Everglades Nationalpark – 6.104 qkm Natur

Etwa 70 km südwestlich von Miami erstrecken sich die Everglades an der Südspitze Floridas auf einer Gesamtfläche von 6.104 qkm.

Etwa 70 km südwestlich von Miami erstrecken sich die Everglades an der Südspitze Floridas auf einer Gesamtfläche von 6.104 qkm. Es ist ein schier endloses Sumpfgebiet, eine grüne Wasserlandschaft mit Sägegras (saw grass) und wenigen inselartigen Erhebungen, bewachsen mit tropischen Hölzern (hammocks).

Bewässert wird das Gebiet durch den etwa 100 km nördlich liegenden Lake Okeechobee, dessen Wasserabgaben in einer geringen Höhe (10 bis 15 cm) – für das Auge kaum wahrnehmbar – Richtung Süden zur Florida Bay „fließen". Es ist ein komplexes, hochempfindliches Ökosystem an der Grenze von Süß- und Salzwasser, um dessen Bewahrung und Wiedergewinnung sich die amerikanische Regierung zunehmend bemüht. In der Mischzone von Süß- und Satzwasser finden sich Mangrovenwälder. Es ist mithin keine spektakuläre Landschaft, wie andere Nationalparks, etwa im Südwesten, aber gleichwohl ein für die USA einmaliges Landschaftsbild. Der Reiz des Nationalparks für Besucher liegt mithin in der Tier- und Pflanzenwelt (Beobachtung von Alligatoren, Krokodilen und Vögeln) sowie möglichen Wasser"wanderungen" per Kanu.

Der Everglades Nationalpark ist in drei Bereichen zugänglich:

  • Im Süden von Florida City über das Main Visitors Center auf der 61 km langen Parkstraße bis Flamingo (Hauptbereich des Parks)
  • Im Norden vom Tamiami Trail (US 41) zum Shark Valley (mittels Tram-Tour oder zu Fuß/per Rad)
  • Von Everglades City bzw. der Gulf Coast Ranger Station (nur per Boot).

Tickets für den Everglades Nationalpark

Tickets für den Everglades Nationalpark finden Sie auf www.getyourguide.de.

Reisezeit

Die Everglades sind die einzige Region der Welt, in der sowohl Alligatoren als auch Krokodile leben.

Die Everglades sind die einzige Region der Welt, in der sowohl Alligatoren als auch Krokodile leben.

Das Leben im Everglades Nationalpark wird bei den flachen und seichten Gewässern vom Klima bestimmt. Der Park ist ganzjährig geöffnet und daher grundsätzlich auch ganzjährig eine Besucherattraktion. In der nassen Saison von Mai bis Oktober ist es allerdings sehr feucht und sehr heiß und weite Teile des Parks sind überflutet und unzugänglich, die Tiere ziehen sich in die hinteren Bereiche zurück. Die Moskitos sind bis in den Dezember eine besondere Plage. In der trockneren Saison von etwa Dezember bis April weichen die Wasser zurück, das Gebiet fällt in weiten Bereichen trocken. Die Tiere konzentrieren sich auf die verbleibenden Wasserlöcher (gator hole) und Tümpel und können so relativ leicht beobachtet werden. Die Moskitos sind leider nicht fort, aber in geringerer Zahl vertreten und „nur noch" in der Dämmerung und im Halbdunkel der Dickichte besonders aktiv. Dies ist die zu empfehlende Reisezeit.

Hinweis: Die Moskitos in den Everglades sind eine echte Plage, auch in der trockenen Jahreszeit. Ungestochen kommt wohl keiner davon. Man sollte daher unbedingt langärmelige Hemden und lange Hosen tragen (helle Kleidung). Besten, wenn auch zeitlich begrenzten Schutz bieten die im Visitor Center und anderswo zu erwerbenden Mückenabwehrmittel (mosquito repellant: „Buzz Away“), mit denen man die verbleibenden, frei zugänglichen Körperstellen einreibt. Dies riecht zwar nicht besonders angenehmen, ist aber weitestgehend wirksam. Heimische Abwehrmittel (Autan usw.) sind dagegen kaum wirksam, im Gegenteil: man kann den Eindruck haben, die „Biester" sehen diese als Leckerbissen an.

Hauptattraktionen

Im Hauptbereich des Parks liegen die Hauptsehenswürdigkeiten entlang der Parkstraße. Via US 1 und State Route 9336 erreicht man von Florida City aus nach etwa 16 km das

Main Visitors Center: Ein Film gibt Orientierung zu Geschichte und Entwicklung der Everglades, Park-Ranger Auskünfte aller Art. Nur wenige Minuten davon entfernt beginnt die

Royal Palm Area mit dem Royal Palm Visitors Center. Hauptattraktionen sind hier der Anhinga und der Gumbo Limbo Trail.

