Nashville – Dieses Reiseziel klingt vielen wie Musik in den Ohren

Tennessee im Allgemeinen und seine Hauptstadt Nashville im Besonderen stehen wie kein anderes Land der USA für Countrymusic.

Musikliebhaber bekommen allein bei der Erwähnung dieser beiden Namen eine Gänsehaut. Denn der Bundesstaat Tennessee im Allgemeinen und seine Hauptstadt Nashville im Besonderen stehen wie kein anderes Land der USA für Countrymusic.

Natürlich kann man in Nashville ins Museum gehen. Natürlich gibt es dort viele tolle Parks, in denen es sich auf typisch amerikanische Art bestens joggen, picknicken und relaxen lässt. Aber wer das Herz von Nashville Tennessee schlagen hören möchte, wer diese Stadt in ihrem Kern erfassen will, der braucht vor allem Ohren. Denn Nashville ist die Stadt der Musik, vor allem der Countrymusik. Ohne ein Konzert zu besuchen, ohne eine lange Nacht in einem Musikclub zu verbringen, ist ein Trip nach Nashville eigentlich gar nicht denkbar – zumindest wäre er sehr, sehr unvollständig.

Außer einem Satz gut durchgepusteter Ohren sollte man deshalb auch unbedingt ein Paar bequeme Tanzschuhe im Gepäck haben. Schließlich hat die Stadt nicht umsonst den Beinamen „Music City USA“. Das Motto des US-Bundesstaates lautet folgerichtig „Tennessee sounds good to me“. Hört sich das für Sie nach einem gutem Reiseziel an?

Hier ist, zumindest in kommerzieller Hinsicht, das absolute Zentrum dieser Musikrichtung. In Nashville sitzen die großen Musikverlage und Plattenfirmen, hier befinden sich die Studios und hier werden die wichtigsten Preise verliehen. Das alles strahlt natürlich auf die Stadt insgesamt aus. Wer Country liebt und gern tanzt, der könnte in Nashville ganz easy einen „Nachturlaub“ verbringen. Tagsüber schlafen, abends erst essen gehen und dann die Nacht durchtanzen. Möglich wäre das, aber irgendwie auch schade. Denn Nashville hat natürlich nicht nur etwas für die Ohren und die Tanzbeine zu bieten.

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Ein bisschen Geschichte muss sein

Die circa 620.000 Einwohner fassende Stadt Nashville in Tennessee macht auch bei Nacht eine tolle Figur.

Die circa 620.000 Einwohner fassende Stadt Nashville in Tennessee macht auch bei Nacht eine tolle Figur.

Bevor man sich ins Tanzvergnügen stürzt, ist aber erst ein bisschen Geschichte dran. Wo sich heute das moderne Nashville erstreckt, stand einst nur ein einfacher Holzbau. Dort verschanzten sich James Robertson und seine Pioniere, wenn die einheimischen Indianer einen Vorstoß unternahmen, um ihr angestammtes Land zu schützen. Alle wissen, dass es ihnen letztlich nicht gelang und die Siedler aus Europa am Ende den langen Kampf für sich entschieden. Das „Fort Nashborough“, das damals im Zentrum des Geschehens lag, existiert bis heute. Inzwischen ist es Teil des „Riverfront Park“, den Besucher in Downtown Nashville finden. Es lässt sich dort anschaulich nachvollziehen, wie sich die Stadt entwickelte. Es ging rasant zu in jenen Zeiten. Die Stadt Nashville wurde offiziell am 25. Dezember 1779 gegründet. Nur wenige Jahre später, 1796, rief man den jungen Staat Tennessee öffentlich aus. Damals war die gesamte amerikanische Föderation im Aufbruch begriffen und zu gewaltigen politischen Umstürzen gesellten sich bahnbrechende technische Neuerungen – etwa der Bau der Eisenbahn. Es macht Spaß, sich im „Riverfront Park“ mit dieser aufregenden Entwicklung zu beschäftigen.

Rund 30 Jahre später wurde übrigens der erste US-Präsident gewählt, der aus Nashville stammt. Andrew Jackson, der siebte Präsident der Vereinigten Staaten, hatte dieses Amt von 1829 bis 1837 inne und schaffte es als bislang einziger Präsident, die Staatsschulden auszugleichen und seinem Nachfolger einen Haushalt zu übergeben, der schwarze Zahlen schrieb. Sein damaliger privater Wohnsitz, die „Hermitage“, liegt gute 20 Kilometer außerhalb der Stadt und ist heute ein Museum und Veranstaltungszentrum. Es zählt Jahr für Jahr rund 15 Millionen Besucher und sollte als Ausflugsziel für mindestens einen halben Tag bei keinem Besuch in Nashville fehlen.

