Death-Valley-Nationalpark – Südöstlich der Sierra Nevada

Der Name ist schaurig und der Anblick – manchmal - bizarr. Doch wer in Kalifornien oder in Nevada  Urlaub macht, der sollte unbedingt einen Besuch im Death Valley National Park (zu Deutsch: Tal des Todes Nationalpark) einplanen.

Der Name ist schaurig und der Anblick – manchmal – bizarr. Doch wer in Kalifornien oder in Nevada Urlaub macht, der sollte unbedingt einen Besuch im Death Valley National Park (zu Deutsch: Tal des Todes Nationalpark) einplanen.

Keine Bange bitte, nicht einmal zu Pionierszeiten hatte das Areal, das heute knapp 13.700 Quadratkilometer umfasst, seinen furchteinflößenden Namen verdient. Dennoch muss festgehalten werden, dass der Death Valley National Park als der trockenste Nationalpark in den ganzen USA gilt. Der Park ist südöstlich der Sierra Nevada gelegen und seine enorme Fläche erstreckt sich über zwei US-Bundesstaaten.

Der weitaus größte Teil entfällt dabei auf Kalifornien, aber auch Nevada kann diverse Quadratkilometer für sich verbuchen. Übrigens, der Death Valley National Park hat nicht nur tagsüber wirklich atemberaubende, fast surreale Ausblicke zu bieten. Seit 2011 ist er auch als Lichtschutzgebiet anerkannt und darf sich „Death Valley International Dark Sky Park“ nennen. Es lohnt sich also, über Nacht zu bleiben. Der Sternenhimmel ist – wie soll man es anders ausdrücken: galaktisch!

Tickets für den Death-Valley-Nationalpark

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Extreme Klimabedingungen, extreme Temperaturen

Eigentlich ist der Name „Tal des Todes“ ein wenig irreführend. Wenn überhaupt, müsste er „Täler des Todes“ lauten. Das Parkgebiet wird nämlich von zwei Tälern durchzogen, die beide mehrere Millionen Jahre alt sind. Eingerahmt werden die Täler von hohen Gebirgen. Mit stolzen 3366 Metern ist der „Telescope Peak“ dabei der höchste Gipfel.

Der Death-Valley-Nationalpark südöstlich der Sierre Nevada ist der trockenste Nationalpark in den USA.

Der Death-Valley-Nationalpark südöstlich der Sierre Nevada ist der trockenste Nationalpark in den USA.

Wer in den Death Valley National Park kommt, der besucht eine Landschaft der Extreme, die erlebt werden will. Der Pazifik ist nur ein paar hundert Kilometer entfernt, und doch gehört das Parkareal, das in der berühmten Mojave-Wüste liegt, zu den trockensten Formationen in den gesamten Vereinigten Staaten. Der tiefste Punkt im Nationalpark liegt übrigens rund 80 Meter unter dem Meeresspiegel. Bevor die Wolken, die sich über dem Pazifik bilden, auch nur die geringste Chance haben, den Death Valley National Park zu erreichen, haben sie sich bereits an diversen davor gelegenen Gebirgen abgeregnet.

Umso leichteres Spiel hat die Sonne. Sie kann absolut unbarmherzig scheinen und bringt enorme Temperaturen mit sich. Die bislang höchste gemessene Tagestemperatur liegt bei 56,7 Grad Celsius (10. Juli 1913) und auch bei der höchsten bislang gemessenen Nachttemperatur kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Sie lag am 12. Juli 2012 bei 41,7 Grad Celsius. Kein Wunder, dass das Parkgebiet so gut wie unbewohnt ist. Lediglich ein kleiner, hart gesottener Indianerstamm hält es hier auf Dauer aus. Die Unterkünfte, die im Park zur Verfügung stehen, verfügen – natürlich – über Klimaanlagen.

Anpassungsfähige Flora und Fauna

Die extreme Trockenheit bedeutet allerdings nicht, dass es im Death Valley kein Leben gäbe. Im Gegenteil. Die Tiere und die Pflanzen, die hier überleben, haben ganz eigene Mechanismen gefunden, um ihrer nicht gerade lebensfördernden Umgebung zu trotzen. Hier streunen Füchse und Kojoten durch ihre Reviere, es gibt Hirsche, Pumas und jede Menge Reptilien. Natürlich leben auch Vögel im Nationalpark, der zu bestimmten Zeiten übrigens auch als Rastplatz für Zugvögel dient. Auch die Pflanzenwelt hat sich denn kargen Lebensbedingungen angepasst. Extralange Wurzeln, die metertief in die Erde reichen, um an das Grundwasser zu kommen, sind eine dieser Überlebensstrategien. Die andere ist schlicht Genügsamkeit. Umso größer das Fest, wenn es im Winter tatsächlich mal den einen oder anderen Regentag gibt. Dann stehen fast alle Pflanzen über Nacht in Blüte. Aber bitte nicht enttäuscht sein, wenn es trotzdem nicht wie in einem Botanischen Garten aussieht – im Death Valley National Park ist der Begriff „blühen“ relativ zu verstehen.

Praktische Hinweise

Kürzlich lüfteten Videoaufnahmen das jahrzehntealte Geheimnis der wandernden Steine im Tal des Todes: Kleine Eisflöße treiben sie voran.

Kürzlich lüfteten Videoaufnahmen das jahrzehntealte Geheimnis der wandernden Steine im Tal des Todes: Kleine Eisflöße treiben sie voran.

Wer den Park besuchen möchte, der kann das auf eigene Faust tun, er kann sich aber auch geführten Wanderungen (Checkliste für den Wander-Urlaub) anschließen. Von November bis April, wenn die Temperaturen am verträglichsten sind, bieten die Ranger ein umfangreiches Programm für Touristen, die sich gern die schönsten und interessantesten Stellen von einem erfahrenen Führer zeigen lassen. Es gibt dabei selbstverständlich auch nächtliche Wanderungen. Die Sanddünen des Death Valleys bei Vollmond, ein funkelndes Firmament, von dem es Sternschnuppen regnet – die Eindrücke werden garantiert unvergesslich bleiben. Neben Touren, die ganz allgemein die Landschaft des Parks erkunden, kann man auch Thementouren buchen. Ein Beispiel dafür ist der Ausflug zu den beeindruckendsten Fossilien des Parks. Es wäre ratsam, sich vor der Reise mit den Terminen der Führungen auseinanderzusetzen. Nachts sind die Ranger zum Beispiel nur bei Vollmond und bei Neumond unterwegs.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

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Noch ein Wort zum Namen

Der Name des Parks soll auf eine Gruppe von Siedlern zurückgehen, die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Abkürzung durch das Gebiet nehmen wollten. Dabei verirrten sie sich allerdings und brachten mehrere Wochen in der unwirtlichen Umgebung zu. Einige der mitgeführten Ochsen wurden dabei gezwungenermaßen verspeist. Menschen sollen nicht zu Tode gekommen sein – abgesehen von einem Greis, der bereits zu Beginn des Trecks sterbenskrank gewesen sein soll. Dennoch stand der Tod der Gruppe ständig vor Augen und wurde so zum Namensgeber des Tals.

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