Lexington in Kentucky – Eine Stadt lebt hoch zu Ross

Zugegeben, eine offizielle Bestätigung vom Buckingham Palast liegt nicht vor. Aber was könnte schon ernsthaft dagegensprechen, dass Lexington die Lieblingsstadt der britischen Queen in den USA ist?

Zugegeben, eine offizielle Bestätigung vom Buckingham Palast liegt nicht vor. Aber was könnte schon ernsthaft dagegensprechen, dass Lexington die Lieblingsstadt der britischen Queen in den USA ist?

In der nach Louisville zweitgrößten Stadt in Kentucky dreht sich schließlich alles um die private Passion der Königin – um Pferde, noch mehr Pferde und natürlich um Pferderennen. „Horse Capital of the World“ nennt Lexington sich deshalb stolz, was übersetzt in etwa „Welthauptstadt der Pferde“ heißt. Also, Pferdeflüsterer haben in diesem Moment mit Lexington ein Traumziel für ihre nächste USA-Reise entdeckt. Wer sich für die edlen Vierbeiner eher weniger interessiert, der kann in Lexington zumindest die internationale, an- und aufregende Atmosphäre rund um die Rennbahnen genießen.

Und auch darüber hinaus gibt es in dieser Stadt, die 1775 gegründet worden ist, einiges zu entdecken. Lexington hat sich inzwischen zu einem wichtigen Wissenschaftsstandort entwickelt, in dem gleich an drei Universitäten geforscht und gelehrt wird. Lernen kann man hier aber auch religiöse Toleranz. Gleich 38 unterschiedliche Glaubensgemeinschaften sind in Lexington beheimatet, verteilen sich auf rund 230 Gotteshäuser und kommen im Großen und Ganzen gut miteinander aus.

Zuerst war das Pferd

Lexington in Kentucky ist ein Zentrum der Pferdezucht und wird als die „Pferde-Hauptstadt der Welt“ („Horse Capital of the World“) bezeichnet.

Lexington in Kentucky ist ein Zentrum der Pferdezucht und wird als die „Pferde-Hauptstadt der Welt“ („Horse Capital of the World“) bezeichnet.

Lexington könnte wirklich seine eigene Schöpfungsgeschichte schreiben. Die würde so beginnen: „Zuerst war das Pferd“. Von Anbeginn an stand die Pferdezucht im Zentrum der Stadtgeschichte. Heute werden in und um Lexington über 50 Pferderassen gezüchtet, die bei Käufern aus aller Welt heiß begehrt sind. Es soll schon Besucher gegeben haben, die allein deshalb nach Lexington gereist sind. Also nicht, um Pferde zu sehen, sondern ihre Käufer. Mitglieder königlicher Familien aus den Emiraten etwa, berühmte Sportler, Schauspieler und Künstler. Eine Adresse für sie alle wäre der „Kentucky Horse Park“ (kyhorsepark.com). In dieser eindrucksvollen, riesigen Parkanlage lernt der Besucher alles über Pferde, Pferdezucht und Pferdepflege.

Galerien, Museen, Shops und Restaurants machen den Aufenthalt kurzweilig und wirklich interessant. Natürlich gibt es auch jede Menge Vorführungen und die Möglichkeit, selbst in den Sattel zu steigen. Wer etwas länger bleiben möchte und mit Wohnmobil oder Zelt unterwegs ist, der richtet sich auf dem Campingplatz der Anlage ein. 260 großzügig bemessene Plätze, dazu eine tolle Infrastruktur mit Sportplätzen, Schwimmbad und Einkaufsmöglichkeiten laden dazu ein, Lexington und die sie umgebende „Bluegrass“-Region näher kennenzulernen. Das lohnt sich! Die „Bluegrass“-Region mit ihren sanften Hügeln ist berühmt für ihre landschaftliche Schönheit, ihre Fruchtbarkeit und ihre vielen kleinen Bäche und Flüsse, die irgendwann alle im großen Kentucky River münden. Übrigens, wer Spaß an Pferderennen hat, dem sei der Keeneland Race Course (keeneland.com) ans Herz gelegt. Die Rennbahn, die ganz leicht außerhalb der Stadt in unmittelbarer Nähe des Flughafens liegt, wird von Kennern als eine der schönsten Anlagen der Welt gerühmt. Wichtige Rennen finden im April und im Oktober statt, Pferde-Auktionen werden dort aber über das ganze Jahr verteilt veranstaltet.

