South Dakota – Der nordwestliche Prärie-Staat

Der Mount Rushmore ist die größte Attraktione der Black Hills, der „nationale Schrein der Demokratie”.

South Dakota, der Coyote State, ist der 19. größte Staat der USA und wird im Norden von North Dakota, im Osten von Minnesota und Iowa, im Süden von Nebraska und im Osten von Wyoming und Montana begrenzt. Der Missouri bildet einen Teil der südöstlichen Grenze.

Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit
199.744 733.000 SD Pierre MEZ –7/ MEZ-8

Geografisch wird South Dakota durch den Mississippi in zwei unterschiedliche Hälften geteilt, die auch in zwei verschiedenen Zeitzonen liegen (Central Time Zone östlich des Flusses – Mountain Time Zone westl. des Flusses). Westlich des Mississippi herrscht die Prärie vor, im regenreicheren Osten finden sich große Farmen, die Mais und Weizen anbauen und Grassamen züchten. Der Fluss selbst ist mehrmals zu langen, schmalen Seen gestaut.

Die Weite des Landes, die an die Ursprünge Nord-Amerikas erinnern, mit dem Meer an hüfthohem Gras und zahlreiche Sehenswürdigkeiten locken jährlich Millionen von Besucher. Es ist das Land, in dem der Film „Der mit dem Wolf tanzt“ gedreht wurde.

Hauptstadt ist Pierre mit rd. 13.000 Einwohnern, größte Stadt Sioux Falls mit über 150.000 Einwohnern. Rapid City hat circa 70.000 Einwohner.

Klima und Wetter

Süddakotas Klima ist kontinental mit ziemlich extremen Temperaturveränderungen zwischen Sommer und Winter. Die Durchschnittstemperatur im Januar liegt zwischen -10°C und -15°C, während die Durchschnittstemperatur im Juli zwischen 20°C und 25°C liegt.

Der Regenfall ist während der Sommermonate von Mai bis September am höchsten und im Winter fällt nur wenig Regent. Im Jahresdurchschnitt gibt es etwa 640 mm Regen im Südosten und im Nordwesten ca. 380 mm. Der Winter hat wenig Schnee, doch Schneestürme tauchen mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf. Der östliche Teil des Staates ist im Sommer recht feucht, während im Westen halbtrockene Verhältnisse herrschen.

Hauptsehenswürdigkeiten

Das Mount Rushmore National Memorial erreichte vor kurzem die 3 Millionen Besucher. Dargestellt sind von links nach rechts die Präsidenten George Washington (1. US-Präsident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.).

Das Mount Rushmore National Memorial erreichte vor kurzem die 3 Millionen Besucher. Dargestellt sind von links nach rechts die Präsidenten George Washington (1. US-Präsident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.).

Mount Rushmore National Memorial
Der Mount Rushmore ist die größte Attraktione der Black Hills, der „nationale Schrein der Demokratie”, in den Granit gemeißelte überdimensionale Köpfe von vier US-Präsidenten: George Washington als Vater der Nation, Thomas Jefferson als geistiger Vater der amerikanischen Verfassung, Abraham Lincoln als Einiger der Nation und Befreier der Sklaven nach dem Bürgerkrieg und Theodore Roosevelt als Wahrer des öffentlichen Interesses. Der Bildhauer Gutson Borglum verbrachte die letzten vierzehn Jahre seines Lebens damit, sie aus dem Granit des Mount Rushmore herauszuschlagen: Von 1927 bis 1941 arbeitete er an den Büsten, die nicht ganz vollendet werden konnten. Aber auch so sind die Gesichter „kolossal“: die ostwärts gerichteten Augen messen 6 Meter in der Breite, die Gesichter von der Stirn bis zum Kinn 18 Meter. Ein modernes Visitor Center zeigt Filme und Ausstellungen über Bau und Planung des Monuments. Im nahe gelegenen Keystone sind Borglums Zeichnungen, Modelle und seine Werkzeuge zu bewundern, die er teils erst für diese Arbeit entwickelte.

Park Headquarters
Mount Rushmore National Memorial
P.O. Box 268
Keystone, SD 57751
Tel. 605-574-2523
Geöffnet Mitte Mai-Mitte Sept tgl. 8.00-22.00, sonst 8.00-17.00

Badlands Nationalpark
Zerrissener und zerklüfteter Fels sowie Prärien erwarten den Besucher.

