North Carolina – Der Staat der drei Klimazonen

Mit über 670.000 Einwohnern ist Charlotte die größte Stadt des US-Bundesstaates North Carolina.

Keine Frage, die USA sind insgesamt ein lohnendes Reiseziel. Vor diesem Hintergrund sei die Äußerung verstanden, dass North Carolina es wirklich ganz besonders verdient hat, besucht zu werden.

Fläche Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit
139.389 km² 9.535.483 NC Raleigh MEZ -6

Trotz des „North“ im Namen hat dieser schöne Südstaat nämlich für jeden Geschmack etwas in petto und eignet sich deshalb hervorragend für Ferien mit der ganzen Familie oder mit Freunden. Nicht nur die Klimazonen und die Landschaftsformen lassen keinerlei Wünsche offen. In North Carolina kommen auch Kulturfreaks und Shoppaholics voll auf ihre Kosten. Hier lässt sich das Leben im Hier und Jetzt genießen – aber auch ein Blick zurück in die Geschichte ist möglich. Mit über 670.000 Einwohnern ist Charlotte die größte Stadt des US-Bundesstaates North Carolina.

Lage und Landschaften

North Carolina liegt im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika und grenzt im Norden an Virginia. Der Nachbarstaat im Westen ist Tennessee, im Süden wird North Carolina von Georgia und South Carolina eingerahmt. Die natürliche Grenze im Osten ist der Atlantische Ozean. Dort an der Küste herrscht gemäßigtes Klima vor, das sich über das Piedmontplateau bis hin zum Gebirgszug der Appalachen ganz allmählich abkühlt. Das Land gehört zu den Gründungsstaaten der USA, was auch seinen Beinamen „The North State“ erklärt. 1776 sagte sich North Carolina gemeinsam mit zwölf anderen Ländern von seinem Mutterland los. Fortan war es keine englische Kolonie mehr, sondern Teil der jungen Vereinigten Staaten von Amerika.

Ausflug in die Geschichte

Charlotte entwickelte sich in den letzten Jahren aufgrund der Lage an der zentral-südlichen Ostküste zu einem wichtigen Ort im Luftverkehr von und nach Europa.

Charlotte entwickelte sich in den letzten Jahren aufgrund der Lage an der zentral-südlichen Ostküste zu einem wichtigen Ort im Luftverkehr von und nach Europa.

Trotz der Tatsache, dass North Carolina zu den frühen Staaten gehörte, die die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben haben, sind seine englische Wurzeln bis auf den heutigen Tag spürbar. Das fängt schon bei der Namensgebung an. „Carolina“ huldigt Karl (Lateinisch: Carolus) I., dem Vater von Karl II. Der saß bei der Entdeckung der Südostküste Amerikas auf dem englischen Thron und vergab die Besitzrechte an den neuen Territorien. Der Entdecker selbst wird mit dem Namen der Hauptstadt Raleigh gewürdigt. Die hat ihren Namen natürlich von dem großen Navigator und Seemann Sir Walter Raleigh. Doch auch die Geschichte der Ureinwohner des Landes kann mit großen Namen aufwarten. Denn der Stamm der Indianer, der über die Jahrhunderte hinweg im Appalachengebirge lebten, sind keine Geringeren als die Cherokee. Sie wurden wie viele andere Ureinwohner der USA brutal und mit Gewalt betrieben. Der Weg, den sie dabei zurücklegten, ist heute als „Pfad der Tränen“ weltbekannt. Zum Glück ist aber auch für die Cherokee irgendwann das Leben weitergegangen. Wer ihnen begegnen möchte und sich für ihre Geschichte, ihr Leid, aber auch ihr Kunsthandwerk und ihre Kultur interessiert, der macht sich nach „Qualla Boundary“ auf. Dort gibt es nicht nur ein lebendiges Museumsdorf, dort wird auch jeden Sommer wieder das Freiluftmusical „Unto these hills“ aufgeführt, das die Geschichte der Cherokee anschaulich und emotional sehr bewegend nachzeichnet.

Zurück in die Gegenwart und ab in die Natur

Die Landschaften von North Carolina sind von teilweise atemberaubender Schönheit. Eine der besten Wege, sie kennenzulernen, ist eine Fahrt auf dem Blue Ridge Highway. Diese Strecke wird oft als „Amerikas beliebteste Strecke“ bezeichnet. Auf stolzen 750 Kilometern verbindet der Blue Ridge Highway den Nationalpark der Great Smoky Mountains mit dem Nationalpark Shenandoah. Die Fahrt lohnt sich zu jeder Jahreszeit, besonders eindrucksvoll aber ist sie im Herbst. Dann ist die Laubfärbung so eindrucksvoll, dass sie dem „Indian Summer“ in den nördlichen Staaten der Ostküste mühelos Konkurrenz macht. Tipp: Unterwegs unbedingt immer mal wieder anhalten, um die Aussicht zu genießen, um eine Wanderung zu unternehmen, oder um in einem der rustikalen Gasthäuser einzukehren. Es lohnt sich, ein paar Tage für die Strecke einzuplanen! Freilich, der Besucher hat in North Carolina die Qual der Wahl. Auch ein Trip entlang der Küste mit ihren hochinteressanten Leuchttürmen, ihren wilden Stränden und den vielen einstigen Piratennestern ist ein Erlebnis der Sonderklasse. Auf keinen Fall verpassen: Den Leuchtturm in Cape Hatteras. Er ist der höchste Backsteinleuchtturm der USA. Sehenswert ist auch das Besucherzentrum von Buxton.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in North Carolina finden Sie auf www.booking.com.

North Carolina ganz sportlich

Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark liegt auf dem Gebiet der Bundesstaaten North Carolina und Tennessee.

Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark liegt auf dem Gebiet der Bundesstaaten North Carolina und Tennessee.

Golfer möchten nach ihrem ersten Golfurlaub in North Carolina wahrscheinlich den Rest ihres Lebens dort verbringen. Das Land bietet in jeder ihrer drei Landschaftsformen Golfplätze und Anlagen, die international ihresgleichen suchen. Ob im Gebirge, an der Küste oder irgendwo dazwischen: Passionierte Golffans suchen die Plätze von Architekt Donald Ross auf. Er hat drei Anlagen konzipiert. Auf „Pinehurst No 2“ sind bereits mehrfach die U.S. Open Championships ausgetragen worden. Wer lieber zuschaut, statt selbst aktiv zu sein, dem seinen die Tourenwagenrennen ans Herz gelegt, für die North Carolina berühmt ist.

Zum Abschied noch etwas Kultur

Das Biltmore Estate ist ein ehemaliges Herrenhaus im Renaissancestil nahe Asheville im US-Bundesstaat North Carolina. Heute wird es als Museum genutzt.

Das Biltmore Estate ist ein ehemaliges Herrenhaus im Renaissancestil nahe Asheville im US-Bundesstaat North Carolina. Heute wird es als Museum genutzt.

Ein Besuch in North Carolina ist einfach nicht komplett, wenn man nicht „Biltmore House“ gesehen hat. Das Anwesen in einem gut 30 Quadratmeter großen Park gilt als das größte in Privatbesitz befindliche Wohnhaus der USA. George Vanderbilt ließ es Ende des 19. Jahrhunderts im Stil eines französischen Chateaus aus der Renaissance erbauen. 250 Räume zählte das Gebäude damals. Heute beherbergt es neben einem Hotel diverse Läden, Restaurants und ein renommiertes Weingut. Appetit holt man sich während einer Wanderung durch den ausgedehnten Park rund um das Haus. Damit Ihre Wanderutensilien komplett sind, haben wir eine Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA erstellt.

Mehr zum Thema

USATipps auf Facebook