“ genannt.

Las Vegas ist bekannt für seine unzähligen Kasinos und wird nicht ohne Grund „Die Stadt, die niemals schläft“ genannt.

Noch tiefer im Westen schließlich stoßen irgendwann selbst die USA an ihre Grenzen. Dort, wo sich der Pazifik ausbreitet, findet Nordamerika sein Ende. Beinah jedenfalls, wenn man vom Bundesstaat Hawaii und Besitzungen wie Amerikanisch-Samoa einmal absieht. Auf dem Weg zur Pazifikküste bleibt freilich noch einiges zu sehen. Las Vegas zum Beispiel, das Casino- und Showparadies in der Wüste des Bundesstaates Nevada. Von dort aus kann es dann weiter zu dem berühmten Nachbarn gehen, der ebenfalls das Herz vieler Europäer immer wieder höher schlagen lässt. Kalifornien steht für ein lässiges, entspanntes Lebensgefühl, für Genuss und natürlich auch für die Welt des schönen Scheins. In Los Angeles und Hollywood beherbergt es eine der Kernindustrien, für die die USA bekannt sind.

Eine Stadt mit Superlativen ist aber auch San Francisco. Nicht nur wegen der Golden Gate Bridge lohnt es sich, dort einen Stop einzulegen. San Francisco ist die US-Hauptstadt der Feinschmecker, und einem guten Wein ist man dort auch nicht abgeneigt. Wen wundert’s? Sowohl das Napa Valley als auch Sonoma Valley sind nicht weit entfernt.

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