Indian Summer – Atemberaubende Laubfärbung

Besonders im Nordosten der USA, in New England, ist die Laubfärbung im Herbst eine Besucherattraktion.

Besonders im Nordosten der USA, in Neuengland, ist die Laubfärbung im Herbst eine Besucherattraktion. Es gilt, den Tag im Jahr zu „erwischen“, an dem das Ahorn- oder Espenlaub am Schönsten im nachlassenden Sonnenlicht in einer Farborgie explodiert (fall foliage).

Jedes Jahr im Herbst ist die beste Zeit für die „leaf peeper“ (die Laubgucker) gekommen. Doch ursprünglich hat der Indian Summer gar nicht so viel mit den Bäumen zu tun. Denn eigentlich ist der Indian Summer lediglich eine ungewöhnlich warme und trockene Wetterperiode im späten Herbst in Nordamerika. Blauer Himmel, warme Witterung und eben eine besonders intensive Blattverfärbung sind die Folge. Der Indian Summer ist örtlich auf ein Gebiet beschränkt, welches von den Mittelatlantikstaaten nördlich bis nach Neuengland reicht. Frostnächte und warme Tage sind die Voraussetzungen für den Indian Summer. Der Begriff „Indian Summer“ wird in den USA im Übrigen kaum verwendet. Hier wird das Phänomen „Foliage“ genannt – buntes Blattwerk.

Im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch bezeichnet der „Indian Summer“ die Wetterperiode im Herbst.

Im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch bezeichnet der „Indian Summer“ die Wetterperiode im Herbst.

Zunächst reagieren die Blätter des Roten Ahorns auf den Indian Summer. Darauf folgen Zuckerahorn und gelbe Haselnuss. Im Oktober gesellen sich Roteichen, Buchen, Ulmen, Eschen, Birken und viele weitere Baumarten hinzu. In Vermont zum Beispiel, so sagt man, sei der Indian Summer am farbenprächtigsten. So sagt man? Genauer gesagt ist „Vermont hat den besten Indian Summer der Welt“ der Werbeslogan des Neuengland-Staates. Aber warum? „Wir haben auf drei Vierteln unseres Staates Wald, und wir besitzen landesweit den höchsten Prozentsatz an Ahornbäumen“, so der Gouverneur von Vermont. Und genau das ist das Alleinstellungsmerkmal von Vermont: Die hohe Anzahl an Ahornbäumen. Denn in diesen liegt das Geheimnis des Indian Summers. Und zwar im Zuckerahorn. Seine Blätter verfärben sich besonders intensiv.

Es ist kein Wunder, dass der Indian Summer vor allem in der Tourismusbranche werbewirksam ausgeschlachtet wird. Viele Touristen nutzen die besondere Jahreszeit für Wander-, Kanu- oder Trekkingtouren. Sogar Hotels in der entsprechenden Region sind zumeist an den Wochenenden des Indian Summers ausgebucht.

Nach den ersten kalten Tagen verfärben sich zunächst die Blätter in den nördlichen Höhenlagen. Bereits Ende August ist die Foliage an den Berghängen Kanads zu sehen. Dann schreitet sie peu à peu nach Süden voran. Der Schwerpunkt des Indian Summers liegt in den Neuenglandstaaten Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut. Der Höhepunkt wird zwischen Anfang Oktober im Norden und dem späten Oktober im Süden Neuenglands erreicht.

Grundsätzlich gelten für die Laubfärbung folgende Regeln:

  • Die Intensität der Laubfärbung ist abhängig vom Regen, dem Zuckergehalt der Blätter, der Anzahl der Tagesstunden und den Temperaturen und daher hinsichtlich ihrer stärksten Ausprägung grundsätzlich nicht exakt prognostizierbar.
  • Die Laubfärbung beginnt im Norden der USA, je weiter nördlich man sich in der Saison aufhält, um so früher die Laubfärbung.
  • In Maine, New Hampshire und Vermont ist der Höhepunkt der Laubfärbung meist zwischen der letzten Woche im September und den ersten zwei Wochen im Oktober. Massachusetts, New York, Connecticut und Rhode Island haben ihre „peak foliage“ rund um den Columbus Day, jedenfalls in vielen Fällen.

Um sich über den aktuellen Stand der Laubfärbung zu informieren, bietet der „U.S. Forest Service“ eine eigene Info-Seite.

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