Anhinga Trail: Der Anhinga Trail führt auf Brettersteigen in die Landschaft des Tailor Slough, seichten Wasserstellen, in denen das Wasser wegen der Vertiefungen im Doggergestein das ganze Jahr über stehen bleibt. Der Slough ist einer der wichtigsten Süßwasseradern der Everglades, Besonders in der trockenen Jahreszeit ist dies ein Rückzugsgebiet für viele Tiere, die man so nahe und doch in freier Wildbahn gut beobachten kann. Selten kann man Alligatoren so nah und doch ungefährdet „besichtigen".

Gumbo Limbo Trail: Der etwa 800 m lange Pfad liegt nahe beim Visitors Center und windet sich durch einen Hammock, kaum 30 cm höher als das umliegende Grasland. Der Hammock besteht aus Schlingpflanzen und Palmen (Royal Palms). Das Blätterdach bietet Schutz. Der Parkstraße folgend gelangt man zu weiterem Besuchenswerten:

Pine Land: Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Pfad durch Kiefernwald, der als Brandwald entstanden ist. Treten keine Brände auf, werden Kiefern nach und nach durch Harthölzer ersetzt, da die Jungen Triebe, die nicht im dichten tropischen Schatten wachsen können, ersticken. Es handelt sich um die Florida Slash Pine (Elliotskiefer), die einzige in Südflorida beheimatete Kiefernart. Unterhalb der Kiefern wachsen farnartige Pflanzen. Die einfach wirkende Baumgemeinschaft ist gleichwohl vielfältig und besteht aus über 200 Unterholzgewächsen – 30 Arten kommen sonst nirgendwo auf der Erde vor.

Etwa auf halbem Weg zwischen der US 1 und Flamingo erreicht man

Pa-hay-okee: Von einer Plattform aus kann man hier die wichtigsten Grasarten der Everglades besichtigen. Wenige Kilometer weiter führt eine Nebenstraße zum

Mahagony Hammock: Ein Brettersteg führt durch die dschungelähnliche Bauminsel mit großen Mahagonibäumen. Die Hammocks Südfloridas gehören zu den komplexesten Waldgebieten der Erde und zeichnen sich durch eine ganzjährige Wachstumszeit aus. Der Hammock besitzt ein Selbstabwehrsystem, das ihn vor Feuer schützt. Schwache Faulsäuren rinnen von dem erhöhten Zentrum der Bauminsel ab und konzentrieren sich an den Rändern. Dabei lösen sie das darunter liegende Kalkgestein auf. Nähert sich ein Feuer, wird dieses durch das tiefer liegende Feuchtgebiet gebremst. Weiter geht es zum

350 verschiedene Vogelarten teilen sich die 6104 km² des Everglades Nationalparks.

350 verschiedene Vogelarten teilen sich die 6104 km² des Everglades Nationalparks.

Mangrove Trail: Ein Brettersteg führt am Ufer des West Lake entlang zu verschiedenen Mangrovenarten. Mangrovensümpfe bilden sich in Gewässern mit einer Mischung aus Süß- und Meerwasser. In diesem brackigen Gebiet bilden die Mangroven dichte und fast undurchdringliche Wälder. Die vier verschiedenen Mangrovenarten sind die einzigen Bäume, die Salz vertragen können und in salzhaltigen Böden Nahrung finden. Buttonwood Tree und White Mangrove/Weiße Mangrove wachsen nur an Stellen, die hoch genug liegen, um von der Flut nicht erreicht zu werden, und wo der salzhaltige Boden vom Regenwasser abgewaschen werden kann.

Rote Mangroven scheiden durch ihre Wurzeln Salz aus. Dicke, spitze Blätter stoßen während der Regenzeit das Regenwasser rasch ab und geben umgekehrt während der Trockenzeit Feuchtigkeit nur langsam ab. Schwarze Mangroven besitzen fingerdünne, aus dem Wasser ragende Luftwurzeln. Sie wachsen – wie die roten Mangroven – in niederen Gebieten, die von Ebbe und Flut betroffen werden. Die Parkstraße endet in

Flamingo, einem früheren Fischerdorf mit kleinem Visitors Center. Hier findet man die Flamingo Lodge, die einzige Motelübernachtungsmöglichkeit im Park, sowie einen kleinen Laden und ein Restaurant. Die Flamingo Lodge ist als Unterkunft empfehlenswert, nicht zuletzt, weil die Attraktionen des Parks von hier aus schnell zu erreichen sind. (Flaminge Lodge, Marina and Outpost Resort, Flamingo, FL 33030, Tel. 800-600-3813, 941-695-3101) Das Restaurant bietet eine Vielzahl an qualitativ guten Speisen, wenn auch nicht ganz billig.