Hot Springs Mammoth Site
Im Süden der Black Hills liegt Hot Springs, wo bei Ausgrabungsarbeiten an einem prähistorischen Teich verschiedene Mammutskelette gefunden wurden. Im dazugehörigen, 1800 qm großen Visitor Center gibt es eine Reihe faszinierender Ausstellungen. Der Fossilfundplatz war vor ca. 26.000 Jahren der Rand einer etwa 25m tiefen, mit artesisch aufsteigendem Thermalwasser erfüllten steilwandigen Doline, die wegen des üppigen Pflanzenwachstums auch während der Eiszeit besonders gern von den hier lebenden Mammuts aufgesucht worden ist. Viele dieser schweren, bis zu 4 m großen Tiere sind am glitschigen Ufer abgerutscht bzw. im weichen Boden eingesunken und verendet. Inzwischen hat man die fossilierten Skelette von etwa vier Dutzend Kolumbusmammuts freigelegt. Neben Mammutknochen hat man auch Reste anderer Bewohner der eiszeitlichen Tundren- und Steppenlandschaft gefunden. Um den Fundplatz ist die Ausstellung angeordnet worden, die sich mit der erdgeschichtlichen Periode des Quartär und der Entwicklung des Lebens in Nordamerika während der vergangenen zwei Millionen Jahre befasst. Geöffnet Mitte Mai-Aug. tgl. 8.00-20.00, April-Mitte Mai u. Sept./Okt. 9.00-17.00

Custer State Park
Ein State-Park mit den Qualitäten eines Nationalparks.

Das Crazy Horse Memorial ist eine im Bau befindliche monumentale Skulptur zu Ehren des Oglala-Lakota-Indianers Crazy Horse.

Das Crazy Horse Memorial ist eine im Bau befindliche monumentale Skulptur zu Ehren des Oglala-Lakota-Indianers Crazy Horse.

Crazy Horse Memorial
Die Felsskulptur des Crazy Horse Memorial wartet immer noch auf ihre Fertigstellung. 1939 hatte Sioux-Chief Henry Standing Bear den Bildhauer Korczak Ziolkowski eingeladen, ein Monument der indianischen Nation nach dem Vorbild der Präsidentenskulptur von Mount Rushmore aus den Felsen der Black Hills zu schlagen, um „den Weißen Mann wissen zu lassen, dass auch der Rote Mann Helden hat“. Ziolkowski starb im Jahre 1982, noch während derVorarbeiten an der 170 m hohen und 194 m langen, dreidimensionalen Figur, die Sioux-Häuptling (Chief) Crazy Horse auf einem wilden Pferd darstellen soll. Seine Familie führt die Arbeiten anhand von hinterlassenen Plänen weiter. Zum Komplex gehört das Indian Museum of North America, wo etwa 20.000 Artefakte ausgestellt sind. Auch das Atelier des Bildhauers ist dem Publikum zugänglich. Täglich von 6.30 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet.
Crazy Horse Memorial
Avenue of the Chiefs
Crazy Horse, SD 57730-9506
Tel. 605-673-4681, Fax 605-673-2185

Wind Cave Nationalpark
Hier liegt die Nahtstelle zwischen Prärie und bewaldetem Bergland. Kolonien von Präriehunden sowie Antilopen, Elche und Büffel haben im Park ihre Heimat. Die Höhle, die dem Nationalpark ihren Namen gab, gilt als sechstlängste der Welt, hat eine beständige Temperatur von 12 Grad Celsius und ist vor allem bekannt wegen der seltenen, bienenwabenartigen Felsformationen, die die Wände bedecken. In der Höhle weht, besonders bei Wetteränderungen, ein pfeifender Wind. Verschiedene Höhlenbesichtigungen mit einer Zeitdauer von 1 bis 4 Stunden finden ab Visitor Center statt. Längere Höhlentouren gibt es nur im Sommer, Kurztouren das ganze Jahr über.

Wind Cave National Park, RR 1
Box 190-WCNP
Hot Springs, SD 57747-9430
Tel. 605-745-4600

Black Hills National Forest
Die Black Hills sind eine grüne Mittelgebirgslandschaft inmitten einer weiten und kargen Prärie an der Staatsgrenze von South Dakota und Wyoming. Höchster Punkt ist mit 2.207 Metern der Harney Peak. Zum Black Hills National Forest gehören 30 Campingplätze, 26 Picknick-Areas, 2 Scenic Byways und 450 Meilen Wanderwege (trails). In der Zeit von Mai bis September ist das Parken im National Forest gebührenpflichtig.

Deadwood war eine der wildesten Gold Rush-Städte und hatte im Jahre 2000 noch 1.380 Bewohner.

