San Francisco – Die Stadt der 42 Hügel

Die Golden Gate Bridge ist eine Hängebrücke am Eingang San Franciscos. Sie ist zugleich das Wahrzeichen der Stadt.

San Francisco liegt umgeben von der San Francisco Bay im Osten, dem Golden Gate im Norden und dem Pazifik im Westen auf 42 Hügeln mit einer Fläche von rd. 125 qkm. Diese Hügel bieten immer wieder beeindruckende Ausblicke und faszinieren jeden Besucher, auch wenn dieses gleichzeitig bedeutet, dass San Francisco eine Stadt der Treppen ist.

Gleichwohl ist San Francisco eine Fußgängerstadt, lässt sich mithin zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere mit den berühmten Cable Cars, sehr gut erkunden. San Francisco liegt am Nordende einer 48 km langen und 10 km breiten Halbinsel, einem der besten natürlichen Häfen der Erde. Künstliche Aufschüttungen haben das Stadtgebiet erweitert, insbesondere im Osten (Fisherman’s Wharf).

Etwa 700.000 Einwohner leben in San Francisco, es ist nach Los Angeles und San Diego die drittgrößte Stadt Kaliforniens. Als Beinamen führt die Stadt die Bezeichnung „The City“. Auf keinen Fall darf man „Frisco“ sagen, das ist verpönt, allenfalls noch „San Fran“.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war San Francisco das Mekka der Hippies und der Love-Ins. Der Song von Scott McKenzie „San Francisco“ beschreibt diese Zeit. Sie ist heute Nostalgie und eigentlich nicht mehr zu erspüren. Gleichwohl ist San Francisco eine pulsierende Metropole und aktuellen Entwicklungen und Veränderungen gegenüber aufgeschlossen. Das Leben ist hier bis in den Abend aktiv, nicht nur in den touristischen Zentren. Dies macht die Stadt auch für Jugendliche sehr akttraktiv, günstige Übernachtungsmöglichkeiten bieten die zahlreichen Hostels in San Francisco.

Zu erfahren ist dies in den touristisch voll erschlossenen Stadtteilen Chinatown (angeblich die größte Ansammlung von Chinesen außerhalb von China selbst) und North Beach, aber auch in den touristisch weniger erschlossenen Gebieten der Mission District, der Heimat der Hispanics, oder Haight Ashbury, dem Szenetreffpunkt der 60er Jahre. Bekannt ist auch die „Hochburg“ der Schwulen (gay community) im Viertel um die Castro Street, etwa 40 % aller ledigen Männer sollen hier homosexuell sein.

Haupttageszeitungen sind der morgens erscheinende Chronicle und der abendliche Examiner. Beide Zeitungen erscheinen auch mit Sonntagsausgaben.

Die Verkaufssteuer (sales tax) des Staates und des Counties beträgt zusammen 8,5 %, die Hotelsteuer (transient occupancy tax) zusätzlich 5,5 %.

Sehenswürdigkeiten

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von San Francisco gehören:

