Oklahoma – Großartige Wildwestromantik

Mit knapp 580.000 Einwohnern ist Oklahoma City die größte Stadt des US-Bundesstaates Oklahoma. Schön anzusehen: Das Oklahoma City State Capitol Building.
Fläche in qkm Einwohner Abkürzung Hauptstadt Ortszeit Offizielle Webseite
181.035 3.751.351 OK Oklahoma City MEZ -7 ok.gov

Oklahoma zu bereisen bedeutet, eine durch und durch amerikanische Erfahrung zu machen. In diesem Bundesstaat im Südwesten der USA lebt noch der alte Pioniergeist, hier kann man ungetrübte Wildwestromantik erleben. Zusammen mit eindrucksvollen Landschaften, interessanten Städten, einem Abschnitt der legendären „Route 66“, Rodeos und einem riesigen Angebot an Sportmöglichkeiten ergibt das eine Mischung, die einen unvergesslichen Urlaub verspricht.

Lage und Landschaften

Oklahoma bringt es auf die stolze Zahl von gleich sechs Nachbarn. Im Osten grenzt es an Arkansas und Missouri, im Norden liegt Kansas, die Grenze im Nordwesten wird mit Colorado geteilt. Im Süden liegt Texas und im äußersten Südwesten schließlich grenzt Oklahoma an New Mexiko. Der Bundesstaat ist landschaftlich von großen Ebenen („Great Plains“) geprägt. Zwar gibt es auch Gebirgsmassive, sie sind aber eher die Ausnahme. Falls sich das jetzt etwas langweilig anhören sollte, dann handelt es sich um ein Missverständnis! Oklahoma weist insgesamt 35 State Parks auf, in denen ein Abenteuer das nächste jagt. Wasserfälle, großartige Seen, Flüsse und Schluchten, dazu tausend Möglichkeiten, Tiere in freier Wildbahn zu beobachten – ein Urlaub reicht nicht, um all diese Naturschönheiten tatsächlich erleben zu können.

Als Highlights sollte der Besucher den Natural Falls State Park mit seinen imposanten Wasserfällen und den Grand Lake of the Cherokees auf keinen Fall verpassen. Apropos Cherokees. Die Ureinwohner Amerikas spielen in Oklahoma eine gewichtige Rolle. Schon der Name des Staates stammt aus einer Indianersprache. „Okla“ bedeutet „Mensch“ und „Humma“ steht für „Rot“. Daraus lässt sich bereits schließen, dass das heutige Oklahoma einst den Indianern gehörte.

Oklahomas Beiname „Sooner State“ ist leider kein Ruhmesblatt für die Vorfahren der heutigen Einwohner. Sie haben sich nämlich schon viel eher (engl. „sooner“) als erlaubt auf dem Gebiet der Indianer niedergelassen. Die ersten Siedler aus Europa schlugen dort ihre Zelte auf, bevor die damalige US-Regierung das Land von den Indianern gekauft hatte. Bis heute gehört Oklahoma zu den Bundesstaaten, die den höchsten Anteil an Indianern in der Bevölkerung aufweisen. Die am stärksten vertretenen Stämme sind die Cherokee, Chickasaw, Choctaw, Muskogee und die Seminolen.

Auf den Spuren der Geschichte

Mit über 390.000 Einwohnern ist Tulsa die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates Oklahoma.

Mit über 390.000 Einwohnern ist Tulsa die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates Oklahoma.

Die Tatsache, dass in Oklahoma Indianer und Siedler einen Weg für ein Zusammenleben finden mussten, spiegelt sich in der Kultur des Landes wider. Die Indianer sind stolz auf ihre Vorfahren und ihre Traditionen, die sie nach wie vor lebendig halten. Aber auch die Siedler pflegen ihre Geschichte und die dazugehörige Cowboyromantik. Es lohnt sich, beide Pole kennenzulernen. Im „Cherokee Heritage Center“ in Tahlequah folgt der Besucher dem „Trail of Tears“, also der Spur der Tränen, die von den Indianern bei ihrer Vertreibung geweint wurden. Hier bekommt der Besucher in einem Museumsdorf auch einen Eindruck vom Leben der Indianer, bevor sie Kontakt mit den Europäern hatten. Ebenfalls unbedingt sehenswert: „Standing Bear Park“, ein Museum und Informationszentrum in Ponca City, das nach dem berühmten Häuptling Standing Bear benannt worden ist.

Im „Oklahoma History Center“ in der Hauptstadt Oklahoma City wird versucht, Vergangenheit und Gegenwart zu versöhnen. Hier stellen indianische Kunsthandwerker aus und hier kann man den faszinierenden Geschichten lauschen, die seit Generationen nur mündlich überliefert werden. Nebenbei bemerkt: Auch Deutsche haben sich etwa seit 1800 in Oklahoma niedergelassen. Sie arbeiteten in den Minen und halfen beim Bau der Eisenbahn. Noch heute werden in Oklahoma viele Oktoberfeste gefeiert.

Auf der anderen Seite haben aber natürlich auch die Cowboys ihren Platz in Oklahoma. In der Hauptstadt gehört das „National Cowboy and Western Heritage Museum“ unbedingt zum Besuchsprogramm. Wer in Tulsa ist, sollte das „Gilcrease Museum“ nicht verpassen. Thomas Gilcrease war ein steinreicher Ölbaron, der „Westernkunst“ gesammelt hat. Er trug eine überaus eindrucksvolle Sammlung zusammen, die heute mehr als 10.000 Exponate umfasst. Als der Magnat in den Fünfziger Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geriet, sorgte die Stadt Tulsa dafür, dass die Sammlung nicht auseinandergerissen werden musste.

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Festivals und Aktivitäten

Viele Bürogebäude zieren das Bild in Oklahoma City Downtown.

Viele Bürogebäude zieren das Bild in Oklahoma City Downtown.

Oklahoma hat einen so vollgepackten Festivalkalender, dass es unmöglich ist, „Highlights“ herauszupicken. Denn was für den einen der viktorianische Weihnachtsmarkt in Oklahoma City sein mag, das kann für den nächsten „Stephens Country Free Fair“ in Duncan sein; ein Fest für den Gaumen all jener, die neugierig auf lokale Spezialitäten sind. Es gibt Herbstfestivals mit geführten Touren durch Wälder mit besonders schöner Laubfärbung; es gibt Rodeoveranstaltungen; es gibt kulinarische, ethnische, musikalische und tausend andere Arten von Festivals. Es dürfte deshalb schwierig werden, sich auf der Reise dem Festivalboom zu entziehen. Also lieber mit Begeisterung hinein ins Getümmel! Übrigens, auch für Kinder ist in Oklahoma bestens gesorgt. Der Staat hat von Zoos und Aquarien, Jahrmärkten und speziellen Outdooraktivitäten für Kinder wirklich viel zu bieten, was kleinen Jungs und Mädchen in den Ferien Spaß macht.

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