Von Flamingo werden zahlreiche Bootstouren mit unterschiedlichen Besichtigungslängen angeboten. Nach unserer Erfahrung können wir nur bedingt einer Teilnahme zuraten. Unsere vierstündige Erkundung mit der „Dolphin“ war außer des relativ hohen Preises wenig ergiebig. Tiere („bald eagle“ guaranteed) sah man auch mit Femglas nur aus der – weiten – Feme, im übrigen war es eine triste „Seefahrt“. Die Erklärungen des Bootsführers beschränkten sich zudem auf allgemeine Ausführungen.

Shark Valley: Das Shark Valley im nördlichen Teil des Parks erreicht man über die US 41 (Tamiami Trail). Beim Parkplatz (wird ab 18 Uhr geschlossen) zum Parkeingang liegt auch das Shark Valley Visitors Center (täglich geöffnet von 8.30 bis 17.15 Uhr). Hier gibt es zwei Wanderwege:

  • Bobcat Boardwalk(800 m) durch Sägegras und Hardwood-Wälder.
  • Otter Cave Hammock (400 m), im Sommer oft überflutet.

Von hier führt aber vor allem eine 24 km lange Parkstraße durch das Parkgelände. Die Parkstraße ist für den Autoverkehr gesperrt. Man muss daher zur Erkundung des Loops die in regelmäßigen Abständen fahrende Aussichts-Tram benutzen (kostenpflichtig, vorherige telefonische Reservierung sinnvoll, Tel. 305-221-8455). Unterwegs kann man die Tierwelt beobachten. Etwa auf halbem Weg wird der Aussichtsturm (Observation Tower) erreicht, von dem man einen Rundblick auf den Shark River Slough und die Sägegras-Prärie hat (hier Wasser und Toiletten). Insgesamt dauert die Tram-Tour etwa zwei Stunden. Ansonsten besteht nur die Möglichkeit, die Parkstraße zu Fuß oder mit dem Rad (Fahrräder können gemietet werden) zu erkunden.

Gulf Coast Ranger Station Südöstlich von Everglades City liegt die Gulf Coast Ranger Station, der westliche Eingang – auf dem Wasserweg! – zum Nationalpark. Von hier erreicht man die sog. Ten Thousend Islands, einem Irrgarten von Mangroveninseln und Wasserwegen. Man kann Boote mieten oder an Bootstouren ab dem Visitors Center teilnehmen. (Everglades National Park Boat Tours, P.O.Box 119, Everglades City, FL 33929, Tel. 800-445-7724, 813-695-2591.

Besichtigungsempfehlung

Um einen wirklichen Eindruck von der Tier- und Pflanzenvielfalt des Parks zu erhalten, sollte man für den Hauptbereich mindestens einen vollen Tag zur Verfügung haben. Intensiver ist natürlich ein mehrtägiger Aufenthalt mit Übernachtung im bzw. nahe dem Parkgelände und mit Nutzung der Wasser- und Wanderwege. Stehen nur wenige Stunden zur Verfügung, sind ein Besuch des Main Visitors Center und der Royal Park Area mit Anhinga und Gumbo Limbo Trail empfehlenswert. Im übrigen kann das Programm entsprechend der hier gegebenen Beschreibung der Parkstraße bis Flamingo entsprechend ausgedehnt werden.

Ausrüstung

Empfohlene „Ausrüstung" für einen Nationalpark-Besuch:

  • Sonnenschutz (Hut, Creme)
  • Mückenschutz (mosquito repellant, geschlossene und helle Kleidung)
  • Fernglas
  • Festes Schuhwerk

Propellerboot-Fahrten

Airboat-Fahrten sind im Nationalpark verboten, weil sie ökologisch bedenklich sind. Wer auf diese gleichwohl nicht verzichten möchte, findet entsprechende Anbieter – häufig indianischer Herkunft – in den Gebieten rund um den Nationalpark., z.B. im Miccosukee Indian Village. Zur Tierbeobachtung sind diese Fahrten nicht geeignet, sie haben Reiz lediglich für „Tempo"-Freunde. Mit ohrenbetäubendem Lärm (zum Schutz davor werden die Ohren mit Toilettenpapier „gefüllt") jagen die Boote über die Grasflächen, so dass selbst Vögel flüchten. Die wenigen Stopps, bei denen der Motor gedrosselt oder abgestellt wird, lassen die Annäherung von Tieren nicht zu; lediglich Alligatoren können bei langsamer Fahrt durch Seitenarme erkannt werden. Übrigens: am Schluss der Fahrt erwartet der Fahrer den – landesüblichen -Tipp (ca. 1 $ pro Person).