  • Alamo Square
  • Alcatraz
  • Castro District (Castro Street – Castro Theatre)
  • Chinatown (Chinatown Gate – Grant Avenue – Waverly Place – Chinese Historical Society Museum)
  • Civic Center ( Bill Graham Civic Auditorium – Public Library – Asian Art Museum – Opera House – Louise M. Davies Symphony Hall – City Hall – Civic Center Plaza)
  • Coit Tower
  • Cable Cars
  • Financial District (Sheraton Palace – Bank of America – Embarcadero Center – Justin Herman Plaza – Hyatt Regency Hotel – Market Street – Ferry Building – Transamerica Pyramid – Wells Fargo History Room)
  • Fisherman´s Wharf
  • Golden Gate Bridge
  • Golden Gate National Recreation Area (Cliff House – Musée Mécanique – California Palace of the Legion of Honor)
  • Golden Gate Park (Conservatory of Flowers – California Academy of Sciences – Asian Art Museum – Japanese Tea Garden)
  • Haight-Ashbury
  • Mission District (Mission Dolores)
  • Nob Hill (Flood Mansion – Fairmont Hotel – Grace Cathedral – Stanford Court Hotel)
  • North Beach (City Lights Bookstore – Jack Kerouac Street – Vesuvio´s – Coit Tower – Telegraph Hill)
  • San Francisco Museum of Modern Art
  • Sausalito
  • South of Market (SoMa) (Ansel Adams Center for Photography – US Mint – Cartoon Art Museums – San Francisco Museum of Modern Art)
  • Yerba Buena Gardens (Moscone Convention Center)
  • Telegraph Hill (Statue Christoph Kolumbus – Coit Tower)
  • Union Square (Saks Fifth Avenue – Grand Hyatt Hotels – Maiden Lane – Haus Nr. 140)

Weitere Informationen bietet die Webseite sanfrancisco.travel. Das San Francisco Convention & Visitors Bureau bietet dort auch Beschreibungen – in englisch – zum Herunterladen für Besichtigungen zu Fuß an – San Francisco kann man nämlich am Besten zu Fuß besichtigen.

Tipp: In das Alltagsleben und die historischen Hintergründe Chinatowns geben von Einheimischen geführte 2stündige Touren zum Preis von $18 Einblick. Näheres auf der Internetseite des Veranstalters chinatownalleywaytours.org sowie in dem deutschsprachigen Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ vom 17.01.08 „Dim-Sum verleiht Flügel – San Franciscos Chinatown“ und auf der Internetseite dieses Veranstalters wokwiz.com. Informationen zum jährlich stattfindenden Chinese New Year Festival & Parade unter chineseparade.com. Wer ausreichend Zeit hat, sollte auch eine Hafenrundfahrt (Pier 43 der Fisherman’s Wharf) und einen Ausflug zur ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz vorsehen.

Alcatraz – Tipps

In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, heute nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.

In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, heute nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.

Alcatraz liegt mitten in der San Francisco Bay, 2,4km nordöstlich von San Francisco und ist nur mit den Fähren (ferry) der Red & White Fleet zu erreichen, die von Pier 41 der Fisherman’s Wharf abgehen. Die Überfahrt dauert etwa 20 bis 25 Minuten. Von der Anlegestelle führt ein steiler Weg zum ehemaligen Gefängnis, das von innen besichtigt werden kann, und zwar mit oder ohne Audio-Führung. Tickets gibt es am Schalter der Pier 41, der Mo – Fr von 9 – 17 und Sa, So von 8 – 14 Uhr geöffnet ist (Tel. 415-705-5555). Vorausbuchungen per Internet ist möglich, dies ist besonders in den Sommermonaten und im Herbst sinnvoll: alcatrazcruises.com.

Gärten von Alcatraz

Jeden Freitag und Samstag beginnt um 9.30 Uhr an den Docks der ehemaligen Gefängnisinsel ein kostenloser Rundgang zu den historischen Gärten von Alcatraz. Die Besucher werden durch fünf Gärten geführt, die von der Arbeit der früheren Gärtnier inspiriert sind. Als 1963 das Gefängnis geschlossen wurde, blieben die Gärten verlassen zurück. Trotzdem überlebten fast 200 Pflanzenarten auf dem felsigen Boden. Mit Hilfe historischer Aufnahmen wurden die Gärten wieder hergestellt. alcatrazgardens.org

Flughäfen

San Francisco wird von 3 Flughäfen bedient: San Francisco International Airport, San Jose International Airport und Metropolitan Oakland International Airport.

