Boston – Die wohlhabende Stadt an der Ostküste

Das 1630 gegründete und nach einer englischen Stadt benannte Boston nennt sich gern „Wiege der Freiheit“.

Das 1630 gegründete und nach einer englischen Stadt benannte Boston nennt sich gern „Wiege der Freiheit“ (Cradle of Liberty). Bis ins 18. Jahrhundert hinein war Boston auch die bedeutendste amerikanische Großstadt. Heute noch gilt es als Metropole der Neuengland-Staaten.

Wenn es um die Traumziele in den USA geht, dann werden New York und Miami, Los Angeles und San Francisco, gern auch noch Texas und Hawaii genannt. Aber Boston? Boston spielt bei den europäischen US-Touristen oft nur in der zweiten Liga mit. Allenfalls die Spezialisten, die im Herbst die Farbenpracht des neuenglischen „Indian Summer“ genießen möchten, schwärmen regelmäßig von der Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts. Recht haben sie! Denn bei Boston handelt es sich nicht um irgendeine Stadt an der Ostküste, die sich ganz nett am Atlantik ausgebreitet hat. Tatsächlich ist Boston eine der ältesten und reichsten Städte der USA. Bildung und Kultur spielen hier eine enorme Rolle. Das kommt nicht nur den Studenten der Elite-Uni Harvard zu Gute, sondern auch den Besuchern der Stadt. Die können nämlich in Boston nicht nur erlesen dinieren und shoppen, sondern auch Kultur pur und auf höchstem Niveau erleben.

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In dieser Stadt ist Platz für die Alte und Neue Welt

Der hohe Bildungsstand und die entsprechende Lebensqualität in Boston geben der Stadt ihr ganz besonderes Gepräge. Boston hat etwas Vornehmes, Gepflegtes, Stilsicheres. Hier wird das Geld nicht in lauten Fabriken mit stinkenden Abwässern und qualmenden Schloten verdient. In Boston arbeitet man in hochrangigen Bildungseinrichtungen, in der Finanzwirtschaft und im Gesundheitswesen und, natürlich, in technologisch führenden Unternehmen. Es sind „saubere“ Branchen und so ist Boston auch eine von Grund auf saubere und sehr angenehme Stadt. Natürlich ist Boston nicht nur auf den ersten Blick eine durch und durch amerikanische Stadt. Dafür sorgt schon allein die beeindruckende Skyline direkt an der Küste des Atlantischen Ozeans. Gleichzeitig hat sich hier aber auch etwas Europäisches erhalten, das aus der eng mit der Alten Welt verwobenen Geschichte der Stadt herrührt. So ist Boston zum Beispiel keine übermäßig große Metropole. Was für die Gäste der Stadt interessant und sehenswert ist, das kann man bei durchschnittlicher Fitness gut zu Fuß erreichen. Ebenfalls bemerkenswert: In Boston wird ein Amerikanisch gesprochen, das dem Queens English immer noch relativ nahe ist – was man ansonsten von den Dialekten in den USA ja nicht so oft behaupten kann. Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass es in Boston so viele Sprachschulen gibt. Wer also eine Sprachreise in die USA plant, sollte diese Stadt in die engere Wahl einbeziehen.

Abwarten und Tee trinken – in Boston war das nicht immer eine gute Idee

Von dort, wo sich heute das "Boston Tea Party Ship & Museum" befindet, brachen 1773 die Bostoner auf, die die Teeladung eines britischen Schiffes ins Wasser warfen.

Von dort, wo sich heute das „Boston Tea Party Ship & Museum“ befindet, brachen 1773 die Bostoner auf, die die Teeladung eines britischen Schiffes ins Wasser warfen.

Tee wird gemeinhin als Getränk für innere Ruhe, für Ausgeglichenheit und leisen Genuss angesehen. Bei der berühmten „Boston Tea Party“ ging es allerdings alles andere als ruhig und ausgeglichen zu. Lange schon hatten die britischen Kolonien in Nordamerika mit ihrem Mutterland gehadert. Man fühlte sich finanziell zunehmend ungerecht behandelt und steuerlich ausgebeutet und begann wohl auch schon, ein eigenständiges Selbstbewusstsein zu entwickeln. Jedenfalls spitzte sich Ende 1773 die Lage vor allem in Boston dramatisch zu. Die Bürger pochten darauf, dass eine beachtliche Ladung Tee der East India Trading Company aus Zoll- und Steuergründen nicht gelöscht werden sollte. Die über 340 Kisten Tee waren mit der „Dartmouth“ in Boston angekommen. Nachdem mehrere Ultimaten erfolglos verstrichen waren und das Schiff immer noch unbeeindruckt im Hafen lag, stürmten diverse Bürger Bostons den Kahn und warfen die ganze Ladung kurzerhand über Bord. Das war einer der ersten offenen Widerstandsakte gegen London, aus dem sich nicht sehr viel später der Unabhängigkeitskrieg entwickelte.

Bis heute ist die Boston Tea Party das historisch bedeutendste Ereignis, das sich in Boston abgespielt hat. Besucher können entsprechend ein „Boston Tea Party Ship & Museum“ besuchen, in denen der ganze Hintergrund des Aufstands auf unterhaltsame Weise erläutert und mit Exponaten illustriert wird. Wer noch tiefer in die Materie eindringen möchte, der besucht das „Paul Revere Haus“. Dort lebte Ende des 18. Jahrhunderts besagter Paul Revere, der als tapferer Bostoner die Aufständischen mit einem wilden Ritt um Mitternacht vor der Ankunft der Briten warnte. Die Unabhängigkeit von Großbritannien ist auch Thema des „Freedom Trail“. Dieser sehr gut ausgeschilderte Weg führt über vier Kilometer durch die Innenstadt von Boston. Wer ihm folgt, kommt an diversen historisch wichtigen Gebäuden vorbei.

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Kultur vom Feinsten

Das "Museum of Fine Arts" ist das größte Museum in Neuengland und gehört zu den fünf größten Museen in den USA.

Das „Museum of Fine Arts“ ist das größte Museum in Neuengland und gehört zu den fünf größten Museen in den USA.

Boston lebt allerdings beileibe nicht nur in und von der Vergangenheit. Die Stadt verfügt zum Beispiel über ein weltberühmtes Symphonieorchester (Boston Symphony Orchestra), das in der Symphony Hall beheimatet ist und dort auch regelmäßig Konzerte gibt. Im Museum of Fine Arts werden erlesene Exponate aus Nubien, Ägypten und dem antiken China gezeigt; vertreten sind aber auch Werke von europäischen Größen wie Rembrandt, van Gogh, Gauguin und Renoir. Außerdem zählt es zu den wichtigsten Kunstmuseen der Erde. Jährlich kommen circa eine Million Besucher. Wer sich für amerikanische Malerei oder naturwissenschaftliche ausgerichtete Museen interessiert, wird in Boston ebenfalls fündig.

Jeder der insgesamt 23 klar gegliederten Bostoner Stadtteile lädt zu einer eigenen Entdeckungstour ein. Es gibt Bezirke, in denen sich Bostoner mit italienischer Abstammung niedergelassen haben und solche, die auf die Briten und auch die Iren zurückgehen. Wer sehen möchte, wie wohlhabende Amerikaner leben, dem sei ein Bummel durch Back Bay ans Herz gelegt. Dieser Stadtteil ist nicht nur der reichste in Boston, sondern einer der reichsten in den gesamten USA.

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