Tierwelt

Der Park beherbergt die einzigen wildlebenden Flamingos in den USA.

Der Park beherbergt die einzigen wildlebenden Flamingos in den USA.

Die Südspitze Floridas ist das einzige Fleckchen auf der Erde, auf dem man sowohl Alligatoren als auch Krokodile treffen kann.

Der amerikanische Alligator hat eine runde, stumpfe Schnauze und eine schwarze Körperfarbe. Er ist der eigentliche „Bewahrer" der Everglades („Keeper of the Everglades"). In der Trockensaison ziehen sich die Alligatoren in Erdmulden zurück, die noch Wasser führen. Sie vergrößern diese Alligatorenlöcher („gatorhoies"), in dem sie durch Buddeln eine Mischung aus Pflanzen und Erdreich zur Seite schaffen. Diese Erdmulden dienen gleichzeitig auch Fischen, Schildkröten, Vögeln und anderen Tieren als Überlebensquelle. Mit Beginn der Regensaison ziehen sich alle Lebewesen wieder in die nun gut gefüllten Wasserwege zurück. Die Paarungs- und Brutsaison der Alligatoren beginnt Mitte April. Etwa Mitte Juni bauen die Weibchen einen großen Nisthügel aus Pflanzen und Schlamm. In diesen Hügel werden die hartschaligen Eier gelegt und die Öffnung des Hügels verschlossen. Der Hügel wird von der Mutter bewacht. Durch die Hitze der verfaulenden Pflanzen sind die Eier nach etwa 65 Tagen ausgebrütet. Die Jungtiere sind bei der Geburt ca. 20 cm groß und bedürfen im ersten Jahr noch der Obhut der Mutter. In den ersten Lebensjahren wachsen die Jungtiere ungefähr um 30 cm pro Jahr. Ausgewachsen erreichen die Weibchen eine Körperlänge von 2,5 m, die Männchen eine solche von 3,5 m und mehr. Alligatoren bevorzugen Süßwasserregionen.

Das amerikanische Krokodil hat eine schlanke, dreieckige Schnauze und eine graugrüne Körperfarbe. Es bewohnt die brackigen Gewässer und Salzwasserregionen der Everglades und ist relativ scheu. Die Brutpflege durch das Weibchen ist nicht so intensiv wie bei den Alligatoren, eigentlich wird die Brut lediglich aus dem Nest befreit. Danach müssen die geschlüpften Jungtiere Schutz in den Mangrovensümpfen suchen und sieht selbst durchschlagen.

Der Anhinga (Schlangenhalsvogel/Wassertruthahn) ist ein typischer Bewohner der Everglades. Er besitzt zwar kräftige Schwimmfüße, aber ihm fehlen die Fett- und Bürzeldrüsen anderer Wasservögei. Daher ist er gezwungen, sein zu nass gewordenes Gefieder in der Sonne zum Trocknen zu spreizen. Gejagt werden Fische, die beim Schwimmen mit dem Schnabel aufgespießt werden. Dann wirft der Anhinga die Beute in die Luft, fängt sie mit geöffnetem Rachen und verschlingt sie ganz. Der Name „Schlangenhalsvogel" leitet sich von der Art und Weise ab, in der der Vogel schwimmt.: fast der gesamte Körper ist unter Wasser, nur Kopf und Genick ragen über die Wasseroberfläche schlangenartig hinaus. Weibchen haben eine hellbraunen Hals, Männchen sind schwarz. Während der Paarungszeit von Januar bis März haben beide helltürkise Ringe um die Augen.

Im Park soll es 43 Arten von Mosquitos geben. Für den geplagten Besucher ist dies im Zweifel unerheblich, denn Stechen und Blutsaugen tun sie mehr oder weniger alle. Sie wachsen und schlüpfen in den seichten Gewässern und kommen besonders in den warmfeuchten Monaten von Mai bis Oktober in gewaltigen Mengen vor. Siehe hierzu auch unter Reisezeit.

Der Florida Panther (Bobcat, amerikanischer Luchs) gehört zu den gefährdeten Arten. Um Jagen zu können benötigt er ein großes Revier. Es gibt nur noch wenige frei lebende Exemplare in Süd-Florida (etwa 30 Stück), die sich in die entlegensten Regionen zurückgezogen haben. Die Bemühungen zum Erhalt dieser Tierart sind in den letzten Jahren erheblich verstärkt worden.

