Maine – Der größte Neuengland-Staat

Der Acadia Nationalpark ist der einzige Nationalpark in Neuengland und gehört zu den zehn meistbesuchten Parks in den USA.

Maine ist der größte der Neuengland-Staaten (so groß wie die anderen Neuengland-Staaten zusammen), in der Nordostecke der Vereinigten Staaten mit schöner Landschaft. 80% des Staates sind bewaldet (pine forests); daher führt Maine auch den Beinamen: Pine Tree State.

Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit
91.646 1.328.188 ME Augusta MEZ -6

In Maine gibt es über 2.200 Seen mit zahllosen Ufern, über 5000 Flüsse sowie Berge und Täler. An den Küsten Maines findet man allein 63 Leuchttürme, die Küstenlinie umfasst 5.500 Meilen. Allerdings sind die Küsten meist nicht zugänglich, da sie sich in Privateigentum befinden. Nur 2% der Küsten sind in öffentlicher Hand.

Der Küste sind zahlreiche Inseln vorgelagert. Die größte der Inseln ist Mount Desert Island, auf der sich der Acadia Nationalpark befindet. Die Straßen folgen teilweise der Küstenlinie und bieten interessante Ausblicke. Der Gezeitenhub von Ebbe und Flut ist in Maine höher als anderswo in den USA; in Passamaquoddy Bay wird eine Höhendifferenz von 8,5 m erreicht.

Die Hauptstadt Augusta hat knapp unter 20.000 Einwohner, größte Stadt ist Portland mit über 65.000 Einwohnern. Touristisches Hochgebiet sind die Küstenregionen, die im Sommer bevölkert sind. Je mehr man ins Landesinnere geht, um so näher kommt man der Wildnis.

Klima und Wetter

Das Phänomen Indian Summer ist durch eine besonders intensive Blattverfärbung in den Laub- und Mischwäldern berühmt.

Das Phänomen Indian Summer ist durch eine besonders intensive Blattverfärbung in den Laub- und Mischwäldern berühmt.

Das Klima ist maritim-warmgemäßigt mit teilweise starken Niederschlägen. Der Staat ist smogfrei und hat ganzjährig Saison. Die Sommer sind angenehm mit durchschnittlich 21 bis 32 Grad Celsius, auch in den höheren Lagen. Der Winter bringt auch geschlossene Schneedecken, ist jedoch nicht extrem kalt, die Durchschnittstemperatur liegt bei 5 Grad.

Den Indian Summer erlebt man in der letzten Septemberwoche bis zur zweiten Oktoberwoche (vom Norden über West- und Zentral-Maine bis zur Küste und dem Süden). Das Frühjahr gilt als Geheimtipp, da dann die Sommerferien in den USA noch nicht begonnen haben.

Sicherheit

Besondere Sicherheitsrisiken sind nicht bekannt. Wie immer in touristischen Hochburgen ist auch hier der Bereich des Diebstahls ein besonderer Problembereich. Für den Autoverkehr bilden die Elche (moose) eine besondere Gefahrenzone. Die Tiere sind in Maine zahlreich vertreten und nahezu blind. Jedes Jahr werden mehrere Autofahrer durch Zusammenstöße mit diesen an sich gutmütigen Tieren getötet. Elche sind vorwiegen in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Im Frühjahr lecken sie das (Streu-) Salz von den Straßen.

Shopping

  • Freeport ist der Geburtsort des Factory Outlet Shopping. Es begann mit dem Freizeitbekleidungshersteller L.L. Bean (24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr auch heute noch geöffnet; www.llbean.com), heute ist die gesamte Main Street eine Mall.
  • Die Outlet Mall in Kittery (SR 95, Exit 3) gilt als eine der besten der USA, 120 Geschäfte auf über einer Meile.
  • Steuern: Die sales tax (Verkaufssteuer) beträgt 5,5 %, die lodging tax (Hotelsteuer) 7 %.
  • Einfuhrbestimmungen:: In den Staat Maine dürfen maximal eingeführt werden: 1 gal. Whiskey, 1 gal. Spirituosen (Wein, Likör), 1 Packung Bier

Hauptsehenswürdigkeiten

Acadia N.P.
Klippen und Seenlandschaften bieten ein intensives Naturerlebnis. Es ist der Nationalpark mit der zweitgrößten Besucherzahl und der erste Nationalpark im Osten der USA. Der Park umfasst den Hauptteil von Mount Desert Island und bietet 273 km an Trails zum Radfahren, Wanderen und Reiten.

Die Park Loop Road führt vorbei an Teilen der Küstenlinie, sandigen Stränden und Koniferen-Wäldern und reicht bis zum Gipfel des Cadillac Mountain (mit 466m der höchste Punkt der Insel und der gesamten Atlantikküste, bekannt für die Panoramasicht auf die umliegende Wald- und Wasserwildnis, besonders schön bei Sonnenuntergang). Das Thunder Hole ist ein Felsloch mit donnernder Brandung. Die Carriage Roads sind ein Netz von 70 km langen ehemaligen Straßen für Pferdegespanne, heute als Wander- und Radwege genutzt.

