Flüge in die USA – Billig-, Charter- und Linienflüge

Neben Infos zu amerikanischen Fluggesellschaften und Billig-Airlines, ist auch die Lektüre zur Pünktlichkeit und Sicherheit der Airlines interessant.

Sie wollen in die USA fliegen? Wir informieren Sie über Preise, Fluggesellschaften, Billig-Airlines und Co. Aber auch die Lektüre zur Pünktlichkeit und Sicherheit der Airlines ist interessant.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2011 haben die USA ihre Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht. Zu diesem Thema gibt es in der Rubrik Aktuelles stets Neuigkeiten. Erst kürzlich erweiterte die Regierung den Fragenkatalog des für die Einreise notwendigen ESTA-Verfahrens. Außerdem sind auf den Flügen ab sofort leere Handyakkus verboten und auch das Handgepäck wird immer kleiner: Den neuen Vorschriften zufolge dürfen die Koffer nur noch maximal 56 Zentimeter lang, 35 Zentimeter breit und 23 Zentimeter hoch sein.

Um im bürokratischen Irrsinn der Einreisebestimmungen klaren Kopf zu bewahren, empfehlen wir Ihnen die Rubrik Einreise in die USA. Ach, übrigens: Laut dem Buchungsportal Cheapair.com sind Flüge in und aus den USA circa 54 Tage vor dem Termin am preiswertesten.

Flüge auf Vergleichsplattformen suchen

Inzwischen ist der Markt so unübersichtlich, dass es sinnlos ist, jeden einzelnen Fluganbieter separat abzuklappern. Selbst wenn man dabei fündig wird, ist noch lange nicht gesagt, dass der gefundene Flug Ihren Wünschen entspricht. Bei unserem Test verschiedener Vergleichsplattformen gewann der Anbieter fluege.de. Die Seite vergleicht rund 750 verschiedene Airlines und bietet Linien-, Billig- oder Charterflüge. Auch für die USA stellt fluege.de unter diesem Link ein riesiges Angebot zur Verfügung. Besonders praktisch: Auch Hotelreservierungen sind mit inbegriffen!

Bereits dreimal konnten wir uns von der Website überzeugen. Im Februar 2014 buchten wir einen Flug nach New York City (608,84 € pro Person), im Juni 2015 nach Los Angeles (747,00 € pro Person) und im Mai 2016 nach Chicago (526,84 € pro Person). Wir flogen jeweils aus Frankfurt am Main und hatten bei allen drei Buchungen nichts zu beanstanden.

Buchungsklassen

Die "Economy Class" ist bei einem Flug die günstigste Variante. Wer "Business Class" oder gar "First Class" fliegt, muss in der Regel mindestens das Doppelte des Preises hinlegen, erhält allerdings auch einen besseren Service und mehr Komfort.

Die "Economy Class" ist bei einem Flug die günstigste Variante. Wer "Business Class" oder gar "First Class" fliegt, muss in der Regel mindestens das Doppelte des Preises hinlegen, erhält allerdings auch einen besseren Service und mehr Komfort.

Die Touristenklasse heißt im Fachchinesisch "Economy Class", wichtig auch beim Einchecken am richtigen "Schalter" der Fluggesellschaft. Der Economy-Preis ist der günstigste. Wer "Business Class" oder gar "First Class" fliegt muss in der Regel ab dem Doppelten des Preises für Economy hinlegen, erhält dafür allerdings auch einen wesentlich besseren Service und mehr Sitzkomfort.

In der Economy sind auf Transatlantikflügen generell alle Getränke  auch alkoholische – frei, Essen gibt es in Abhängigkeit von den "Tagesüblichkeiten" des Abflug-/Ankunftsortes. Das Bordprogramm besteht aus diversen Musikprogrammen über Kopfhörer und 1 bis 2 Spielfilmen über Zentralmonitore, ggf. auch über im Sitz eingebaute Videoschirme. Business und First Class sind entsprechend üppiger.

Die inneramerikanischen Flüge sind in der Economy dagegen sehr spartanisch. Hier zeigt sich, dass das Flugzeug in den USA ein ganz normales Verskehrsmittel ist, vergleichbar mit der Eisenbahn oder Überlandbussen. Getränke sind nur nicht-alkoholisch frei und nicht unbegrenzt, Musik- und Spielfilm-Kopfhörer müssen regelmäßig käuflich erworben werden.