San Francisco International Airport liegt etwa 12 Meilen/20 km südlich nahe San Bruno an der US 101 (Bayshore Freeway) und wird von etwa 50 Fluggesellschaften sowie zahlreichen privaten Carriern angeflogen. http://www.flysfo.com/
Die Innenstadt von San Francisco erreicht man über die Ausfahrt des Nord-Terminals auf der US 101 in nördlicher Richtung. An der Kreuzung US 101/I-80 wählt man die I-80 und dort die Ausfahrt (exit) 4th Street. Der 4th Street folgt man vorbei am Moscone Center zur Market Street, die Hotels am Union Square und der Financial District liegen dann nur noch wenige Blocks nördlich und östlich. Der SFO Airporter verbindet den Flughafen mit den Hotels der Innenstadt etwa alle 15 Minuten von 4.50 Uhr bis Mitternacht. Der Preis für eine Fahrt von etwa 30 Minuten beträgt rund 11 $ (Stand 2001). Mini-Vans bieten einen Shuttle-Service von der weiß-rot-schraffierten Zone der oberen Ebene des Flughafens (red-and-white-striped zones on pedestrian islands on the airport’s upper level) zu den einzelnen Hotels zum Preis von 11 – 20 $ pro Person und Fahrt (Stand 2001), wie Supershuttle San Francisco, Tel. 800-258-3826, Door-to-Door Airport Express, Tel. 415-775-5121. Taxis zum Civic Center kosten etwa 30 – 35 $, Limousinen 35 – 60 $ (Stand 2001).

San Jose International Airport befindet sich 3 Meilen nordwestlich der Innenstadt von San Jose nahe der US 101. Von den Terminals folgt man den Schildern zu US 101 und fährt in nördlicher Richtung vorbei an Palo Alto und San Mateo zur Innenstadt von San Francisco. http://www.sjc.org

Metropolitan Oakland International Airport an der I-880, etwa 10 Meilen südlich der Innenstadt von Oakland, sollte Zielflughafen sein, wenn man den Osten der San Francisco Bay erreichen möchte. Um die Innenstadt von San Francisco zu erreichen fährt man den Airport Drive in östlicher Richtung Downtown Oakland und nimmt die Ausfahrt auf die I-880 (Nimitz Freeway). Der I-880 folgt man in nördlicher Richtung bis zur Umfahrung der I-980 (detour ), die den Anschluss zur I-80 herstellt. Die I-80 in westlicher Richtung über die San Francisco-Oakland Bay Bridge (Gebühr 2 $), dann die Ausfahrt (exit) 5th Street nördlich zur Market Street und dem Union Square/Financial District. http://www.flyoakland.com

Verkehrsmittel

Eines der weltweit bekannten Wahrzeichen von San Francisco sind die Cable Cars.

Eines der weltweit bekannten Wahrzeichen von San Francisco sind die Cable Cars.

Cable Cars: Eines der weltweit bekannten Wahrzeichen von San Francisco sind die Cable Cars und eine Fahrt damit auf dem Trittbrett stehend, den Wind in den Haaren gehört zum touristischen Pflichtprogramm. Es gibt drei Linien, zwei davon starten an der Ecke von Powell und Market Street, wo sich auch das Visitor Information Center befindet: die Powell-Hyde-Route und die Powell-Mason-Route in Nord-Süd-Richtung (Nob Hill; Fischerman’s Wharf). Die dritte Linie, die California line, verläuft entlang der California St. in Ost-West-Richtung durch Financial District, Chinatown und Nob Hill bis zur Van-Ness-Ave. Entlag der jeweiligen Route sind die Stopps gekennzeichnet und es kann zugestiegen werden; es ist üblich, sich ohne Murren in die jeweilige Warteschlange einzureihen. In der Hauptsaison sind Wartezeiten von 45 bis 60 Minuten keine Seltenheit. Das Streckennetz umfasst 17 Kilometer und befördert jährlich über 12 Millionen Fahrgäste. Die Wagen werden von einem Stalhlseil angetrieben, das unter der Straßendecke in einem Schienenschacht ständig in Bewegung ist. Dieses Antriebssystem besteht seit 1873, erfunden von dem englischen Einwanderer Andrew Hallidie. Zuvor mussten Gespanne von Pferdefuhrwerken die steilen Hügel der Stadt erklimmen. Tipp: Ist die Abfahrtstation überfüllt, kann es sich lohnen ein oder zwei Stationen zu Fuß zu gehen und dann zuzusteigen. Bei der Abfahrt wird der Wagen nie ganz gefüllt. Mit der Historie der Cable Cars beschäftigt sich das Cable Car Museum, Washington/Mason St. , Tel. 474-1887, tgl. 10 – 18 Uhr (im Winter 17 Uhr), freier Eintritt. Neben alten Wagen wird auch die Technik des Beförderungsmittels eindrucksvoll erläutert, vgl. http://www.sfmta.com/cms/mfares/fareinfo.htm#cable