Gruß aus der Antike

Doch zurück direkt nach Downtown-Lexington. Diese Stadt hat noch einen zweiten Spitznamen, „Athens of the West“. Mit diesem Namen wird sowohl der Wohlstand, den sie sich schnell nach ihrer Gründung erworben hat, als auch die Gelehrtheit der Stadt gewürdigt. Schon 1789 verlegte die „Transylvania University“ (transy.edu) aus dem nahen Danville ihren Sitz nach Lexington und ist bis heute dortgeblieben. Das historische Herzstück der Uni ist das „Old Morrison College“ (nps.gov), das bis heute eindrucksvoll in der Parklandschaft des Campus’ bewundert werden kann. Aber auch die Bibliothek, die die älteste von ganz Kentucky ist, zeugt von der kulturellen und kultivierten Geschichte der Stadt.

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Auf den Spuren einer First Lady

Lexington verfügt an vielen Stellen über eine wunderschöne Architektur. Hier: Lexington History Center, das ehemalige Gerichtsgebäude.

Lexington verfügt an vielen Stellen über eine wunderschöne Architektur. Hier: Lexington History Center, das ehemalige Gerichtsgebäude.

Müßig zu erwähnen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ein vergleichsweise junges politisches Gebilde sind. Umso stolzer sind „alte“ Städte wie auch Lexington auf ihre historischen Gebäude. In Lexington gibt es davon vier, von denen das Mary Todd Lincoln House das berühmteste sein dürfte. Das liegt sicher mit daran, dass es das Geburtshaus einer der kontroversesten First Ladies der amerikanischen Geschichte ist. Mary Todd, die spätere Ehefrau von Abraham Lincoln, wurde 1818 in Lexington geboren und lebte bis zu ihrem 22. Lebensjahr in dem Haus. Später besuchte das Ehepaar Lincoln oft gemeinsam das Haus, in dem es bis heute persönliche Erinnerungsstücke an beide zu sehen gibt. Das Haus ist übrigens auch Bestandteil der „Lincoln’s Lexington Walking Tour“, die Teilnehmer zu Gebäuden in der Innenstadt führt, die zwischen 1800 und 1860 gebaut worden sind.

Lexington für Genießer

Es ist schon erwähnt worden, das fruchtbare Weide- und Anbauland der Bluegrass-Region, das einen großen Anteil am Wohlstand von Kentucky besitzt. Hier stimmen also die Voraussetzungen für ein Leben, das unter anderem auch vom Genuss und vom Genießen definiert wird. Neben wunderbarem Obst, Gemüse und Fleisch sind es vor allem Getränke, die den Ruf Kentuckys in die Welt hinausgetragen haben. Vor allem, wer Whiskey und/oder Wein liebt, ist in Lexington an der richtigen Adresse. Kentucky ist die Heimat des Bourbon und in und um Lexington gibt es gleich fünf Bourbon-Destillerien. Allesamt produzieren sie bis heute ihre edlen Tropfen, die in alle Welt exportiert werden. Besucher erleben auf den Führungen also Destillerien, in denen echt gearbeitet wird. Zeit für eine Verkostung ist aber trotzdem drin. Eine der berühmtesten Destillerien ist sicher die „Four Roses Distilling Company“ (fourrosesbourbon.com) in der Nähe von Lawrenceburg. Geführte Touren werden von Lexington aus angeboten. Es lohnt sich aber auch, selbst nach kleinen Distillerien der neuen Generation Ausschau zu halten.

Der Bourbon ist zwar ein original-amerikanisches Getränk; doch Kentucky und Lexington halten auch noch andere gute Tropfen für ihre Gäste parat. In der Bluegrass-Region warten deshalb auch viele Weingüter auf Besucher und bieten Führungen sowie Weinproben an. Lokaler Wein wird zudem in diversen Geschäften in der Innenstadt von Lexington angeboten. „Downtown Lexington“ (downtownlex.com) ist für Leute, die gern einkaufen, ohnehin ebenso ein Muss wie für alle, die gern essen gehen.

Lexington in aller Kürze

  • Kentucky Horse Park (4089 Iron Works Pike) – Freiluft-Pferdeparadies mit großzügigem Campingplatz
  • Keeneland Race Course (4201 Versailles Road)
  • Historisches Old Morrison College auf dem Gelände der Transylvania University (301 West Third Street)
  • Mary Todd Lincoln Haus, Geburtshaus der berühmten First Lady und Ehefrau von Abraham Lincoln (578 West Main St)
  • „Four Roses Distilling Company“ nahe Lawrenceburg. Bourbon vom Feinsten

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