Alamo – Eine ehemalige Missionsstation

Alamo

Das Alamo ist eine zum Fort ausgebaute ehemalige Missionsstation in der Stadt San Antonio. Bekannt wurde es durch die Schlacht von Alamo des texanischen Unabhängigkeitskrieges im Jahre 1836. Heute gilt The Alamo als Wiege der texanischen Freiheit und als eines der wichtigsten Nationaldenkmale der USA.

  • San Antonio, Alamo Plaza zwischen Houston und Crocket St.
  • Geöffnet Mo – Sa 9 – 17.30 Uhr, So 10 – 17.30 Uhr
  • Offizielle Webseite: thealamo.org

Anfang des 18. Jahrhunderts errichteten die Spanier entlang des San Antonio River eine Reihe katholischer Missionen. Die bekannteste von ihnen ist The Alamo. Die Missionen wurden in Form einer kleinen Befestigungsanlage um die Kirche als religiöses und soziales Zentrum herum gebaut und sollten die spanische Oberherrschaft durch „Bekehrung“ der Coahuiltec-Indianer sicherstellen. Von 1745 bis 1775 blühten die Missionen, auch weil sie die Indianer als billige Arbeitskräfte nutzten. Dauerhaft konnten sie jedoch nicht den Apachen- und Comanchen-Überfällen Stand halten und wurden schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts aufgegeben. Von der 1718 als San Antonio de Valero erbauten ersten spanischen Mission sind nur das restaurierte Kirchengebäude und die Long Barracks, heute Museum, erhalten. Der Name „Pueblo des Alamo“ wurde erst 1801 eingeführt, als mexikanische Kavallerietruppen einzogen.

Berühmt wurde The Alamo durch die Schlacht am 6. März 1836 um die zum Fort ausgebaute Mission. 1821 war Mexiko von Spanien unabhängig geworden und viele Siedler kamen von den Vereinigten Staaten nach Texas. Bald war San Antonio mächtigste Stadt und Festung auf mexikanischem Gebiet, bis 1835 eine offene Revolte gegen Mexiko ausbrach. Im folgenden texanischen Unabhängigkeitskrieg kam es 1836 zur Schlacht von Alamo. 13 Tage lang hielten 189 Männer die Festung (die Zahlenangaben sind in den historischen Quellen unterschiedlich), bis am 6. März die Festung fiel und alle Männer, Frauen, Sklaven und Kinder von den zahlenmäßig überlegenen mexikanischen Soldaten unter dem Befehl von General Antonio Lopez de Santa Ana getötet wurden. Nur wenige der Getöteten waren Texaner mexikanischer Abstammung. Die Mehrheit der „Helden von Alamo“ waren Freiwillige, Abenteurer und Kolonisten aus anderen Staaten, die sich in Texas niederlassen wollten und unter dem Schlachtruf „Sieg oder Tod“ ihren Traum von einem unabhängigen Texas verteidigten.

Das Alamo ist nicht nur ein historisches, sondern auch ein wunderschönes Gebäude.

Das Alamo ist nicht nur ein historisches, sondern auch ein wunderschönes Gebäude.

Trotz dieser Niederlage konnte die texanische Unabhängigkeit am 21. April auf dem San Jacinto Battleground errungen werden. Während der Kämpfe um den Alamo gewann der Befehlshaber der texanischen Hauptmacht, General Sam Houston, Zeit zur Formierung und Verstärkung seiner Verbände, Santa Anas Armee dagegen erschöpfte sich. Trotz immer noch großer zahlenmäßiger Überlegenheit unterlag sie den Texanern, die mit dem Ruf „Remeber the Alamo“ in die Schlacht zogen. Unergründlich bleibt, warum Santa Ana sich auf die zeitraubende und verlustreiche Eroberung von The Alamo einließ, statt vorbei zu ziehen und mit seinen unverbrauchten mexikanischen Kräften gegen die schwache texanische Hauptmacht zu marschieren. Übrigens: dem ehrgeizigen General Santa Ana wird der Satz zugeschrieben „Wenn ich Gott wäre, würde ich mir wünschen, etwas Besseres zu sein.“

Der Mythos Alamo: Die Kommandantur des Alamo Bexar, 24. Februar 1836: „An die Bewohner von Texas und die Amerikaner in der ganzen Welt – Mitbürger und Patrioten: Ich bin belagert von tausend oder mehr Mexikanern unter Santa Ana. Ich habe 24 Stunden Bombardement und Kanonade überstanden und dabei nicht einen Mann verloren. Der Feind hat die bedingungslose Kapitulation gefordert, andernfalls würde die ganze Garnison hingerichtet werden, wenn das Fort fällt. Meine Antwort auf diese Forderung war ein Kanonenschuss, und unsere Flagge weht weiterhin stolz auf den Mauern. Ich werde niemals kapitulieren oder weichen. Hiermit rufe ich Euch auf, im Namen der Freiheit, des Vaterlandes und allem, was dem amerikanischen Charakter lieb ist, umgehend zu unserer Hilfe zu kommen. Der Feind empfängt täglich Verstärkung und wird zweifellos in den nächsten vier bis fünf Tagen auf drei- oder fünftausend Mann angewachsen sein. Wenn dieser Ruf vergeblich ist, so bin ich fest entschlossen, so lange wie irgend möglich Widerstand zu leisten und als ein Soldat zu sterben, der nie vergisst, was er seiner Ehre und der Ehre seines Landes schuldig ist. Wir kämpfen. Wir kämpfen bis zum SIEG oder TOD. William Barret Travis – Lt. Col. Comdt. P.S: Der Herr ist auf unserer Seite. Als der Feind in Sicht kam, hatten wir nicht mehr als drei Büschel Getreide. Seither haben wir in verlassenen Häusern 80 oder 90 Büschel gefunden, dazu 20 oder 30 Rinder in unsere Mauern gebracht.“

Heute gilt The Alamo als Wiege der texanischen Freiheit und als eines der wichtigsten Nationaldenkmale der USA. Der Besucherandrang ist entsprechend hoch. Das Visitor Center neben der Mission umfasst eine kleines Museum, einen Geschenkeladen und einen Kinosaal. Zu besichtigen sind Ausstellungen zur Geschichte des Alamo und der Republik Texas: Fotos, Landkarten, Porträts, Waffen. Geöffnet im Sommer täglich von 9 bis 18 Uhr, ansonsten von 9 bis 17 Uhr. Vor dem eigentlichen Gelände des Alamo erhebt sich der Alamo Cenotaph, eine Gedenksäule mit Darstellungen der Schlacht und der Namen der Gefallenen. Im IMAX-Theater des Einkaufszentrums Rivercenter Mall (Ecke Crocket Street) wird alle zwei Stunden die emotionsgeladene Handlung in dem 45minütigen Film „Alamo The Price of Freedom“ nacherzählt.

Personen des Geschehens

Spielfilme zur Alamo

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