Salt Lake City – die Olympiastadt hat viel zu bieten

Mit 186.000 Einwohnern ist Salt Lake City die größte Stadt des US-Bundesstaates Utah und gleichzeitig seine Hauptstadt.

Es ist gerade einmal zehn Jahre her, da war Salt Lake City das hippeste Reiseziel des Jahres. Die Metropole im US-Staat Utah richtete damals die Olympischen Winterspiele aus und hatte die ganze Welt zu Gast. Das olympische Feuer ist zwar inzwischen erloschen, die Anziehungskraft aber, die die Stadt auf ein internationales Publikum ausübt, hat sich erhalten.

Ein Wunder ist das nicht, obwohl die Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah sich ausgesprochen gottesfürchtig und entsprechend sicher präsentiert. Doch neben ihren vielen Kirchen und dem engen Bezug zur Church of Jesus Christ and the Latter Saints (bei uns vielleicht besser unter dem Namen „Mormonen“ bekannt hat sie auch viele weltliche Attraktionen zu bieten. Diese Tatsache und der Fakt, dass Salt Lake City von herrlicher Natur mit diversen Sportmöglichkeiten umgeben ist, machen die Stadt nach wie vor zu einem äußerst attraktiven Reiseziel.

Begegnung mit den Mormonen

Eine Reise nach Salt Lake City wird immer auch eine Begegnung mit den Mormonen sein. Es waren Mitglieder dieser damals im Osten der heutigen USA religiös verfolgten Kirche, die am 24. Juli 1847 die Stadt gründeten. 143 Männer, drei Frauen und zwei Kinder sollen bei diesem Gründungsakt, der an der Ostküste des Großen Salzsees (Salt Lake) stattfand, dabei gewesen sein. Salt Lake City ist also noch eine verhältnismäßig junge Stadt; auch, wenn ihr Zentrum in Teilen als „historisch“ bezeichnet wird. Das verdeutlicht einmal mehr die amerikanische Perspektive auf die Geschichte. Die Bauten aus der Gründerzeit, die noch original erhalten sind und sich in der Innenstadt mit moderner Architektur unkompliziert mischen, gelten dort bereits als „alt“. Das würde ihnen in einer europäischen Großstadt sicher nicht so schnell passieren. Der Optik jedoch tut das keinen Abbruch. Die flachen Gebäude der Pioniere passen gut zu den modernen Neubauten, die zwar oft zwischen 20 und 30 Stockwerke haben, aber dennoch keine klassischen Wolkenkratzer darstellen. Wer diese Mischung dann noch vor dem eindrucksvollen Gebirgspanorama der Wasatch Mountains betrachtet, der wird sich dem Reiz dieser Skyline sicher nicht verschließen können.

Akustik vom Feinsten und eine frühe Vision

Die Tatsache, dass Salt Lake City über eine wunderschöne Umgebung und Natur verfügt, macht die Hauptstadt Utahs für Reisende interessant.

Die Tatsache, dass Salt Lake City über eine wunderschöne Umgebung und Natur verfügt, macht die Hauptstadt Utahs für Reisende interessant.

Auch wer nicht religiös oder zumindest nicht christlich orientiert ist, sollte den Mormon Tabernacle Choir besuchen – für alle anderen ist er ohnehin Pflicht. Dieses christliche Konferenzzentrum besitzt eine riesige Konzerthalle mit einer außergewöhnlich guten Akustik. Wenn dort gerade keine Veranstaltung stattfindet, kann die Halle kostenlos besucht werden. Es werden immer ein paar Mormonen anwesend sei, die Gästen gern von der Halle, ihrer Geschichte und ihren Geschichten erzählen. Auch das ist ein liebenswertes Merkmal von Salt Lake City: Ihre Bewohner sind gastfreundlich und gern zu Auskünften bereit. Das kann im Einzelfall durchaus auch zu einem Missionsversuch ausarten. Der Rückzug sollte dann höflich und freundlich angetreten werden. Mit viel Spaß und viel frischer Luft kann der Reisende im „This is the place Heritage Park“ in die Geschichte der Gründungsväter eintauchen. Der Park ist ein lebendiges Museum, das auch mit Kindern bestens besucht werden kann. Seinen Namen hat er von der Vision des Kirchenvaters Brigham Young, der bei der Gründung der Stadt gesagt haben soll: „Dies ist der richtige Platz“ oder: „This is the place“.

Auf den Spuren der eigenen Familie

Ebenfalls einen Besuch wert ist die „Family History Library“, eine öffentliche Bibliothek. Das mag sich vielleicht unspektakulär anhören, ist es aber nicht. Denn in dieser Institution hat man sich auf die Geschichte und den Stammbaum von Familien spezialisiert. Wohlgemerkt, das gilt auch für die Familien der Touristen. Die Mitarbeiter der Bibliothek werden jedem, der darum bittet, Zeigen, wie er Zugang zu relevanten Dokumenten in der Genealogie erhält. Dieser Rat wird übrigens völlig kostenlos gewährt. Aber Vorsicht! Es soll schon Touristen gegeben haben, die ihren ganzen Urlaub mehr oder weniger nur in diesem Gebäude verbracht haben, so sehr hatte sie die Ahnenforschung gepackt. Bei allem Respekt davor – es wäre schade, wenn sich das wiederholen würde. Denn Salt Lake City hat auch im Freien einiges zu bieten.

Sportliche Erholung wird hier ganz groß geschrieben

Salt Lake City hat ein sowohl im Sommer als auch im Winter ein ausgeprägtes Klima zu bieten, das jede Art von jahreszeitlicher Aktivität doppelt attraktiv macht. Die Wintersportarten können hier seit der Olympiade natürlich auf höchstem Niveau ausgeübt werden und auch die Infrastruktur drum herum stimmt ganz einfach. Ob öffentlicher Personennahverkehr zu den Sportstätten und Pisten, ob Ausrüstungsverleih, Snackbars, Restaurants und nahe gelegene Hotels – alles ist vorhanden. Wo im Winter gerodelt und gewedelt wird, da lässt es sich aber auch im Sommer gut sein. Die Berge laden zum Wandern, Klettern und Mountainbiken ein. Am großen Salzsee dagegen schlägt dann die Stunde der „Wasserratten“. Wer zwischendurch mal einen Tag einfach nur ausspannen will, der genießt die schönen Parks und Gärten oder die interessanten Museen der Stadt; z.B. das Naturkunde- oder das Kunstmuseum.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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