Deadwood war eine der wildesten Gold Rush-Städte und hatte im Jahre 2000 noch 1.380 Bewohner.

Deadwood
Deadwood war eine der wildesten Gold Rush-Städte und sonnt sich noch immer – oder wieder – in diesem Ruf. Nachdem 1876 hier Gold gefunden wurde, waren kaum ein Jahr später mehr als 6.000 Goldsucher aktiv und 25.000 Menschen lebten hier. Hier starben Westernlegenden wie Wild Bill Hickock alias James Butler – Spion, Scout, Kutschführer, Sheriff und Glücksspieler – und Calamity Jane alias Canary Burke – Prostituierte, Krankenschwester und Wild West Show-Star. Beide sind auf dem Mount Moriah Cemetery bestattet. In jüngster Zeit knüpft der Ort an seine Glücksspielzeit an. 1989 erreichte ein Komitee, dass das Glücksspiel wieder legalisiert wurde. Heute bestehen rund 80 „historische“ Spiehallen und ziehen Touristen an. Von Memorial Day bis Labor Day finden ab 13 Uhr etwa halbstündlich Wild West Shootouts als sog. reenactments in Historic Deadwood statt.

Spearfish Canyon
Der malerische US Hwy 14A führt durch den Spearfish Canyon mit palisadenähnlichen Felsformationen, Wasserfällen und Picknickplätzen.

Spearfish
In einem Freilicht-Amphitheater wurden 70 Jahre lang jährlich in den Sommermonaten Passionspiele aufgeführt, das Black Hills Passion Play. In 2008 endeten die Aufführungen. Das Spearfish Amphitheater’s Visitor Center zeigt in einem Museum die Geschichte der Festspiele, es gibt außerdem eine geführte Backstage- und Museumstour.

Feste und Ereignisse

Das Laura Ingalls Wilder Schauspiel wird jedes Jahr an den Abenden im späten Juni und frühen Juli in De Smet in der Nähe von Brookings aufgeführt und feiert das Leben der Autorin mit Wagenritten, Ständen und Familienunterhaltung.

Das Spearfish Festival im Park findet jährlich statt in der dritten Woche im Juli. Das Festival bietet über 100 regionalen Handwerkern eine Gelegenheit, ihre Arbeiten auszustellen.

Die Black Hills Powwow (indianische Versammlung) und Arts Expo findet im frühen Juli in Rapid City statt. Hier sieht man die Sioux Stämme mit traditionellen Tänzen, Gesängen und Ausstellungen von Kunst und Kunsthandwerk.

Der Gold Discovery Day findet jährlich in Custer am vierten Wochenende im Juli statt. Hier wird die Geschichte der Goldschürferzeiten des Staates wiederbelebt.

Jedes Jahr im August feiert Deadwood seine Vergangenheit mit dem Days of ’76 Festival, eine Parade mit Pionierwagen und Kutschen, die sich über 5 km erstreckt. Außerdem gibt es ein Rodeo.

Jedes Jahr findet im Pine Ridge Reservat in den südlichen Badlands die Oglala Sioux Nations Fair statt. Sie wird am ersten Wochenende im August abgehalten und zeigt Rodeos und Powwows.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Information Centers

Entlang der Interstates 29 und 90 liegen die Information Center des Staates South Dakota. Von Mitte Mai bis Mitte September sind diese Zentren personell entsprechend dem erwarteten Besucherandrang ausgestattet. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Lage der Information Center:

  • Glacial Lakes/New Effington (south bound only)
    I-29 at mile post 250.6
  • Whetstone Valley/Wilmot (north & south bound)
    I-29 at mile post 213
  • Valley Springs (west bound only)
    I-90 at mile post 411
  • Homestead/Vermillion (north & south bound)
    I-29 at mile post 26.6
  • Salem (east bound) I-90 at mile post 362.3
    Salem (west bound) I-90 at mile post 362.7
  • Lewis & Clark/Chamberlain (east & west bound)
    I-90 at mile post 264.4
  • Medicine Creek/Vivian (west bound)
    I-90 at mile post 221.3
  • Cheyenne River/Wasta (east & west bound)
    I-90 at mile post 98.9
  • Black Hills Visitor Information Center (east & west bound)
    I-90 at mile post 61
  • Tilford (east bound) I-90 at mile post 41
    Tilford (west bound) I-90 at mile post 41.2
  • Northern Hills/Spearfish (east bound only)
    I-90 at mile post 1

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