Neuengland – Ursprung englischer Besiedlung

Unter dem Sammelnamen Neuengland versteht man die sechs nordöstlichen Bundesstaaten zwischen New York und der kanadischen Grenze: Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont.

Unter dem Sammelnamen Neuengland versteht man die sechs nordöstlichen Bundesstaaten zwischen New York und der kanadischen Grenze: Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont. Boston wird dabei grundsätzlich als Hauptstadt der Region angesehen.

Neuengland ist die kulturelle und historische Wiege der USA, nirgendwo sonst ist der Staatenbund älter und somit auch „historischer“ als hier. Das hat natürlich damit zu tun, dass von der Ostküste aus die Besiedlung durch die damalige Kolonialmacht England begann. Bis heute hat das deutlich sichtbare Spuren hinterlassen, sei es in der Architektur, sei es in der Sprache der Bewohner oder sei es auch insgesamt im „europäischen“ Lebensstil dieser Region. In Neuengland liegen übrigens auch die renommierten Universitäten Harvard und Yale, auf die bis heute die Eliteschüler der USA geschickt werden. Dort wird auch, aber natürlich nicht nur studiert. Oder wo kommen all die vielen jungen Leute sonst her, die der Stadt Boston ihren frischen und lebendigen Charakter verleihen?

Boston ist eine Stadt für Fußgänger

Boston gilt allgemein als das Tor zu Neuengland. Ist dieses Tor einmal aufgestoßen, dann lässt sich die Stadt leicht entdecken – man kann im Grunde nämlich alles zu Fuß erledigen. Dafür sorgt der „Freedom Trail“. Dieser innerstädtische Wanderweg verbindet auf einer Länge von rund vier Kilometern 16 Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt mit dem „Paul Revere’s House“ von 1680 das älteste Privatgebäude der Innenstadt ebenso wie das Old State House, das im Jahre 1713 gebaut wurde. Dort ist einst der Funke der Revolution gegen die Kolonialmacht England entsprungen. Für etwas Natur sorgt zwischendurch der „Rose Kennedy Greenway“, eine zauberhafte Parklandschaft, die der Freedom Trail durchquert.

Die Einwohner der Neuengland-Staaten nennt man gemeinhin „Yankees“. Die Besiedlung in den drei nördlichen Bundesstaaten Vermont, New Hampshire und Maine ist recht dünn, während Rhode Island zu den dichtbesiedelsten Staaten der USA gehört. Landschaft und Bewohner erfüllen in Teilen die erwarteten touristischen Klischees. Die Orte sind ländlich geprägt, die Nebenstraßen führen über gedeckte Brücken und scheinbar endlose Wälder. Diese Wälder sind die besondere Attraktion im Herbst, wenn sie zur Zeit des Indian Summer in Gelb- und Rottönen leuchten.

Mit Leuchttürmen bespickte Küsten

Das Gebiet Neuengland befindet sich an der Ostküste der USA.

Das Gebiet Neuengland befindet sich an der Ostküste der USA.

Zugegeben, das hört sich ein bisschen trocken an. Aber wer diese Farbenpracht im Altweibersommer einmal in Neuengland erlebt hat, der wird sie nicht mehr vergessen. Tatsächlich ist sie so eindrucksvoll, dass viele Touristen ausschließlich deshalb die Neuengland-Staaten besuchen. Was, ehrlich gesagt, auch wieder schade ist. Denn der Frühling und vor allem der Sommer hat im Nordosten der USA ebenfalls viel zu bieten. Die Küsten Neuenglands mit ihren vielen Leuchttürmen und Wassersportmöglichkeiten ist definitiv eine Reise wert.

Die Straßen durch das Land bieten kaum beachtenswerte Ausblicke. Anders ist es wie gesagt an den teils felsigen, teils sandigen Küsten, die mit Leuchttürmen gespickt sind. Hier bekommt man die für europäische Preisverhältnisse günstigen Hummer (lobster) und die sämige Muschelsuppe (clam chowder). Während Connecticut, Rhode Island und Massachusetts eher wohlhabend und entsprechend mit größeren städtischen Zentren durchsetzt sind, bleiben die dünnbesiedelten nördlichen Staaten Vermont, New Hampshire und Maine landwirtschaftlich geprägt. Hier kann man einen USA-Urlaub jenseits der ausgetretenen touristischen Pfade verbringen und die Menschen und die Mentalität der Neuengland-Staaten in Ruhe kennenlernen.

Klima und Reisezeit

Boston ist die größte Stadt in Neuengland und Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts.

Boston ist die größte Stadt in Neuengland und Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts.

Von Mitte Mai bis Mitte Oktober ist die beste Reisezeit für Neuengland. Die Jahreszeiten sind deutlich ausgeprägt. Der Winter ist sehr kalt mit viel Schnee, es gibt aber auch zahlreiche Tage mit klarem Himmel. Der Frühling hat kalte Nächte und frische Tage. Die Sommer sind angenehm warm, zeitweise auch sehr heiß und sehr schwül. Der Herbst hat sonnige, frische Tage und gilt wegen der ausgeprägten Laubfärbung als die schönste Jahreszeit (Indian Summer). Vermont und New Hampshire haben zusätzlich eine sog. fünfte Jahreszeit: die „Mud Season“ (Schlamm-Saison) im April, nach dem Schnee und vor dem Erblühen der Blumen.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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