Charter- und Linienflüge

Charterflüge sind solche des Gelegenheitsverkehrs, werden also nur nach Bedarf durchgeführt und ganz oder teilweise an Reiseveranstalter vermietet. Der charternde Veranstalter trägt das Auslastungsrisiko. Linienflüge sind öffentliche, zwischen zwei Flughäfen eingerichtete, regelmäßige Flugverbindungen mit Beförderungspflicht für Personen, bei denen die Fluggesellschaft das Auslastungsrisiko trägt.

Die Unterschiede zwischen Linien- und Charterflügen in die USA sind für den Touristen wohl kaum buchungsentscheidend, da sich die Unterschiede mehr und mehr verwischen. Auch auf Charterflügen werden Einzelsitze verkauft und Linienfluggesellschaften überlassen blockweise Sitze in den Maschinen an Reiseveranstalter. Den Schwerpunkt der USA-Flüge bilden Linienflüge. Es gibt aber auch einige Charterflüge, z.B. von LTU, Condor, Martinair.

Stop(p)over

Ein Stopover ist eine freiwillige Unterbrechung eines Fluges mit mindestens einer Übernachtung am Unterbrechungsort. Viele Fluggesellschaften bieten bei Fernflügen die Möglichkeit einen oder mehrere Stopovers einzulegen – z.T. kostenlos, z.T. aber auch gegen Aufpreis. Stopovers können in der Regel nur dort eingelegt werden , wo der Flug von vorneherein wegen Umsteigens unterbrochen wird. Dies sind praktisch immer die zentralen Knotenpunkte (= Drehkreuze, Hubs) einer Fluggesellschaft. Ein Abstecher und Stop an einem nicht auf der Reiseroute liegenden Flughafen ist nicht möglich.

Manche nordamerikanischen Fluggesellschaften erlauben nur einen Stopp am Gateway-Flughafen. Das ist der erste amerikanische Flughafen, auf dem gelandet wird. Weitere Stops an Umsteigepunkten (sog. Enroute-Stopovers) sind oft nicht möglich oder nur gegen Aufpreis buchbar. Übrigens: flugplanbedingte Zwischenübernachtungen zahlt die Fluggesellschaft in aller Regel nicht.

Gabelflug

Beim Gabelflug (Open Jaw) sind der Ankunfts- und der Abflugort im Zielgebiet oder im Ausgangsland unterschiedlich, also zum Beispiel bei Ankunft in Moskau und beim Rückflug ab St. Petersburg. Foto: By Sansculotte at de.wikipedia (Own work) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Beim Gabelflug (Open Jaw) sind der Ankunfts- und der Abflugort im Zielgebiet oder im Ausgangsland unterschiedlich, also zum Beispiel bei Ankunft in Moskau und beim Rückflug ab St. Petersburg. Foto: By Sansculotte at de.wikipedia (Own work) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Beim Gabelflug (Open Jaw) sind der Ankunfts- und der Abflugort im Zielgebiet oder im Ausgangsland unterschiedlich, also z.B. bei Ankunft in Los Moskau und Rückflug ab St. Petersburg. Erforderlich sind nicht zwei Oneway-Tickets, sondern die meisten Fluggesellschaften bieten die Möglichkeit, die beiden Hin- und Rückflugtarife zu kombinieren. Meistens gilt die Regel, dass jeweils der halbe Hin- und Rückflugpreis addiert wird, gerechnet jeweils vom Hinflugort (also 1/2 x Frankfurt-Los Angeles + 1/2 x Frankfurt-San Francisco). Manchmal gilt auch die Regel, dass der höhere der beiden Preise genommen werden muss.

Für Hin- und Rückflug muss grundsätzlich die gleiche Fluggesellschaft gewählt werden. Ein Gabelflug ist also nur möglich, wenn beide Ziele im Streckennetz der Fluggesellschaft sind. Dieses Erfordernis ist moderater zu handhaben, weil sich die Fluggesellschaften mehr und mehr zu sog. "Allianzen" mit gemeinsamen Streckennetz zusammenschließen.

Allianzen

Immer mehr Fluggesellschaften schließen sich zu sogenannten Allianzen zusammen, die gemeinsam einen Flugplan anbieten. Derzeit gibt es mit Star Alliance, SkyTeam und oneworld drei dieser Allianzen.

