San Antonio – Die älteste Stadt in Texas

Das Alamo ist eine zum Fort ausgebaute ehemalige Missionsstation in der Stadt San Antonio.

Das untere Drittel von Texas zwischen San Antonio und dem Rio Grande bietet den Anblick, den der Reisende mit dem Südwesten der USA verbindet. Hier ist das Erbe der amerikanischen Ureinwohner, der spanischen, mexikanischen und texanischen Siedler noch spürbar.

Die franziskanischen Mönche, die im 18. Jahrhundert aus Spanien eintrafen, bauten langlebige Missionsstationen aus Stein, in denen sie die Eingeborenen christianisieren wollten. In Einzelfällen dienten die Missionen auch als Festungen, wie das berühmte Beispiel The Alamo. Mit Übernahme der spanischen Nordamerika-Besitzungen durch Mexiko wurde San Antonio 1821 Hauptstadt der Provinz Texas.

Nach dem Anschluss von Texas an die amerikanische Union 1845 und dem Ende des Bürgerkrieges 1865 wuchs San Antonio sehr rasch. Als die Eisenbahn schließlich 1877 die Stadt mit anderen Geschäftszentren der USA verband, wurde San Antonio zu einem Zentrum der fleischverarbeitenden Industrie. Die Stadt wurde zum Vielvölkerschmelztiegel mit starker deutscher Komponente.

San Antonio ist die neuntgrößte Stadt der USA und doch eine Stadt weitgehend ohne Hochhäuser. Der hispanische Einfluss ist noch weithin spürbar, besonders beim allabendlichen Nachtleben und bei der am spanischen Kolonialstil orientierten Architektur. Das Straßenleben ist die eigentliche touristische Attraktion des Ortes, von The Alamo einmal abgesehen. Offizielle Webseite: visitsanantonio.com

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

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Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Sehenswürdigkeiten

Mit 1.327.407 Einwohnern ist San Antonio die siebtgrößte Stadt in den USA. Dementsprechend groß ist der Andrang der Touristen.

Mit 1.327.407 Einwohnern ist San Antonio die siebtgrößte Stadt in den USA. Dementsprechend groß ist der Andrang der Touristen.

River Walk (Offizielle Webseite, Paseo del Rio):
Der River Walk schlängelt sich durch das Herz des Stadtzentrums bis in den King William District. Er ist das Zentrum der abendlichen Unterhaltung mit Restaurants, Cafes, Musik und Entspannung sowie geführten Bootstouren. Der unterhalb der Straßenhöhe angelegte Spazierweg folgt dem Lauf des San Antonio River und ist von mehreren Brücken und Zugangspunkten aus zugänglich.

Market Square (Offizielle Webseite, El Mercado):
Das Gebiet im Stadtzentrum umfasst zwei Straßenblocks mit Geschäften und Restaurants. Im El-Marcado-Gebäude findet sich der größte mexikanische Markt der USA, im Farmer Market Plaza-Gebäude ein Warensortiment, das die ehtnische Vielfalt widerspiegelt.

IMAX Theater Rivercenter (Offizielle Webseite):
Tagsüber wird das 45minütige Doku-Drama “Alamo – The Price of Freedom” emotionsgeladen geboten, etwa alle 2 Stunden. Im Übrigen kommen 3-D-Filme zur Aufführung.

Institute of Texan Cultures (Offizielle Webseite):
Das zur University of Texas gehörige Institut zeigt mittels Dioramen, Ausstellungsstücken und Fotos die verschiedenen kulturellen und ethnischen Gruppen, von den spanischen und deutschen Siedlern über die holländischen Milchbauern bis zu den jüdischen Siedlern und orientalischen Reisbauern, die zur Entwicklung Texas beitrugen.

McNay Art Museum (Offizielle Webseite):

Das in einer Villa in mexikanisch/spanischer Bauweise untergebrachte Museum zeigt moderne Kunst mit Werken von Picasso, Cézanne, Van Gogh und Chagall sowie einige prä-kolumbianische Kunstwerke.

Witte Museum (Offizielle Webseite):
Ein Rundgang durch die Geschichte und Tierwelt von Texas, von den Dinosauriern über Hinterlassenschaften der Indianer bis zu Pionier-Hütten aus der Zeit um 1800.

King William Historic District (Offizielle Webseite):
Im späten 19. Jahrhundert gründeten deutsche Siedler diesen 25 Straßenblocks umfassenden Distrikt, einer der elegantesten zu seiner Zeit. Zahlreiche Gebäude wurden restauriert. Die schönsten finden sich in der King William St. Die Conservation Society hält für Besucher Lagepläne (maps) und Broschüren bereit.

Hemisfair Plaza (Offizielle Webseite):
1968 Ort der San Antonio Worlds Fair ist das Gebiet heute Erholungs- und Unterhaltungszentrum von Downtown. Hier findet sich auch der

Tower of the Americas (Offizielle Webseite):
Ein 230 m hoher Turm, zu dessen Spitze man mit gläsernen Aufzügen fahren kann (täglich 8 bis 23 Uhr). Eine Aussichtsplattform (Eintrittspreis) und Dreh-Restaurants bieten eine schöne Aussicht. Rund um den Turm liegt ein Wasserpark mit Fontänen, Wasserfällen und Wasserbecken.

La Villita (www.getcreativesanantonio.com):
Eine Rekonstruktion der ersten Siedlung rund um die Mission San Antonio de Valero. Es gibt Kunstgalerien, Shops und Bilavar Hall, ein Museum zur frühen amerikanischen Kultur.

San Antonio Missions National Historical Park (Offizielle Webseite):
Zwischen 1718 und 1731 wurden San Antonios fünf spanische Missionsstationen entlang des San Antonio River errichtet. Bis auf The Alamo dienen die Stationen heute als römisch-katholischen Kirchen und werden von der örtlichen katholischen Erzdiözese, dem National Park Service und dem Staat Texas verwaltet. Folgt man dem Freeway-Ring um die Stadt, erreicht man auf der I-10 die ausgeschilderte Abfahrt. Von der Mission Concepción werden Besucher über Parkanlagen beiderseits des San Antonio River zur jeweils nächsten Station geführt.

Sea World of San Antonio (Offizielle Webseite):
Der Park in San Antonio nennt sich stolz weltgrößter Abenteuerpark für Meereslebewesen und beheimatet Killerwale, Delfine, Seelöwen, Haie, Otter usw., die in zahlreichen Vorführungen präsentiert werden. Außerdem gibt es atemberaubende Achterbahnen, Wasserrutschen usw.

Six Flags Fiesta Texas (Offizielle Webseite):
Ein Unterhaltungspark für die ganze Familie mit Shows und Live-Aufführungen von Country und Rock sowie Zirkus, Karussells, Achterbahnen usw.

Fledermäuse in Bracken Cave bei San Antonio:
Eine Wolke scheint vom Boden aufzusteigen, wenn 20 Millionen Guano – Fledermäuse kurz bevor die Sonne untergeht aus der Höhle von „Bracken Cave“ bei San Antonio in Texas ausschwärmen. An jedem Sommerabend wiederholt sich das Naturschauspiel. Mehr als zwei Stunden dauert es, bis alle Tiere den Bau verlassen haben. Es ist die größte Fledermauskolonie, die man auf der Welt kennt. Irgendwann verschwindet die Wolke in der Ferne.

Sie fliegen in die Ackerbauregion „ Winter Garden „, südwestlich von San Antonio, ein Gebiet mit zigtausend Hektar Mais-, Baumwoll- und Gemüsefeldern. Insekten richten dort regelmäßig riesige Schäden an. Die Maiseule, ein Nachtfalter, ist der Feind Nummer eins für viele Farmer. Die Fledermäuse fressen allein über Texas in einer Nacht bis zu 900 000 Kilo Insekten.

Wie ist man aber dahinter gekommen? 30 Km von „Bracken Cave“ entfernt betreibt der „ National Weather Service “ in der Gemeinde New Braunfels eine Radarstation. Mit Radarstrahlen kann man bewegte Objekte – zum Beispiel Regentropfen oder Hagel – auf ihrem Weg durch die Luft verfolgen. Die Millionen Fledermäuse, die aus der Höhle strömen, sehen auf dem Radarbildschirm aus wie ein riesiges Unwetter, das von einem Punkt am Erdboden -der Höhle – ausgeht und sich dann über die Landschaft ausbreitet. Mit Hilfe des Radars wurde auch herausgefunden welche und wie viele Schadinsekten die Fledermäuse fressen.

In Bracken Cave bei San Antonio sind viele Fledermäuse Zuhause.

In Bracken Cave bei San Antonio sind viele Fledermäuse Zuhause.

An den nächtlichen Flügen im Frühjahr und Frühsommer beteiligen sich schätzungsweise 100 Millionen Guano – Fledermäuse. Sie leben in einem Dutzend Höhlen im Süden von Zentraltexas. Noch einmal 50 Millionen leben in den Höhlen von Oklahoma, New Mexico und Arizona. Es sind riesige Kolonien von Weibchen, die im Frühjahr von ihren Winterquartieren in Mexiko in den Südwesten der USA ziehen. Im Juni bringt jedes Weibchen ein einziges Junges zur Welt. Die Mutter verlässt die Höhle nachts zweimal zum Fressen und kommt dann zurück, um ihren Nachwuchs zu säugen. Ende Juli sind die jungen Fledermäuse so weit, dass sie auf Jagd gehen können. Dann verdoppelt sich die Größe der Schwärme.

Um sich selber und das Junge zu ernähren, muss ein Weibchen jede Nacht eine Insektenmenge fressen, die 70 Prozent seines Körpergewichts entspricht. Eine Fledermaus wiegt zwar nur 15 Gramm, eine Million von ihnen vertilgt in einer Nacht aber 10 Tonnen Insekten. Die 100 Millionen Fledermäuse dieser Schwärme fressen 1.000 Tonnen Schädlinge – jede Nacht. Andere Fledermausarten, auch hier in Texas, halten sich an Beutetiere, die dicht über dem Boden fliegen. Warum steigen die Guano – Fledermäuse bis zu 3000 Meter auf? Auch hier hat das Radar geholfen. Es zeigt nicht nur die hungrigen Jäger, sondern auch die Milliarden Insekten hoch über Texas.

Feste

Mit der zehntägigen Fiesta San Antonio Ende April wird die Schlacht von San Jacinto gefeiert, mit der die texanischen Streitkräfte das Massaker am Alamo gerächt haben.

Klima und Wetter

Durchschnittstemperaturen in Grad Celsius:

  • Januar, 16
  • Februar, 19
  • März, 23
  • April, 27
  • Mai, 29
  • Juni, 33
  • Juli, 35
  • August, 35
  • September, 32
  • Oktober, 28
  • November, 22
  • Dezember, 18

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