Maritime Museum & Shipyard, Bath
Die Geschichte der 200jährigen Bath-Werft wird museal aufbereitet (243 Washington St.).

Windjammer Cruises, Camden
Auf einem Riesensegler die Freiheit der Meere genießen.

Maine State Museum, Augusta
Die Geschichte Maines mit interessanten Ausstellungsstücken (State House Complex, State St. – Freier Eintritt, täglich geöffnet, Mo – Fr 9 – 17, Sa 10 – 16, So 13 – 16 Uhr, Tel. 207-287-2301)

Whale Watching, Bar Harbor
Auf Bootstouren Buckel-, Finn- und andere Wale sowie Delphine, Tümmler, Seehunde und Papageientaucher (puffin) beobachten. Der Hafen von Bar Harbor ist die Attraktion des Ortes (ansonsten gibt es nichts besondereres!), der am Eingang zum Acadia Nationalpark liegt. Die Tourist Information findet man am Fährterminal (ferry terminal), im übrigen besitzt der Hauptort der Region alle touristischen Einrichtungen.

Portland

Portland ist eine Hafenstadt im US-Bundesstaat Maine und die größte Stadt des Staates.

Portland ist eine Hafenstadt im US-Bundesstaat Maine und die größte Stadt des Staates.

Portland ist die lebendigste der Städte in Maine (Casco Bay Peninsula). Hauptattraktionen sind das Portland Museum of Art (7 Congress Sq., das größte Kunstmuseum in Maine mit Werken vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart; hier finden sich Werke von John Singer Sargent, Rockwell Kent und Winslow Homer sowie des europäischen Impressionismus bis hin zum Surrealismus mit Werken von Degas, Monet, Renoir, Edgar Degas, Picasso, Munch und Magritte), das Theater im Portland Performing Arts Center und das Portland Symphony Orchestra. Das Umland bietet 160 km an Natur- und Wanderwegen, 11 öffentliche Golfplätze und 124 Tennis Courts. Damit Ihre Wanderutensilien komplett sind, haben wir eine Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA erstellt.

Baxter State Park

Der Baxter State Park liegt 137 km nördlich von Bangor. Die zwei höchsten Berge des Staates Maine findet man hier. Baxter Peak ist 1.605 m hoch, der Gipfel des Mount Katahdin und der höchste Punkt im Staate. Er markiert das Ende des Apalachian Trail, der in Georgia beginnt und 3.200 km lang ist. Die Staatsstraße 159 führt durch den Park, aber aller anderen Straßen sind ungepflastert.

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Hummerbestände

Vor der Küste des Bundesstaates Maine hat sich zwischen den Jahren 1982 und 1997 die Zahl der ausgelegten Hummerfallen (lobster-traps) von 1,5 Millionen auf 2,7 Millionen erhöht und damit fast verdoppelt. Das von Wissenschaftlern befürchtete Aussterben des Hummers, dem Schicksal des Kabeljaus folgend, ist dennoch nicht eingetreten. Im Gegenteil: in der gleichen Zeit verdreifachte sich die Hummerpopulation. Die Hummer haben sich offenbar sehr gut arrangiert. Sie holen sich die Köder, die Hummerfischer in den lobster-traps untergebracht haben, heraus, verfangen sich aber nicht in den Netzen, weil sie noch jung und schlank sind. Auf diese Art tragen die ausgelegten Köder als Zusatznahrung sogar zum Wachsen der Population bei.

Lobster sind in Maine die am meisten aus dem Ozean geholten Meerestiere. Als in den neunziger Jahren die klassischen Seefische wie Kabeljau und Heilbutt überfischt waren, wandten sich die Fischer der Hummersuche zu. Zwar müssen die Fallen mit Ködern im Meer versenkt und einzeln nach einigen Tagen mit einer Winde wieder heraufgezogen werden, aber der Hummerfang kann nahe der – sicheren ~ Küste ausgeübt werden.

Aufgrund der wachsenden Hummerpopulation werden die amtlich verordneten Lobster-Fangmengen von den Fischern immer seltener eingehalten. Hierzu tragen auch die sog. Lobster-Hatcheries bei, in denen Hummer gezüchtet werden. Während in der Natur durchschnittlich nur jedes fünfzigste Ei überlebt und zu einem erwachsenen Hummer heranwächst, haben die Züchter eine Ausbeute von 50 %. Erst wenn den jungen Hummern nicht mehr Kannibalismus von Artgenossen droht, werden sie aus den Züchtereien ins freie Meer entlassen. Dort wachsen die Hummer in fünf bis sieben Jahren zu Größen heran, die den Fang lohnen.

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