Houston – Eine Stadt, für die man viel Zeit im Gepäck haben sollte

Es gibt Städte, die hat man nach zwei, drei Tagen erfasst. Das wird bei Houston nicht der Fall sein, man sollte also großzügig Zeit einplanen.

Es gibt Städte, die hat man nach zwei, drei Tagen erfasst. Das wird bei Houston nicht der Fall sein, man sollte also großzügig Zeit einplanen.

Diese Stadt hat nämlich unheimlich viel zu bieten. Das fängt bei den Museen an, die sowohl Kunstliebhaber begeistern werden als auch alle, die an anderweitiger Kultur und Geschichte interessiert sind. Die Faszination geht über tolle Einkaufsmöglichkeiten, Outdoor-Aktivitäten und ein aufregendes Nachtleben weiter. Und schließlich wäre da dann auch noch das Houston Space Center, das seit „Apollo 13“ unter Cineasten Kultstatus genießt.

Vorab ein Wort zum Wetter

Viele Wolkenkratzer zieren das Stadtbild der über zwei Millionen Einwohner zählenden Stadt.

Viele Wolkenkratzer zieren das Stadtbild der über zwei Millionen Einwohner zählenden Stadt.

Also, schnell einen Flug buchen, Koffer packen und ab ins warme, immer herzliche und gastfreundliche Texas. Die besten Reisezeiten für Houston sind der Winter, der Frühling und der Herbst. Im texanischen Sommer – von Anfang Mai bis September – ist es in der Stadt schwül und heiß. Selbst im Schatten können die Temperaturen dann leicht bis an die Marke von 35 Grad Celsius gehen – nicht unbedingt ein Vergnügen. In den anderen Monaten herrschen dagegen angenehme Temperaturen um die 25 Grad herum. Von Juni bis November ist allerdings Hurrikan Saison. Dann kann es zu sintflutartigen Regenfällen kommen, vom Wind ganz zu schweigen. Wer also möglichst sicher gehen will, der reist in der Zeit von Dezember bis Ende April.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Houston finden Sie unter www.getyourguide.de.

Museen ohne Ende

Houston ist gut für den Kopf. Hier gibt es nämlich jede Menge erstklassige Museen, in denen die Besucher spannende Entdeckungen machen können, lernen oder vorhandenes Wissen auffrischen. Wie ungewöhnlich und erfrischend die Museumskonzepte in dieser Stadt sein können, beweist zum Beispiel das Moderne Kunstmuseum Houston (5216, Montrose Boulevard, camh.org). In diesem futuristischen Gebäude gibt es keine permanente Sammlung. Der gesamte Raum ist ständig wechselnden Ausstellungen gewidmet; gezeigt werden sowohl nationale als auch internationale Künstler. Einzige Voraussetzung: Sie müssen erstklassig sein.

Zurück in die Vergangenheit heißt es im Holocaust Museum Houston (5401, Caroline Street, hmh.org). Gezeigt werden persönliche Erinnerungsstücke und Kunstwerke von Überlebenden, die nach den Krieg in der Gegend um Houston gelegt haben. Besonders eindrucksvoll sind die erzählten Erinnerungen, die im Museum abgespielt werden. Ein Muss für all Besucher, ein Museum gegen das Vergessen.

Ebenfalls zurück in die Vergangenheit, allerdings viel weniger dramatisch und tragisch, geht es im „The 1940 Air Terminal Museum“ (8325, Travelair Road, 1940airterminal.org). Wer sich für die Fliegerei begeistert, der ist hier richtig. Das Museum zeigt Uniformen, Landkarten, Wetterkarten und vieles mehr aus der goldenen Ära der zivilen Luftfahrt. Ganz nebenbei ist auch die Art-Déco-Architektur des Museumsgebäudes selbst einen genaueren Blick wert.