Manatees (Seekühe) sind die sanften Riesen. Es sind vom Körpervolumen her die größten Tiere in diesem Gebiet. Täglich fressen sie 10 bis 15 Prozent ihres eigenen Körpergewichts, das leicht 200 Pfund erreichen kann, und sind daher ständig damit beschäftigt, die Grasflächen der Sümpfe abzugrasen. Wegen der geringen Tiefe der Gewässer halten sich die Tiere vorwiegend nahe der Wasseroberfläche auf und sind daher besonders gefährdet: die Schiffsschrauben von Motorbooten führen viel zu häufig zu Kollisionen mit den Pflanzenfressern und verletzen diese. Heute soll es noch etwa 1.200 dieser Tiere freilebend geben.

Fische gehören zu den häufigst vertretenen Lebenwesen im Nationalpark und sindein wichtiges Glied in der Nahrungskette.

Der Florida Gar hat eine Körperform wie ein Hecht und ist ein „lebendes" Fossil, das atmen kann. Als Raubfisch ernährt er sich von anderen Fischen und Krustentieren. Die Indianer verwandten die großen Fischschuppen als Schmuck.

Die großen Seebarsche wechseln je nach Stimmung die Farbe.

Sonnenfische (Sunfish) sind eine beliebte Beute der Anhingas und auch der Sportangler.

Der Katzenfisch (Catfish) zählt zu den Exoten, die die Existenz der heimischen Fischarten bedrohen.

Schlangen sind eher ängstlich und scheuen den Menschen. Echte Gefahr besteht nur, wenn man auf sie tritt. In den Everglades gibt es nur vier Giftschlangenarten:

  • Eastern Diamond-backed Rattlesnake (Diamt-Rücken-Klapperschlange)
  • Dusky Pigmy Rattlesnake (Schwärzliche Zwergklapperschlange)
  • Water Mocassin (Wassermokassinschlange) und
  • Coral Snake (Korallenschlange).

Daneben soll es 22 weitere nicht giftige Schlangenarten geben.

Pflanzenwelt

Nicht nur die Tier-, sondern auch die Pflanzenwelt lockt viele Bewunderer in den Everglades Nationalpark.

Nicht nur die Tier-, sondern auch die Pflanzenwelt lockt viele Bewunderer in den Everglades Nationalpark.

Saw Palmetto (Sägepalme): Die Sägepalme ist eine der häufigsten Palmensorten Floridas und wächst meist in der Gesellschaft von Pinien. Die kleinen fächerförmigen Blätter können bis zum Boden reichen und besitzen rasierklingenscharfe Zacken an den Enden.

Säbel Palm (Säbelpalme): Die Säbelpalme, auch Cabbage Palm genannt, ist Floridas Staatsbaum. Sie ist an dem schlanken Stamm und den breiten fächerartigen Blättern leicht zu erkennen und war früher weit verbreitet. Den Indianern bot sie Nahrung und Schutz. Man aß die Früchte, nutzte die Palmblätter zur Bedachung der Hütten und gleichzeitig als Material für die Kleidung (Hüte, Umhänge, Matten).

Gumbo Limbo: Der Baum ist an der rötlichen, sich schälenden Rinde zu erkennen. Diese Färbung führte zu den Spitznamen „Sunburn" (Sonnenbrand) oder Tourist-Tree. Aus der verletzten Rinde tropft ein aromatischer Balsam, der bei der Herstellung von Lacken, Klebstoffen und als Weihrauchersatz Verwendung findet. Das Holz ist leicht und wird deshalb auch als Schwimmer eingesetzt.

Live Oak (Eiche): Diese Eichenart ist bis in die gemäßigten und nördlicheren Klimazonen bis hinauf nach Virginia verbreitet. Das Holz ist hart und war insbesondere bei Segelschiffbauern beliebt. Die raue und rissige Rinde bietet ideale Wachstumsbedingungen für Scheinschmarotzerpflanzen (Epiphyten).

Scheinschmarotzerpflanzen hängen in Girlanden von Baumstämmen und Ästen. Ihre Blätter sind wie Arme ausgestreckt und fangen aus der Luft Regenwasser, Staub und Baumsaft sowie Bakterien vorbeistreifender Tiere auf. Ein winziger Wasserspeicher befindet sich im Inneren der Pflanze.

Royal Palm (Königspalme): Die Königspalme macht ihrem Namen alle Ehre. Sie kann bis zu 30 m hoch und 100 Jahre alt werden, die Blätter eine Länge von 4,5 m erreichen.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in der Nähe des Everglades Nationalparks finden Sie auf www.booking.com.

USATipps auf Facebook