Golden Gate Bridge – Das Wahrzeichen San Franciscos

Die Golden Gate Bridge (englisch für Goldenes-Tor-Brücke) überspannt die Bucht von San Francisco und gilt für viele als ein Symbol für die USA.

Die Golden Gate Bridge (englisch für Goldenes-Tor-Brücke) überspannt die Bucht von San Francisco und gilt für viele als ein Symbol für die USA.

Als sich in Europa politische Entwicklungen zusammenbrauten, die zu Gewalt, Vernichtung und Zerstörung weiter Teile des Kontinents führen sollten, geschah in einer Stadt auf der anderen Seite der Weltkugel genau das Gegenteil. Anfang 1933 begannen in San Francisco die Arbeiten für ein Bauwerk, das später nicht nur Abgründe überbrücken und Regionen näher zusammenbringen sollte. Es wurde auch eine Konstruktion, die eine technische Meisterleistung darstellte und die sich darüber hinaus zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der USA entwickelte. Die Rede ist von der Golden Gate Bridge, die die Bucht von San Francisco überspannt und somit die Stadt mit dem Marin County und seinen Weinbaugebieten verbindet.

Ohne Fleiß kein Preis – der Satz könnte von den Brückenarbeitern stammen

Bevor die rostrote Hängebrücke Ende Mai 1937 offiziell eröffnet werden konnte, hatten die Götter allerdings erst einmal den Schweiß gestellt. Allein die Unterwasserfundamente stellten die Ingenieure vor fast unlösbare Aufgaben. Denn die starke Strömung im Pazifik ließ die Behelfsbrücke, die man für die Arbeiter errichtet hatte, mehr als einmal regelrecht zusammenklappen. Dann mussten die seinerzeit mit 227 Meter höchsten Pfeiler der Welt errichtet werden, es galt die mit 2332 Meter längsten Kabelstränge zu verlegen und einen fast 30 Meter breiten Fahrbahnträger erdbebensicher zu installieren. Als man die Brücke nach nur gut vierjähriger Bauzeit in Betrieb nehmen konnte, war sie zu einem Meisterwerk geraten. Viele ihrer technischen Rekorde wurden erst Jahrzehnte später von anderen Brücken übertrumpft.

Ihren Status als wohl berühmteste Brücke der Welt aber konnte der Golden Gate Bridge bis heute niemand nehmen. Das mag nicht zuletzt auch an ihrer ungewöhnlichen Farbe liegen. Der matte rote Anstrich ist ein Rostschutzmittel und sollte ursprünglich nur zum Schutz der Brücke dienen. Danach war der eigentliche Anstrich geplant, der mit grauer Farbe erfolgen sollte. Doch die Bürger von San Francisco waren von dem Rostrot so begeistert und fanden, dass es so gut in die Landschaft passte, dass die Stadtväter von dem Grau Anstand nahmen. Die Tatsache, dass ihnen damit einiges an Kosten erspart blieb, hat sicherlich auch geholfen. Apropos Kosten. Nach heutigem Maßstab hat die Golden Gate Bridge sage und schreibe fast 630 Millionen US-Dollar gekostet.

Das Tor zu Gold und Geld

Aufgrund des starken Nebels in der San Francisco Bay Area ist die Brücke oft vom Nebel verhüllt.

Aufgrund des starken Nebels in der San Francisco Bay Area ist die Brücke oft vom Nebel verhüllt.

Wenn so viel Geld investiert werden soll, dann muss es schon einen guten Grund dafür geben. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Region rund um die San Francisco Bay so stark, dass man eine Verbindung zwischen der Stadt und dem weitaus dünner besiedelten Marin County wünschte. Damals war die Ingenieurswissenschaft allerdings noch nicht in der Lage, entsprechende Pläne in die Tat umzusetzen. Das starke Bevölkerungswachstum war durch den Goldrausch bedingt, den Kalifornien etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte. Die natürliche Einfahrt in den Hafen oder die Bucht von San Francisco nannte man damals folgerichtig das „goldene Tor“, auf Englisch „golden gate“. Als später dann die Brücke realisiert worden war, brauchte man nicht lange nach einem Namen zu suchen.

Fast drei Kilometer Brücke – beliebt bei Touristen und Selbstmördern

Heute würde der Verkehr in San Francisco und seinen umliegenden Satelliten wie etwa Berkeley und Sausalito komplett zusammenbrechen, wenn es die Golden Gate Bridge nicht gäbe. Doch nicht nur für den Verkehr ist die Brücke ein Muss. Auch Touristen werden magisch von der so malerisch gelegenen Konstruktion angezogen, die jeder schon einmal im Fernsehen oder im Kino gesehen hat. Man muss einfach auf der Golden Gate Bridge gewesen sein, sonst war man als Besucher nicht wirklich in San Francisco. Wie man sie überquert, ist jedem selbst überlassen. Wer mag, mietet sich eigens ein Auto und fährt dann vielleicht von San Francisco aus weiter in die nahen Weinbaugebiete. Es gibt aber auch Linienbusse oder Open-Top-Touristenbusse, mit denen die Brücke überquert werden kann. Den meisten Spaß macht es aber wohl, mit einem Fahrrad oder gar zu Fuß von einem Ende zum anderen zu kommen. Dafür ist ein eigener Weg freigegeben worden, der genau so lang ist wie die Brücke selbst: 2737 Meter.

Diesen Weg nehmen allerdings immer wieder auch Menschen, die mit ihrem Leben abgeschlossen haben und es mit einem Sprung von der Brücke beenden wollen. Ganz genaue Zahlen gibt es zwar nicht, aber man schätzt, dass seit 1937 rund 1600 Männer und Frauen so dem Tod begegnet sind. Heute versucht man mit weiten Netzen, die unterhalb der Absperrung angebracht sind, die Selbstmorde auf der Brücke zu unterbinden.

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