John F. Kennedy Airport – Wo New York anfängt und aufhört

Auf dem John F. Kennedy-Airport werden jährlich über 56 Millionen Passagiere und knapp 450.000 Flugzeuge abgefertigt.

Zugegeben, man kann auch mit einem Ozeanriesen nach New York reisen. Doch für die weitaus meisten Europäer ist heute wohl das Flugzeug die beste Lösung, um schnell, sicher und relativ preiswert in den Big Apple zu gelangen. Wer – aus amerikanischer Sicht – von Osten über den großen Teich kommt, der dürfte auf New Yorks größtem Flughafen landen. Auf dem John F. Kennedy-Airport werden jährlich über 56 Millionen Passagiere und knapp 450.000 Flugzeuge abgefertigt, Cargoflüge inklusive.

Die häufigsten Verbindungen nach Europa bestehen zwischen London und New York sowie zwischen Paris und New York. Auf JFK, wie der Airport international abgekürzt wird, landen und starten aber auch Inlandsflüge. Hier halten die Verbindungen nach Los Angeles sowie nach San Francisco die Spitzenpositionen.

JFK ist eine Stadt für sich

New York und John F. Kennedy, das sind Begriffe, die überall auf der Welt als charismatisch empfunden werden. Kein Wunder also, dass Ankunft und Abflug auf und von diesem Flughafen als aufregender Teil jeder New-York-Reise betrachtet werden. In den USA nimmt JFK zwar „nur“ Rang fünf und global Platz 17 der größten Flughäfen ein, doch die Atmosphäre könnte nicht quirliger und bunter sein. Es gibt gleich sechs Terminals, die den Passagieren von über hundert Airlines zur Verfügung stehen. Hat da übrigens gerade jemand gestutzt, der schon einmal von Terminal 8 abgeflogen ist? Das lässt sich leicht aufklären. Die Terminals von JFK sind von eins bis acht nummeriert; Terminal 3 und Terminal sechs wurden jedoch im Laufe von Umbauarbeiten in den Jahren 2011 und 2013 abgerissen. Apropos Umbauarbeiten. Seit seiner Inbetriebnahme am 1. Juli 1948 ist der Flughafen bereits fünf Mal erweitert worden. Auch gegenwärtig (Juni 2016) laufen kleinere Modernisierungsarbeiten.

Dank der vier Start- und Landebahnen verfügt JFK über insgesamt mehr als 14 Kilometer Piste, um den Flugbetrieb reibungslos zu bewältigen. Bis heute sind fast sieben Milliarden Dollar an Investitionen in JFK geflossen.

Das hört sich zwar viel an, aber der Flughafen gibt der Stadt und dem Land dafür auch sehr viel zurück. JFK beschäftigt direkt und indirekt über 250.000 Menschen, die insgesamt pro Jahr geschätzte 13,4 Milliarden Dollar an Löhnen und Gehältern ausgezahlt bekommen. Darüber hinaus profitieren die Regionen New York und New Jersey mit einer Wirtschaftsleistung von über 37 Milliarden Dollar jährlich vom Flughafen. Das lässt die Investitionen dann schon wieder klein erscheinen…

Kommen und gehen

Der Flughafen John F. Kennedy International liegt 24 km östlich von Stadtzentrum der Weltmetropole New York City.

Der Flughafen John F. Kennedy International liegt 24 km östlich von Stadtzentrum der Weltmetropole New York City.

Zur Orientierung aber ist wohl die Frage interessanter, wo sich JFK Kennedy eigentlich genau befindet. Er liegt im Stadtteil Jamaica, das zum Stadtbezirk Queens gehört und etwa 25 Kilometer von Mid-Manhattan entfernt ist. Zwischen den Terminals und diversen infrastrukturellen Einrichtungen wie Parkhäusern, Hotels und nicht zuletzt zwei Haltestellen für die New Yorker Untergrundbahn „Subway“ verkehrt der Schienenzug „Airtrain“, der unentgeltlich benutzt werden kann. Wer nicht so gern U-Bahn fährt oder zu viel Gepäck dabei hat, der kann von JFK aus beruhigt ein „Yellow cab“, also ein lizensiertes gelbes Taxi für die Fahrt in die Innenstadt benutzen. Wenn das Verkehrsaufkommen nicht allzu groß ist, dauert die Fahrt von Manhattan nach JFK und umgekehrt rund 35 Minuten. Der fixe Tarif liegt zur Zeit bei 52 US-Dollar. Darüber hinaus gibt es auch Busse in die Innenstadt; am Flughafen selbst oder auf der offiziellen Website gibt es dazu detaillierte Informationen.

Ein kleiner Blick in die Geschichte

Als der Flughafen Ende der Vierziger Jahre eingeweiht wurde, war John F, Kennedy noch ein junger Mann, der einfach nur einer angesehenen amerikanischen Familie angehörte. Nach einer kurzen Phase als „Idlewild“-Airport, benannt nach einem nahe gelegenen Golfplatz, wurde der Flughafen zunächst schlicht „New York International Airport“ getauft. Erst am 24. Dezember 1963, rund einen Monat nach der Ermordung von John F. Kennedy, der in der Zwischenzeit der Präsident der Vereinigten Staaten geworden war, erhielt der Airport seinen heutigen Namen. Stadtrat und Bürgermeister von New York sowie die Betriebsgesellschaft einigten sich einvernehmlich darauf.

Der John F. Kennedy Airport in aller Kürze

  • In sechs Terminals werden jährlich rund 56 Millionen Passagiere abgefertigt
  • Knapp 100 Airlines bieten von JFK aus Linienflüge an
  • Die häufigsten Verbindungen nach Europa führen nach London und Paris
  • Die häufigsten Inlandverbindungen bedienen die Ziele Los Angeles und San Francisco

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