Immer mehr Fluggesellschaften schließen sich zu sogenannten Allianzen zusammen, die gemeinsam einen Flugplan anbieten. Derzeit gibt es mit Star Alliance, SkyTeam und oneworld drei dieser Allianzen.

Im internationalen Wettbewerb schließen sich die Fluggesellschaften zunehmend zu sogenannten Allianzen zusammen, die gemeinsam einen Flugplan anbieten, um weltweit präsent zu sein. Anfang der 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts erkannten die Fluggesellschaften, dass ihre Chancen steigen, wenn sie auf bestimmten Gebieten zusammen arbeiten. So begannen Air Canada und United Airlines 1992 sich auf ausgewählten Strecken gegenseitig Sitzplatz-Kontingente freizuhalten. Flüge wurden unter einer gemeinsamen Flugnummer durchgeführt, die Airlines stimmten Flugpläne, Tarife und sogar Marketing-Aktivitäten untereinander ab. So gelang es, Passagiere in Regionen zu rekrutieren, in denen die Fluggesellschaften zuvor nicht oder nur wenig vertreten waren. In den folgenden Jahren schlossen weitere Fluggesellschaften Kooperations-Abkommen.

Die drei dominierenden Flug-Allianzen sind:

Star Alliance
  • Mitglieder: Adria Airways, Aegean Airlines, Air Canada, Air China, Air India, Air New Zealand, All Nippon Airways, Asiana Airlines, Austrian Airlines, Avianca, Avianca Brazil, Brussels Airlines, Copa Airlines, Croatia Airlines, Egypt Air, Ethiopian Airlines, EVA Air, LOT, Lufthansa, SAS Scandinavian Airlines, Shenzhen Airlines, Singapore Airlines, South African Airways, Swiss, TAP Portugal, Thai Airways International, Turkish Airlines, United Airlines
  • Star Alliance fliegt 1.330 Ziele mit 4.657 Flugzeugen an.
  • Im Mai 1997 von Air Canada, der Deutschen Lufthansa AG, SAS, Thai Airways Internationel und United Airlines gegründet ist Star Alliance mit einem Passagieraufkommen von fast 650 Millionen der größte globale Luftverkehrsverbund.
  • staralliance.com
SkyTeam
  • Mitglieder: Aeroflot, Aerolineas Argentinas, Aeroméxico2, Air Europa, Air France2, Alitalia, China Airlines, China Eastern, China Southern Airlines, Czech Airlines, Delta Air Lines2, Garuda Indonesia, Kenya Airways, KLM Royal Dutch Airlines, Korean Air2, Middle East Airlines, Saudia, TAROM, Vietnam Airlines, Xiamen Airlines
  • Das Bündnis erreicht etwa 920 Destinationen mit mehr als 2.300 Flugzeugen.
  • Im Juni 2000 gegründet. Mit fast 600 Millionen Passagieren pro Jahr die zweitgrößte Luftfahrtallianz der Welt.
  • skyteam.com
Oneworld Alliance
  • Mitglieder: Air Berlin, American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Finnair, Iberia, Japan Airlines, LAN Airlines, Malaysia Airlines, Qantas Airways, Qatar Airways, Royal Jordanian, SriLankan Airlines, S7 Airlines, TAM Linhas Aéreas,
  • Die Allianz bedient fast 900 Ziele mit mehr als 2.500 Flugzeugen.
  • Gegründet 1999 mit Hauptsitz in Vancouver (Kanada). Inzwischen liegt der Sitz in New York City.
  • oneworld.com

Umbuchungen

Umbuchungen sind bei Linienflügen der meisten Fluggesellschaften in der Business und First Class ohne weitere Kosten, in der Economy Class dagegen meist nur eingeschränkt und mit einer Umbuchungsgebühr möglich. Namensänderungen auf den Ticket sind meist nicht erlaubt, allenfalls Korrekturen von Tippfehlern. Falls ein Name komplett geändert werden soll, kann dies meistens nur durch Stornierung und Neubuchung geschehen, vorausgesetzt es gibt noch freie Plätze.

Ein nicht benutztes, auf einen anderen Namen lautendes Ticket sollte man also nicht kaufen. Wer damit erwischt wird, muss damit rechnen, nicht befördert zu werden. Bei Charterflügen kann man meist eine Ersatzperson stellen. Dafür erheben die Charterfluggesellschaften lediglich eine Umbuchungsgebühr.

USATipps auf Facebook