Athen des Südens

Die Amerikaner mögen Zweit- und Drittnamen und so ist es kein Wunder, dass auch Nashville noch über eine weitere Bezeichnung verfügt. „Athens of the south“, also „Athen des Südens“ heißt die Stadt bei all jenen, denen die Ausrichtung auf Musik zu einseitig ist. Und recht haben sie, schließlich wird das Stadtbild von einem wirklich ungewöhnlichen Gebäude beherrscht. Im Centennial Park steht, man mag es glauben oder nicht, eine naturgetreue Nachbildung des griechischen Parthenons. Für alle, die in dieser Geschichtsstunde ausnahmsweise mal nicht aufgepasst haben: Das Parthenon ist das Hauptgebäude der Akropolis in Athen und wurde etwa 500 Jahre vor Christi Geburt erbaut. In Nashville wurde das Bauwerk im Jahre 1925 für eine Ausstellung fertiggestellt. Seitdem übertrifft es das athenische Original, was seinen baulichen Zustand anbelangt, natürlich bei Weitem. Der Prachtbau fungiert heute als Museum und beherbergt, ebenfalls in Kopien, die Statuen der gesamten griechischen Götterwelt. Ein Muss für alle Fans klassischer Bildung! Deutlich moderner geht es im „Frist Center for the Visual Arts“ zu, wo neben Filmvorstellungen, Ausstellungen und Vorträgen auch Workshops stattfinden. Hier präsentiert und trifft sich das intellektuelle Nashville, das sich mit moderner Kunst und modernen Kunstformen auseinandersetzt. Unbedingt einen Besuch wert sind zudem das Cheekwood Museum und der Botanische Garten. Selbst, wer mit Kunst nicht viel am Hut hat, sollte sich den Garten, in dem das Museum liegt, auf keinen Fall entgehen lassen. Nicht nur die Anlage als solche ist zu jeder Jahreszeit sehenswert. Darüber hinaus sind auch die abendlichen Illuminationen des Parks ein Highlight.

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Stolz auf gute Produkte und leckeres Essen

Die Shelby Street Bridge überspannt den Cumberland River und ist mit 960 Metern Länge eine der längsten Fußgängerbrücken der Welt.

Die Shelby Street Bridge überspannt den Cumberland River und ist mit 960 Metern Länge eine der längsten Fußgängerbrücken der Welt.

Was Spaß macht, macht meistens auch Hunger. Da trifft es sich gut, dass man in Nashville gern und vor allem gern gut isst. Die Stadt ist geradezu umzingelt von großen Farmen, die allesamt Wert darauf legen, gesunde und qualitativ hochwertige Produkte zu erzeugen. Ob Fleisch, ob Milch, ob Obst und Gemüse – in Nashville wird großer Wert auf lokale Erzeugnisse und auf eine gute Küche gelegt. Das gilt für die privaten Haushalte ebenso wie für unzählige Restaurants, Snackbars, Cafés und Diners, in denen Touristen von dem guten Geschmack der Nashvillians, wie die Einwohner von Nashville genannt werden, profitieren können. Wenn es etwas feiner und auch teurer sein darf, dann ist „The Catbird Seat“ ein Erlebnis. Der Küchenchef kommt aus dem legendären „Noma“ in Kopenhagen, welches bereits mehrmals zum besten Restaurant der Welt gewählt wurde, und hat die Feinschmecker der Stadt im Surm erobert. Den Tisch reserviert man unter thecatbirdrestaurant.com.

In Nashville kann man hervorragend einkaufen, man kann hervorragend ausgehen und man kann erstklassig Kultur genießen. Doch egal, wie hochkarätig das Angebot an Unternehmungen auch sein mag, zwischendurch muss jeder einfach mal an die frische Luft. Da passt es doch gut, dass Nashville auch einiges an Outdoor-Aktivitäten zu bieten hat. Die Nashvillians, wie sich die Einheimischen nennen, verbringen ihre Freizeit am liebsten in den zahlreichen Parks der Stadt oder in einer Sportarena. Nashville ist sportverrückt und es gibt kein Wochenende ohne irgendein Großereignis. Wer eigene Aktivität dem Platz auf der Tribüne vorzieht, der kann in Nashville selbst und in unmittelbarer Umgebung wandern, radeln, joggen, fischen, reiten und vieles mehr.

Jetzt aber wirklich rein ins Nachtleben und in die Musikszene

Nashville ohne Countrymusik, das wäre wie Salzburg ohne Mozart. Geht also gar nicht! In der Stadt gibt es überall tolle Musikschuppen, in denen Bands live spielen und man die Nacht buchstäblich durchtanzen kann. Eine der besten Adressen ist dabei das „Ryman Auditorium“ (ryman.com). Hier spielen und haben alle gespielt, die in der Countryszene Rang und Namen haben; Johnny Cash und Dolly Parton eingeschlossen. Ebenfalls unverzichtbar ist ein Besuch in Robert’s Western World (robertswesternworld.com). Wer schon immer mal eine nacht in einer echten Honky-Tonk-Bar verbingen wollte, der ist hier richtig. Super Love Music, super Ambiente, super Stimmung. Der nächste Tag sollte als Ruhetag eingeplant werden.

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