Arlington – Die große Kleinstadt in Texas

Der Globe Life Park in Arlington ist als Baseball-Stadion die Heimspielstätte des MLB-Teams Texas Rangers.

Ganz ehrlich, Arlington hat es nicht leicht. Für texanische Verhältnisse ist die Stadt im Tarrant County mit ihren knapp 370.000 Einwohnern nicht besonders groß – aber sie ist andererseits auch nicht besonders klein.

Arlington liegt, was für interessierte Touristen sicher eine gute Nachricht ist, mitten in Texas. Andererseits liegt es aber nur 20 Kilometer östlich von Fort Worth und gut 30 Kilometer westlich von Dallas – beide ja nun nicht gerade Unbekannte auf der texanischen Landkarte.

Was also, mögen sich einst die Stadtväter gesagt haben, können wir tun, um uns abzuheben, um ein lohnenswertes Reise- oder zumindest Ausflusgziel zu werden? Die Boy und Girl haben die Antwort gefunden. Arlington ist heute so etwas wie die heimliche Hauptstadt der USA, wenn es um das Vergnügen geht. Gemeint ist dabei aber nichts, was erst nach Einbruch der Dunkelheit spruchreif ist. In Arlington geht es um echte, ehrliche Unterhaltung, Spaß und Freude – und das für die ganze Familie. Gerade, wer mit Kindern in Texas unterwegs ist, sollte unbedingt ein paar Tage in Arlington einplanen. Alternativ wählt man die Stadt von vornherein als Basislager und macht dann von hier aus Ausflüge. Nach Fort Worth zum Beispiel, oder nach Dallas.

Willkommen in Arlington und hinein ins Vergnügen!

Wenn amerikanische Kinder den Namen „Six Flags” hören, dann werden sie schon kribbelig. So heißt nämlich eine große US-Kette, die noch größere Freizeitparks betreibt. Und wo wurde wohl der allererste Park errichtet? Genau, in der Hauptstadt des Vergnügens. In Arlington heißt der Park „Six Flags over Texas“ und lockt das ganze Jahr über jeden Tag Tausende von Besucher an. Der Park bietet dabei alles, was man sich von einem herkömmlichen Freizeitpark erwarten darf. Nette Karussells, Buden mit Geschicklichkeitsspielen, ein Hippodrom, überall Restaurants und Snackbars. In den Vereinigten Staaten freilich setzt man dann noch einen drauf. Einen? Ach, was, viele! Mit einem gesunden Magen und gutem Gleichgewichtssinn kann man in den „Six Flags over Texas“ auf Weltniveau Achterbahnfahrten erleben, sich in ungeahnte Höhen katapultieren lassen und einen Loop nach dem anderen drehen. Achterbahnen – oder „Rollercoaster“, wie sie in den USA genannt werden – sind tatsächlich die eigentlichen Attraktionen des „Six Flags“-Parks. Wer sich an einem heißen Sommertag amüsieren möchte, der könnte alternativ auch den zweiten großen Freizeitpark der Stadt, „Hurricane Harbor“ besuchen. Das Angebot ist ebenfalls spektakulär, allerdings kommt hier noch das Element Wasser als zusätzliche Attraktion hinzu. Sehr erfrischend!

Sport, Sport, Sport

Das AT&T Stadium in Arlington dient als Austragungsort für die NFL-Spiele der Dallas Cowboys.

Das AT&T Stadium in Arlington dient als Austragungsort für die NFL-Spiele der Dallas Cowboys.

Auch Sport macht Spaß und ist deshalb in Arlington ein großes Thema, das natürlich auch in großen Stadien gefeiert wird. Zwei davon sind unbedingt einen Besuch wert. Um die Atmosphäre, die hier bei Heimspielen herrscht, genießen zu können, sollte man sich ein Spiel anschauen. Wo das zeitlich nicht möglich ist, kann man sich aber auch einfach einer Führung anschließen. Von welchen Sportarten ist die Rede? Da gibt es einmal das Baseballteam der „Texas Rangers“, die im „Globe Life Park“ spielen. Zum anderen gibt es das NFL-Footballteam der „Dallas Cowboys“, die ihre Heimspiele in einem Stadion von kolossalen Ausmaßen bestreiten. Das AT & T- Stadion wirkt wie ein Raumschiff, das in der Stadt gelandet ist. Das Dach lässt sich öffnen und das Stadion bietet rund 100.000 Besuchern Platz. Auch auf den billigen Plätzen bekommt jeder jeden Spielzug genau mit, weil alles auf einer gigantischen Leinwand übertragen wird. Hier haben nicht nur Sportfans ihre Freude, hier kommen auch Besucher auf ihre Kosten, die an moderner Architektur interessiert sind.

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Arlington kann auch „verrucht“

Mit Freizeit und Sport hebt sich Arlington von anderen Städten ab. Das heißt nicht, dass dort nicht auch Kunst und Kultur beheimatet wären. Theater, Museen, Konzertsäle – alles ist vorhanden und alles auf sehr respektablem Niveau. Auch an Outdoor-Aktivitäten mangelt es nicht. Das liegt allein schon am Lake Arlington, einem großen See, an dem zahlreiche Freizeitaktivitäten möglich sind und auch organisiert angeboten werden. Es liegt aber auch an den über 80 (!) Parks im Großraum Arlington, die der Öffentlichkeit zugänglich und häufig nach Themen ausgerichtet sind.

Dass es in der Stadt nicht immer nur so proper und anständig zugegangen ist, beweist eine andere, sehr liebenswerte Sehenswürdigkeit. „Top O Hill Terrace“ ist der offizielle, dennoch abgekürzte Name für „Top of the Hill Terrace“. Man erreicht das Gebäude nach einem Spaziergang durch einen schön angelegten Park und kann im „Tea Room“ bis heute Kaffee und Kuchen, Tee und kleine Speisen einnehmen. Die eigentliche Attraktion aber ist das Haupthaus, unter dem sich ein Labyrinth von versteckten Räumen und Tunneln verbirgt. Die Räume waren dem Glücksspiel und, Kinder bitte weghören, dem Liebesspiel vorbehalten, die Tunnel dienten zur Flucht vor der Polizei. Glücksspiel, Alkohol und Prostitution waren im prüden Amerika zwischen den Weltkriegen verboten.

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