Busse/Trolley Busse: Der Verkehrsnetz der San Francisco Municipal Railway, kurz Muni (betreibt auch die Cable Cars), ist sehr gut und eng. In kurzen Intervallen von etwa 5 bis 20 Minuten bestehen zahlreiche Linienverbindungen, die mit einer Nummer und einem Namen der Endstation gekennzeichnet sind (z.B. 5-Fulton, 42-Downtown Loop; angezeigt vorne und seitlich am Bus). Einen Verkehrsplan gibt es beim Visitor Information Center und in zahlreichen Läden (Muni map; 2,95 $ – Stand Juni 2002).

Historische Straßenfahrzeuge (Historic Streetcars/Trams): Seit 1995 werden Fahrzeuge aus aller Welt in ihrer ursprünglichen, farbenfrohen Lackierung in San Francisco ab dem Zentrum von Market und Castro Street entland der Market Street durch Downtown bis Fischerman’s Wharf mit der Endstation Jones und Beach Street eingesetzt (Linie F-Market).

Metro: Die Straßenbahnen der Linien F-Market, J-Church, K-Ingleside, L-Taraval, M-Ocean View und N-Judah verlaufen in der Innenstadt unterirdisch und in äußeren Stadtteilen oberirdisch.

Taxis: Taxen berechnen ihre Preise nach Taxameter. Die erste Meile kostet etwa 2 $, jede weitere Meile etwa 1,80 $ (Stand 2001). Taxen werden per Telefon bestellt, ansonsten sind sie vor jedem namhaften Hotel zu finden. Ein Handzeichen auf der Straße ist i.d.R. nicht erfolgreich.

Klima und Wetter

In San Francisco wirken Wasser und Nebel als natürliche Klimaanlage, das ganze Jahr über herrscht gemäßigtes Meeresklima, es wird selten kälter als 10 Grad Celsius und wärmer als 25 Grad Celsius. Besonders häufig im Sommer liegen die Stadt und ihr Wahrzeichen, die Golden Gate Bridge, auf Grund dieser „Klimaanlage“ im Nebel. Dieser Nebel, der durch das Golden Gate in die Bucht mit dem stark erwärmten Hinteland einfließt, lässt auch die schönen Tage deutlich abkühlen, so dass Pullover und Jacke angesagt sind. Zahlreiche Hotels haben aufgrund dieser klimatischen Rahmenbedingungen – untypisch für den „Rest“ der USA – keine Klimaanlage!

San Francisco liegt in einem Erdbebengebiet, im Einzugsbereich des San-Andreas-Grabens. Täglich ereignen sich sog. Mikro-Beben, die letzten schweren Erdbeben waren 1906 und 1989. Ein weiteres schweres Erdbeben („The Big One“) wird – jetzt oder erst in mehreren Jahren – erwartet, jedoch kann eine Vorhersage des Eintretens nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis nicht gegeben werden.

Freie Eintritte in Museen

An bestimmten Tagen bieten einzelne Museen in San Francisco freien Eintritt: