Phoenix in Arizona – wie Phönix aus der Asche

Es scheint, als sei der Name der Stadt endlich zu seinem Recht gekommen. Wie der legendäre Phönix aus der Asche ist Phoenix, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona, wieder aufgestiegen, nachdem die globale Finanzkrise ihr 2006 tiefe Wunden geschlagen hatte.

Es scheint, als sei der Name der Stadt endlich zu seinem Recht gekommen. Wie der legendäre Phönix aus der Asche ist Phoenix, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona, wieder aufgestiegen, nachdem die globale Finanzkrise ihr 2006 tiefe Wunden geschlagen hatte.

Faule Kredite und unterfinanzierte Hypotheken hatten den Haus- und Wohnungsmarkt der Stadt fast völlig zusammenbrechen lassen – mit fatalen Folgen für den Arbeitsmarkt und in der Folge dann auch den Einzelhandel und die Gastronomie. Wer die quirlige Stadt im Spannungsgebiet zwischen rauen Bergen und einer brütend heißen Wüste heute besucht, wird kaum mehr daran erinnert. Phoenix floriert wie schon lange nicht mehr und klettert in der Beliebtheitsskala der US-Städte beharrlich immer höher. Für Golfer sind die Stadt und ihre Umgebung immer schon ein lohnenswertes Ziel gewesen. Jetzt wird sie auch von allen anderen Natur- und Sportfreaks sowie Kulturtouristen entdeckt.

Die Vergangenheit trug rote Haut

Wie groß und bewundernswert auch immer der Pioniergeist der weißen Siedler gewesen ist: Die Geschichte der USA ist immer auch die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der Ureinwohner Amerikas. Das war auch in Arizona und auf dem Gebiet der heutigen Stadt Phoenix nicht anders. Mindestens 2000 Jahre lang lebten hier Indianer; bis zum 14. Jahrhundert waren es die vom Stamme der Hohokam. In dieser Zeit legten sie in der Wüste ein Bewässerungssystem an, das später von ihren Feinden übernommen und ausgebaut werden sollte. Dieser Stamm ging dann aber auf bis heute ungeklärte und mystische Weise unter – andere Stämme folgten jedoch. Heute stellen die Nachfahren der „Rothäute“ nur noch unter drei Prozent der Bevölkerung. Damit liegen sie noch hinter den Nachkommen der deutschen Auswanderer, die es auf immerhin knapp 13 Prozent der heutigen Bevölkerung bringen. Die Erinnerung an die Ureinwohner jedoch lebt in der Stadt und im Großraum Phoenix fort. Hier gibt es viele prähistorische Stätten, die es sich zu besuchen lohnt. In der East Washington Street etwa befindet sich das „Pueblo Grande Museum“ mit dem „Cultural Park“, das man auf keinen Fall verpassen sollte.

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Über den Tellerrand schauen

Mit Regen ist im „Valley of the Sun“, wie der Großraum Phoenix genannt wird, wahrlich nicht zu rechnen. Hier hat das Jahr rund 300 Sonnentage zu bieten.

Mit Regen ist im „Valley of the Sun“, wie der Großraum Phoenix genannt wird, wahrlich nicht zu rechnen. Hier hat das Jahr rund 300 Sonnentage zu bieten.

Phoenix ist ein interessantes Reiseziel. Wer die Stadt aber für den einen oder anderen Ausflug kurzzeitig verlässt, der macht auch nichts falsch – im Gegenteil! Immerhin ist Arizona jener Bundesstaat in den USA, der mit dem Bergmassiv des Grand Canyon eines der sieben Weltwunder der Natur zu bieten hat. Das darf man sich einfach nicht entgehen lassen. Das Massiv kann zu Fuß erobert werden; ein Flug mit dem Hubschrauber ist aber sicher bequemer und für ältere oder besonders hitzeempfindliche Touristen sicher auch empfehlenswerter. Zugegeben, der Flug hat seinen Preis, aber das Erlebnis und die Erinnerung daran sind irgendwie unbezahlbar.

Auf der Sonnenseite des Lebens Urlaub machen

Wer nach Phoenix fliegt, der braucht sich über das Wetter keine Gedanken zu machen, jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Denn mit Regen ist im „Valley of the Sun“, wie der Großraum Phoenix genannt wird, wahrlich nicht zu rechnen. Hier hat das Jahr rund 300 Sonnentage zu bieten. Entsprechend groß ist fast rund um das Jahr das Angebot an Aktivitäten im Freien. Wer sorglos daran teilnehmen möchte, für den gehören Sonnenhüte, luftige, atmungsaktive Kleidung und jede Menge Crèmes mit hohem Lichtschutzfaktor unbedingt ins Gepäck. Doch selbst mit dieser Ausrüstung ist noch Vorsicht geboten. 40 Grad Celsius (im Schatten) sind in Phoenix im Sommer die Norm. Wer Probleme mit der Hitze hat, sollte auf jeden Fall ein paar zusätzliche Tage einplanen, um sich in Ruhe an das Klima gewöhnen zu können. Übrigens, der meiste Regen fällt von Juli bis September ausgerechnet in der Haupturlaubszeit für die Deutschen und Österreicher.

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Zur Geschichtsstunde ins Museum

Spannende Natur, spannende Tiere und Pflanzen, wirklich unzählige Sport- und Freizeitaktivitäten – Phoenix ist ein Reiseziel für Frischluftfanatiker. Aber keine Bange, auch die Kultur kommt hier nicht zu kurz. Wer gern in Museen auf Entdeckungstour geht, der könnte sich zum Beispiel das „Phoenix Museum of Art“ in der North Central Avenue vormerken. Hier gibt es neben Exponaten aus Europa und Fernost auch südamerikanische Kunst zu sehen. Wer sich für das Kunsthandwerk der Indianer interessiert, dem sei das „Phoenix Museum of History“ in der North 5th Street ans Herz gelegt. Die Ausstellung dort zeigt zudem auch viele prähistorische Funde, die rund 2000 Jahre zurück in die Geschichte reichen.

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