Ziemlich skurril geht es schließlich im „National Museum of Funeral History“ (415, Barren Springs Drive, nmfh.org) zu. Die Grabgeschichte Amerikas und die Särge aus Glas, in Tier- oder Autoform sind vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer sich jedoch dafür erwärmen kann, der hat hier viel zu gucken, zu staunen und sogar zu lachen.

Hier ein praktischer Tipp für Museumsliebhaber: Die meisten Museen der Stadt befinden sich im sogenannten Museums District. Dieser Distrikt kann, wie andere auch, innerhalb seiner eigenen Grenzen relativ gut zu Fuß bewältigt werden. Dennoch ist Houston nicht wirklich eine fußgängerfreundliche Stadt. Wer größere Entfernungen überbrücken muss, der ist mit einem Taxi am besten bedient.

Houston, wir haben ein Problem

Das Space Center Houston, offiziell Lyndon B. Johnson Space Center (JSC), koordiniert seit 1961 das bemannte Raumfahrtprogramm der USA. Foto: By NASA (Great Images in NASA Description) [Public domain], via Wikimedia Commons

Das Space Center Houston, offiziell Lyndon B. Johnson Space Center (JSC), koordiniert seit 1961 das bemannte Raumfahrtprogramm der USA. Foto: By NASA (Great Images in NASA Description) [Public domain], via Wikimedia Commons

Es ist DIE Untertreibung der Raumfahrt- und Filmgeschichte. Mit dem Satz „Houston, wir haben ein Problem“ beginnt der dramatische Kampf um das Raumschiff „Apollo 13“ und seine Besatzung. Mit „Houston“ war und ist das „Space Center Houston“ (1601, Nasa Parkway, spacecenter.org) gemeint, das heute in weiten Teilen für Besucher zugänglich ist. Die können sich dort auch selbst wie ein Astronaut fühlen und zum Beispiel am eigenen Leib erfahren, wie sich ein Spaziergang auf dem Mond anfühlt. Ein Erlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Der offizielle Name lautet Lyndon B. Johnson Space Center. Heute werden von hier aus die Flüge zur Internationalen Raumstation überwacht. Auch das Ausbildungszentrum der amerikanischen Astronauten befindet sich auf dem 655 Hektar großen Gelände. Insgesamt arbeiten auf dem Areal mehr als 14.000 Mitarbeiter.

Shoppen, bummeln, ausgehen

In Houston lässt es sich gut leben. Für Touristen bedeutet dass, das es sich dort wunderbar shoppen lässt, dass man sehr gut essen und abends ausgehen kann. In den hippen Restaurants von Uptown und Midtown darf man das typische US-Fast Food getrost vergessen; hier wird richtig gut gekocht. Das hat allerdings auch seinen Preis. Trotzdem, wer in Houston is(s)t, sollte sich mindestens einmal ein zünftiges texanisches Steak gönnen.

Im Nachtleben von Houston geht es musikalisch zu. Die Stadt liebt den Jazz und man wird an vielen Orten auf kleine Bands stoßen, die in Bars, Clubs und auch in Cafés Live-Konzerte geben. Wer gern tanzt, macht in einem Country & Western-Club die Nacht zum Tag.

Out and about

Houston liegt in Texas. Wer das hautnah zu spüren bekommen möchte, dem sei der „George Ranch Historical Park“ (10215, FM 762, Richmond, georgeranch.org) etwas außerhalb der Stadt ans Herz gelegt. In diesem lebendigen Freilichtmuseum kann man das Leben der Pioniere und der Cowboys sehr anschaulich nachvollziehen und miterleben. Ein tolles Erlebnis auch für Kinder. Apropos: Auf junge Besucher warten in Houston ein Zoo, ein Aquarium und der „Kemah Boardwalk“ (215, Kipp Avenue, kemahboardwalk.com). Der liegt direkt an der Galveston Bay und bietet Restaurants, Shops, einen Aussichtsturm und einen Jahrmarkt.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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