Montana – der „Treasure State“

Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit
380.838 989.415 MT Helena MEZ -8

Wussten Sie, dass der US-Bundesstaat Montana nur geringfügig größer ist als Deutschland? Wahrscheinlich nicht. Allzu viel weiß man über den viertgrößten Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika hierzulande nicht.

Fest steht, dass Montana 380.838 km² groß und außerdem sehr dünn besiedelt ist. Rund 1.000.000 Einwohner zählt man im “Mountain State” Montana, gehört dieser doch zu den Bundesstaaten, die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Aufgrund der zahlreichen, natürlich vorkommenden Bodenschätze, wie  Erdöl, Kohle, Silber oder Gold erhielt Montana auch den Beinamen “Treasure State”.

Grenzt der Bundesstaat im Norden an Kanada, genauer die Provinzen British Columbia, Alberta und Saskatchewan, sind im Osten die Bundestaaten North Dakota und South Dakota, im Süden Idaho und Wyoming Montanas Nachbarn.

Die Landschaft ist vielfältig. Zum einen trifft man in Montana auf zerklüftete Berge, dann aber wieder auf weite Tiefebenen, die dem einen oder anderen als “Great Plain” sicher bekannt sind. Dass die
Landschaft atemberaubend ist, bestätigt auch der Umstand, dass in Montana nicht nur der Glacier-Nationalpark, sondern auch ein Teil des berühmten Yellowstone-Nationalpark liegt.

Die ersten Europäer in Montana waren Louis-Joseph und François de la Vérendrye, zwei Händler, die 1743 das Gebiet des heutigen Montana erreichten. Später erwarben die USA den französischen Teil von
Louisiana, das ein Teil von Montana werden sollte. 1846 fiel den USA im Zuge des Oregon-Kompromisses auch der Nordwesten des heutigen Montana zu.

Zu Zeiten des Goldrausches um 1862 strömten Tausende in das dünn besiedelte Gebiet, um am Grasshopper Creek und in Virginia City ihr Glück zu versuchen.

Erbitterte Kämpfe waren an der Tagesordnung

In der Schlacht am Little Bighorn am 25. Juni 1876 wurde das 7. US-Kavallerieregiment unter George Armstrong Custer von Indianern der Lakota-Sioux, Arapaho und Cheyenne vernichtend geschlagen.

In der Schlacht am Little Bighorn am 25. Juni 1876 wurde das 7. US-Kavallerieregiment unter George Armstrong Custer von Indianern der Lakota-Sioux, Arapaho und Cheyenne vernichtend geschlagen.

Ein trauriges Kapitel in der Geschichte der USA und somit auch in der Geschichte Montanas ist der Umgang mit der indigenen Bevölkerung. Wie vielerorts lieferte man sich erbitterte Kämpfe. In der Schlacht am Little Bighorn musste die Kavallerie eine große Niederlage einstecken und sich zumindest in dieser Schlacht den Indianerstämmen Montanas (den Lakota, Cheyenne und Arapaho) geschlagen geben.

Für diejenigen, die der Einsamkeit einiges abgewinnen können, die Natur sowie die Romantik stillgelegter Minen schätzen, ist Montana auf jeden Fall eine Reise Wert.

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